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Diese 5 Fakten wollten Sie schon immer über Die Fantastischen Vier wissen

Bevor Die Fantastischen Vier am 7. Juli 1989 zum ersten Mal auf einem Stapel Europaletten standen und ihre Tracks zum Besten gaben, rumorten sie bereits als Terminal Team im Stuttgarter Untergrund. 2019 feiern die Pioniere des deutschen Hip-Hop ihr 30. Jubiläum. Folgende 5 Fakten sollten Sie wissen.

1. Die da!?!

Als Smudo, Hausmarke, Thomas D und And.Ypsilon noch als junge Hüpfer durch Stuttgart hopsten, war der heute so allgegenwärtige Deutschrap noch nicht so wirklich vorhanden. Zwar gab es die ein oder andere Formation, die sich dem deutschen Sprechgesang widmeten – Die Fantastischen Vier waren nicht die Ersten – doch es brauchte die vier Jungs aus Baden-Württemberg, um mit deutschem Rap ordentlich Staub aufzuwirbeln.

Der 1992 veröffentlichte Track „Die Da!?!“ war nicht nur die erste Gelegenheit, zu der es Deutschrap in die Charts schaffte, auch war „Die Da!?!“ wegweisend und ebnend für alle Formationen, die sich den deutschsprachigen Texten hingeben und nach den Fantastischen Vier kommen sollten.

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2. Die Kinderschuhe der Europaletten-Revolution

Das Universum der Europalette umfasst: Eigenhändig gezimmerte Palettenbetten, ganze Einrichtungen in hippen Cafés, maßgeschneiderte Bänke für den Zwei-Quadratmeter-Balkon. Funktionaler, anpassungsfähiger geht es wohl nur schwer. Auch die Fanta 4 zogen im Laufe ihrer Karriere Nutzen aus den zusammengenagelten Holzbrettern. Tatsächlich schusterte eine gute Seele einige Europaletten zusammen, damit Smudo & Co. ihren ersten Auftritt liefern konnten. Und diese selbstgebaute Bühne befand sich dazu in einem einstigen Kindergarten.

Hoffentlich hat Smudo auch die Palettenbühne abgeknipst.
Hoffentlich hat Smudo auch die Palettenbühne abgeknipst.

3. Track 14

Nicht in den Charts vorhanden will nicht heißen, nonexistent. Zwar war deutscher Hip-Hop noch nicht popularisiert, aber die zugehörige Szene existierte durchaus. Aus Scratchen wurde dann Kratzen, aus Rap wurde Sprechgesang. Und dann kam der erste deutsche Hip-Hop-Sampler mit dem Namen „Krauts with Attitude“. Man sagt der Compilation nach, dass sie die Hip-Hop-Szene zu Beginn der 90er-Jahre charakterisiert und die damals vorhandenen Gruppen, die damalige Hip-Hop-Welt ziemlich repräsentativ widerspiegelt.

Natürlich haben auch Die Fantastischen Vier einen Platz in der Compilation: „Jetzt geht’s ab“ vom 1991 erschienenen Debüt hört der ausgestattete Sammler wenn er zu Position 14 skippt.

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4. „Den Wecker erstmal ausdrehn“

Wer kennt es nicht: Morgens klingelt der Wecker, aber die Snooze-Taste ist viel zu verlockend, um wirklich beim ersten Glockenschlag aus der Heia zu erwachen. Doch selten wird daraus ein Künstlername, der so Bestand hat, dass sich niemand dem wahren Namen bewusst zu sein scheint. Michael Bernd Schmidt kämpfte morgens vor der Schule ebenfalls mit nerv- und traumtötenden Weckern, gab nach, verdiente sich wohl durch morgendliche Eile den Spitznamen Schmuddel. Aus Schmuddel wurde irgendwann Smudo, als Smudo wurde er berühmt und berüchtigt.

Smudo auf dem Waidsee Festival, 2017.
Smudo auf dem Waidsee Festival, 2017.

5. Großstadt

Auf ihrem Debüt findet sich auch ein Song, der sich „Großstadt“ nennt. „Das ist wo jeder was losmacht“, beschreiben die Fanta 4. Die Gruppe kommt ursprünglich aus Stuttgart, doch Großstädte, die Schnelligkeit, die Oberflächlichkeit können auch schnell kaputt machen. Thomas D hat sich deshalb vor Jahren auf’s Land zurückgezogen und hausiert dort in seinem Tempel, genießt die Natur und empfängt hin und wieder Gäste.

Veganer ist er, für Umwelt und Naturschutz setzt Thomas D sich ein. Unter anderem mit seinem Song „Gebet an den Planet“.

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Friedemann Vogel Getty Images
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So fett feiern die Fantastischen Vier ihr 30. Band-Jubiläum auf Schloss Solitude

Nach der offiziellen Geschichts-Schreibung spielen die Fantastischen Vier am 7. Juli 1989 ihre erste Show auf einem Stapel Euro-Paletten in einem ehemaligen Kindergarten. Zwar sind Michael „Smudo“ Schmidt, Michael „Hausmarke“ Beck, Thomas D und And.Ypsilon bereits vorher musikalisch in Erscheinung getreten. Allerdings unter dem Bandnamen The Terminal Team; mit humorigen Reimen und holprigen Scratches vom Plattendeck. Somit ist der 30. Jahrestag des „legendären“ Jugendheim-Gigs in Stuttgart-Wangen Grund genug auf der Anhöhe vom Schloss Solitude eine standesgemäße Sause steigen zu lassen. Relaxt familiär mit rund 150 MitstreiterInnen und Musik- und Plattenlabel-Kumpels; ohne RTL2-Promis und „Brisant“-Kameras. Dafür mit einem halb-ironischen Aufruf zum…
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