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„Das Star Wars Archiv. 1999-2005“: Die Prequels waren misslungen – ihr Design aber nicht


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Es gibt drei „Star Wars“-Trilogien, und diejenige, die George Lucas zwischen 1999 und 2005 ins Kino brachte, gilt als die ungeliebte. Auch, weil um die Jahrtausendwende Masken und Modelle aus dem Kino verschwanden und digitale Effekte ihren Siegeszug antraten. Spezialeffekte wurden von visuellen Effekten abgelöst, die oft eher Gemälden glichen – eben nicht wie handgefertigt aussahen, was damals nur wie lieblos inszeniert wirkte, mittlerweile aber, so wie die Spektakel in vielen VFX-Filmen, Zuschauer schlicht ermüdet. Heute wünschen sich immer mehr Sci-Fi-Fans die Rückkehr der Puppen und Fliegermodelle, wie zuletzt in den 1980er-Jahren.

Schöner als das fertige Kino-Produkt

Zumindest mit dem Vorurteil, die Filme „Die dunkle Bedrohung“, „Angriff der Klonkrieger“ und „Die Rache der Sith“ wären aufgrund ihrer CGI-Monster und per Computer erzeugten Prachtbauten seelenlos, räumt Paul Duncin in seinem zweiten „Star Wars“-Bildband auf. Denn eines hat sich in all den Jahrzehnten, in denen uns das Phantastische Kino verzaubert, nicht geändert. Die Vorarbeit für dieses Kino. Für Storyboards, Raumschiff-Designs und die Erschaffung  künstlicher Wesen bedarf es noch immer Blatt und Papier, und sie sind hier noch schöner als das fertige Kino-Produkt. Unabhängig davon, dass auch in der „Star Wars“-Welt zwischen 1999 und 2005 noch etliche Modelle dort zum Einsatz kamen, wo man es nicht vermutet hat – zum Beispiel in den Skylines Coruscants.

Behind-The-Scenes-Fotos verraten, dass die Schauspieler-Truppe zumindest bei Episode eins noch bedingungslos an den Erfolg der Sache glaubte. Samuel L. „Mace Windu“ Jackson liebt Laserschwerter, so, wie Ewan „Obi-Wan“ McGregor auch, nur Liam „Qui-Gon Jinn“ Neeson stand schon ins Gesicht geschrieben, dass Green Screens nicht so ganz seine Sache sind. Die Prequel-Trilogie war nicht gut – liebevoll erdacht aber war sie aber schon, und genau das zeigt dieses Coffee-Table-Book.

Ein neues Interview mit George Lucas sowie Informationen über die „Special Editions“ von 1997 runden dieses zweite „Star Wars Archiv“ ab. Die „Special Edition“-Aufbereitung der Klassiker von 1977-1983 offenbarte bereits, dass Digitaleffekte Fluch und Segen für das Genre sein würden.

Das Star Wars Archiv. 1999–2005
Paul Duncan
Hardcover, Halbleinen, 41,1 x 30 cm, 6,88 kg, 600 Seiten
150 Euro
taschen.com

Jennifer Patrick


Test und Verlosung: „Star Wars The Black Series“: The Mandalorian – Elektronischer Helm

Darth Vaders Helm wird immer der populärste der „Star Wars“-Saga bleiben. Aber derjenige Boba Fetts kommt an zweiter Stelle. Boba Fetts Helm? Der des Mandalorian! Boba Fett war ja auch Mandalorianer. Nun gibt es ein neues Rollenspielprodukt, das der Kopfgeldjäger-Truppe Tribut zollt – hier dem Modell, das den Kopf der „Mandalorian“-Hauptfigur Din Djarin alias Mando (Pedro Pascal) ziert. Test: Wer sich in der zweiten „Mandalorian“-Staffel an den Auftritt von Cobb Vanth (Timothy Olyphant) erinnert, dem fiel auf, dass sein Kopf etwas zu groß war für jenen Mandalorian-Helm, den er an sich gerissen hatte. Beim „The Black Series The Mandalorian Elektronischer…
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