Brian May über Taylor Hawkins‘ Tod: „Fühlt sich völlig falsch an“


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Am 15. März wurde Taylor Hawkins während einer Welttournee der Foo Fighters im Alter von nur 50 Jahren leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Nachdem bereits zahlreiche Größen der Musikwelt von Liam Gallagher bis Paul McCartney kondoliert haben, teilte jetzt auch Queen-Gitarrist Brian May seine Gedanken über den Tod des Schlagzeugers: „Ich sehe ihn als einen Jungen – genauso wie ich George Michael als Jungen gesehen habe -; sie zu verlieren, fühlt sich völlig falsch an. Es frustriert sehr“, sagte er in einem Interview mit dem US-Radiosender „Sirius XM“.

„Es gibt einem das Gefühl, dass man mit dem Tod verhandeln möchte“

Aus seinen Worten lässt sich schließen, dass es May nicht leicht fällt, über das Geschehene hinwegzukommen: „Es gibt einem das Gefühl, dass man mit dem Tod verhandeln möchte… Es gibt einem das Gefühl, dass man ihn vielleicht zurückholen kann, wenn man ihn nur lange genug betrachtet, wenn man genug darüber spricht, wenn man ihn genug analysiert. Aber natürlich funktioniert das alles nicht so“, so May.

Auf seinem letzten Konzert hat Hawkins Mercury gemimt

Taylor Hawkins war ein großer Queen-Jünger. So coverten die Foo Fighters regelmäßig Stücke der britischen Rockgruppe bei ihren Konzerten – auch während der letzten Show des Schlagzeugers mit den Foo Fighters auf dem „Lollapalooza Argentina“-Festival. Für eine Coverversion des Queen-Klassikers „Somebody To Love“ tauschten Hawkins und Dave Grohl sogar die Plätze.

May: „Sie wussten mehr über uns als wir selbst“

Ferner bezeichnete May Hawkins und den Foos-Gitarristen Pat Smear als leidenschaftlichste Queen-Fans überhaupt: „Sie wussten mehr über uns als wir selbst“, so der 74-jährige. Hawkins sei der „beste Publizist für Queen überhaupt“ gewesen, und weiter: „Er war so gut für unser Image! Er hat uns irgendwie als cool angesehen – was damals viele Leute nicht taten.“

Letzte Unterredung kurz vor Hawkins‘ Tod

Hawkins habe Queen sehr nahe gestanden und den Briten mehrfach in seinem Studio besucht. Erst kurz vor seinem Tode hätten sich die beiden ausgetauscht, so May: „In meinem Leben unterhielt ich mich oft mit ihm. Ich habe erst vor einer Woche mit ihm gesprochen, als wir ihn verloren haben. Wir redeten über alles Mögliche, über Dave, darüber, wie das Leben so ist, über seine Freuden, Frustrationen und darüber, bei den Foo Fighters zu sein.“

Brian May und Taylor Hawkins im Jahre 2010

Rick Smee Redferns