Darum gab Robert Plant „Immigrant Song“ für „School of Rock“ frei


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Robert Plant hat kürzlich darüber gesprochen, wieso er die Verwendung von Led Zeppelins „Immigrant Song“ (1970) in der berüchtigten Komödie „School of Rock“ (2003) mit Tenacious-D-Sänger Jack Black in der Hauptrolle zugelassen hat. Songs seiner ehemaligen Band sind eigentlich kaum in Filmen zu hören.

Led Zeppelin trennten sich 1980 nach dem Tod von Schlagzeuger John Bonham. Seitdem haben sie sich mehrmals wieder zusammengefunden, zuletzt 2007, allerdings nur für einmalige Auftritte. Bei seinen Solo-Shows spielt Plant häufig Led-Zeppelin-Songs. Erst vergangenes Jahr erklärte er jedoch, dass ihn die Idee, die Gruppe wieder zusammenzubringen, nicht sonderlich befriedigen würde.

„Jack Black hat daraus ein großartiges Festmahl gemacht“

Als er in einem neuen Interview mit „Vulture“ gefragt wurde, warum er der Verwendung des Songs in dem von Richard Linklater inszenierten Film zugestimmt habe, erklärte Plant samt cleverer Song-Referenz: „Meine Antwort ist: Warum nicht? Unsere Songs kommen nicht aus Walhall. Das ist auch nicht das Ziel gewesen. Ich mag die Idee, den Hammer auch mal in eine andere Zeit zu bringen.“

Plant weiter: „Jack Black hat daraus ein großartiges Festmahl gemacht.“ Er fügte hinzu, dass „Immigrant Song“ trotz eines „Killer-Gitarrenriffs“ kein einfacher Song für Kinder sei. Er erklärte: „Jeder versteht ihn, ob jung oder alt. Es ist ein großartiges Stück. Nicht nur ein bisschen lächerlich, sondern wirklich lächerlich. Wenn man bedenkt, dass wir ihn über den Wolken geschrieben haben, als wir Island verließen – ein fantastisch inspirierender Auftritt und ein Abenteuer, über das es keine Bücher geben wird. Das an die Kinder weiterzugeben, ist wichtig. Schickt es nach oben, schickt es nach unten, schickt es einfach weiter. Macht einfach weiter, denn es gibt dabei keine Hierarchie.“ 2019 spielte Plant, nach über 24 Jahren, das Stück erneut live, hier geht es zum Video.

Der Sänger erklärte, dass die Erlaubnis, den Song für den Film zu verwenden, eine Angelegenheit war, die „sofort attraktiv“ erschien, und lobte Black: „Alle meine Enkelkinder konnten Jack Blacks Riffs spielen. Ich denke, es war genau das Richtige, mit ‚School of Rock‘ unseren Mythos für eine Weile auseinanderzunehmen. Denn es ist alles ein Mythos. Und das alles spielt keine Rolle. Ich habe den Film gesehen und finde ihn lustig.“

Led Zeppelin sind bekanntlich sehr wählerisch, was die Verwendung ihrer Musik in Film und Fernsehen angeht, weshalb die Aufnahme des Songs in „School of Rock“ besonders bemerkenswert war. Die DVD- und Blu-ray-Editionen von „School of Rock“ enthalten eine zusätzliche Szene, in der sich Black, während die Statist*innen aus der Menge jubeln, an die noch lebenden Mitglieder von Led Zeppelin – Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones – wendet und um Erlaubnis bittet, die Nummer verwenden zu dürfen.

Jack Black singt „Immigrant Song“

Der Track vom Album „Led Zeppelin III“ (1970) wurde in einer Szene des Films verwendet, in der Aushilfslehrer Dewey Finn (Jack Black) seine Schülerband nach dem „Battle of the Bands“ zurück zur Schule fährt. Dabei singt Black im Auto das Stück und lobt Summer (Miranda Cosgrove) für ihre Idee, die Schüler*innen als todkranke Kinder auszugeben, um an der ausgebuchten Veranstaltung teilnehmen zu können. Erst vergangenes Jahr sang Black das Stück während eines Benefiz-Events für einen Jugendlichen mit seltener Krankheit.

„Led Zeppelin III“, auf dem auch „Immigrant Song“ enthalten ist, gibt es hier zu hören: