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Brian May: Freddie Mercury verstand das Geheimnis „körperlicher Chemie“


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Im vergangenen Monat veröffentlichten Queen gemeinsam mit Gastsänger Adam Lambert ihr erstes Live-Album „Live Around The World“, das auf dem ersten Platz der britischen Charts landete. Diese Nummer-Eins-Platzierung stellte für Lambert eine Premiere dar; Queen wiederum wurde diese Ehre bereits zum zehnten Mal zuteil. Nun äußerte sich Queen-Gitarrist Brian May in einem neuen Interview mit der Kevin O’Sullivan Show von TalkRADIO dazu, wie es sich im Vergleich dazu angefühlt hat, gemeinsam mit Freddie Mercury auf der Bühne zu stehen.

„Anspruchsvoll und immer unterhaltsam. Er war ein sehr unberechenbarer Typ, aber es war wunderbar, mit ihm zu arbeiten. Er hatte ein großes räumliches Vorstellungsvermögen, und das ist etwas sehr Wichtiges. Wenn man mit Menschen auf einer Bühne arbeitet, muss man musikalischen Kontakt haben, aber man braucht auch die Art von körperlicher Chemie – das Bewusstsein dafür, wo man sich befindet und wohin man seine Energie richtet. Freddie war dafür wunderbar, und wir haben uns von Anfang an einfach gut verstanden.“ Laut May hat sich Mercury stets weiterentwickelt – bis zu dem Punkt, an dem er sein volles Talent entfalten konnte. „Selbst von den Tagen an, als er noch ein Amateur war, hatte er diese unglaubliche Bühnenpräsenz, diese Verbindung, und er hatte diese beeindruckende Fähigkeit, die es ihm ermöglichte, sich bis zu dem Punkt zu bringen, an dem er sein Talent bestmöglich nutzte. Er hat wirklich an sich gearbeitet. Er war ein unglaublicher Selfmade-Man.“

Auf die Frage, was für ihn der Höhepunkt der Zeit mit Mercury war, sagte May: „Nun, da muss man schon Live Aid sagen. Und es war so merkwürdig, das für den Film [‚Bohemian Rhapsody‚] neulich noch einmal zu erleben. Sie haben ihn so unglaublich originalgetreu nachgestellt, und am Set dabei zu sein, war wirklich ein Gänsehaut-Moment; es hat alles zurückgebracht. Und damals wussten wir noch nicht, was für eine epochale Sache es wirklich war. Wir kamen von der Bühne und dachten: ‚Nun, das lief doch ganz gut. Aber wir wussten nicht, dass es einen so bleibenden Eindruck durch den Äther gemacht hatte. Weil, es lebt irgendwie weiter, nicht wahr?“

Freddie Mercury – der frühere Frontmann der britischen Rockband Queen – wurde im Jahr 1987 mit AIDS diagnostiziert und starb im November 1991. Das Biopic über Mercury und Queen „Bohemian Rhapsody“ erschien im Jahr 2018 und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres. Seit 2012 tourt Queen mit dem Gastsänger Adam Lambert, der als Teilnehmer der Casting-Show „American Idol“ bekannt wurde. Im vergangenen Monat veröffentlichten sie ihr erstes gemeinsames Album „Live Around The World“.


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