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Die Rückkehr des Bobby Womack als „The Bravest Man Of The Universe“

Bobby Womack spielte Gitarre mit Sam Cooke, schrieb den ersten Nummer-1-Hit für die Rolling Stones, ist Mitglied in der Rock and Roll Hall of Fame und hat mit Sly Stone beachtliche Mengen an Drogen konsumiert. Dennoch war er ein wenig nervös, als er ein paar Engländer mittleren Alters treffen sollte. „Ich wollte sie beeindrucken“, sagt Womack, 68. Dabei sitzt er in seinem Wohnzimmer in Los Angeles vor einer Wand mit goldenen Schallplatten und Fotos, auf denen er neben Leuten wie Stevie Wonder und Rod Stewart steht. „Ich wollte ihnen zeigen, dass ich noch nicht zum alten Eisen gehöre.“

Bobby Womack – Please forgive my heart by thiagoney

Bei den besagten „Engländer mittleren Alters“ handelte es sich in diesem Fall um Gorillaz- und Blur-Frontmann Damon Albarn und Richard Russell, seines Zeichens Chef von XL Recordings. Die beiden sind die Co-Produzenten von „The Bravest Man In The Universe“ – Womacks erstes richtiges Soloalbum seit 18 Jahren und das Kernstück der Comeback-Kampagne der R&B-Legende. Der Grundstein für diese recht unerwartete LP wurde 2010 gelegt, als Albarn Womack für das Gorillaz-Album „Plastic Beach“ rekrutierte. „Ich hatte noch nie von irgendwelchen Gorillaz gehört“, erinnert sich Womack. „Die einzigen Gorillas, die ich kannte waren die Monkees. Damon erklärte mir dann: ‚Jedes unserer Alben wurde millionenfach verkauft.'“

Womack sang im Song „Stylo“ und in „Cloud Of Unknowing“ und ging mit den Gorillaz auf Tour (lesen Sie hier unseren Nachbericht zum Gorillaz-Auftritt beim Roskilde) – da all das sehr gut funktionierte, entschlossen sich Albarn und Womack, zusammen ein Album anzugehen. Russell holten sie im vergangen Sommer an Bord. „Wir machten uns keine Gedanken über Verträge und Label“, sagt Womack. „Wir kümmerten uns um die Musik und überließen das unseren Managern und Anwälten.“

Der Großteil der Aufnahmen erfolgte dann im vergangenen Herbst in Albarns „Studio 13“ in West London. „Es ist wie ein kleines Haus“, sagt Womack. „Sie haben Betten und Duschen – man muss gar nicht mehr rausgehen.“ Er und Albarn schrieben die meisten Songs zusammen – auf einigen singt Albarn auch. „Ich wusste, dass er es ernst meint, weil er viele dieser Songs eigentlich für ein neues Gorillaz-Album geschrieben hatte“, ergänzt Womack. „Er sagte zu mir: ‚Ich gebe dir alles, was ich habe und noch mehr.'“

Der Titelsong ist eine Anti-Kriegs-Tirade gegen die „motherfuckers who messed the country up“ (in Womacks Worten), während das angenehm melancholische „Dayglo Reflection“ Lana Del Rey featured. „Sie ist schön – das hat meine Aufmerksamkeit erregt.“

Womack hat kürzlich Darmkrebs diagnostiziert bekommen, seine Prognose ist jedoch optimistisch. „Man kann mich nicht bremsen“, sagte er. „Ich mach diesen Scheiß seit 60 Jahren und ich liebe es immer noch!“


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