ABBA: Benny Andersson wird 75


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ABBA-Mitglied Benny Andersson feiert am 16. Dezember seinen 75. Geburtstag. Vor kurzem veröffentlichte die schwedische Pop-Gruppe mit  „Voyage“, ihr erstes Album seit fast 40 Jahren – und wie damals in den 1970ern befindet sich damit ein Abba-Werk ganz weit oben in den Charts. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für Andersson.

„Wir haben es so gut gemacht, wie wir das in unserem Alter können,“, erzählte Andersson vor der Veröffentlich des Albums „Voyage“ im Gespräch mit der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ und fügt hinzu: „Wir haben nichts zu beweisen“. Die Verkaufszahlen sprechen allerdings dafür, dass ABBA mal wieder bewiesen haben, was sie können.

Das Album erreicht in mehreren Ländern die Spitze der Charts

In den ersten Wochen verkaufte sich „Voyage“ in Deutschland über 200 000 Mal und damit besser als die restlichen Top 100 kombiniert. Auch in weiteren Ländern erreichte das Album die Spitze der Albumcharts. „Wir sind so glücklich darüber, dass unsere Fans offenbar genauso viel Freude am Album haben wie wir bei den Aufnahmen. Wir sind absolut begeistert, dass wir wieder ein Album an der Spitze der Charts haben“, sagten die Schweden über den Erfolg. Außerdem konnten sich die Bandmitglieder von ABBA dieses Jahr auch über die erste Grammy-Nominierung ihrer Karriere freuen. Ihr Song „I Still Have Faith In You“ ist in der Kategorie „Record of the Year“ im Rennen.

Wenn der junge Andersson das sehen könnte, wäre er bestimmt außer sich vor Freude. Denn schon früh wurde dem Schweden klar, dass er Musiker werden wollte. Wenn er als Jugendlicher nichts für die Schule zu tun hatte, verbrachte er seine Zeit am liebsten am Klavier. Im Teenager-Alter wurde Andersson dann Mitglied seiner ersten Band, The Hep Stars. So bekam „Schwedens wildeste Popband einen neuen Organisten“, schreibt das ABBA-Museum in Stockholm darüber. Mit Andersson am Keyboard konnte die Band mehrere Hits in den schwedischen Charts feiern.

Der Beginn von ABBA

Bei einem Auftritt der Hep Stars 1966 begegnete Andersson schließlich Björn Ulvaeus. Die beiden wurden Freunde und begannen gemeinsam Musik zu machen. Ende der 60er verliebte sich Andersson in die schwedische Jazz-Sängerin Anni-Frid Lyngstad. Als die beiden im Jahr 1978 schließlich heirateten, waren die drei Freunde gemeinsam mit Ulvaeus‘ Partnerin Agnetha Fältskog schon längst zu Weltstars geworden. Weltweit tanzten die Leute zu „Dancing Queen“ und sangen lauthals „Mamma Mia“.

Das Glück hielt jedoch nicht lange an. Drei Jahre später ließen sich Andersson und Lyngstad wieder scheiden. Damit kam auch der Beginn der 40-Jährigen Pause von ABBA. Aber auch in der Zwischenzeit war Anderssom musikalisch unterwegs. Gemeinsam mit Ulvaeus schrieb er unter anderem das Musical „Chess“. Mit dem Benny-Andersson-Orchester ließ er außerdem die Volksmusik wiederaufleben.

Ab Mai 2022 kann man den Schweden nun wieder gemeinsam mit Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Lyngstad in London bei der virtuelle Liveshow „ABBA-Voyage“ sehen.  Die ABBA-Mitglieder werden dabei als Hologramm-Avatare auf der Bühne stehen, begleitet von einer Live-Band. Vielleicht findet das Spektakel auch bald in einer Hotel-Residenz in Las Vegas statt.