Doku mit unbekannten Bildern von David Bowie ist in Arbeit


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Brett Morgen arbeitet an einer Dokumentation über David Bowie, die auf Tausenden Stunden unveröffentlichten Konzertmaterials des verstorbenen Musikers basiert. Bekannt geworden ist der Regisseur durch collagenhafte Dokumentarfilme wie „The Rolling Stones – Crossfire Hurricanes“, „Cobain: Montage of Heck“ und „Jane“.

„Weder Dokumentarfilm noch Biografie, sondern ein immersives Filmerlebnis“

Ein Titel oder Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt, detaillierte Informationen werden noch unter Verschluss gehalten. Das Branchenblatt „Variety“ zitiert allerdings eine Quelle, die den Film umschreibt: „weder Dokumentarfilm noch Biografie, sondern ein immersives Filmerlebnis“. Wenn man die Filmografie von Morgen betrachtet, ist das durchaus folgerichtig: Sein Cobain-Film nutzte Home-Footage und Animationen der Kunst des Musikers.

Unterstützung durch Bowies Witwe Iman denkbar

Bowies Witwe Iman Abdulmajid hat lange Zeit Genehmigungsanträge für ein klassisches Biopic abgelehnt. „Wir fragen uns immer: ‚Würde er es machen?‘ Er würde es nicht tun“, sagte sie kürzlich gegenüber „Variety“. Trotzdem oder gerade deshalb ist es gut möglich, dass der Film von Brett Morgen in Anbetracht seiner unkonventionellen Herangehensweise von Iman und Bowies Nachlass unterstützt wird.

Brett Morgan wird den Film fast alleine stemmen – fast

Der US-amerikanische Dokumentarfilmer wird nicht nur Regie führen, sondern auch das Drehbuch schreiben, den Film produzieren und den Schnitt verantworten. Zudem weiß er einen renommierten Filmstab hinter sich: Der langjährige Bowie-Produzent Tony Visconti ist als Musikproduzent aufgeführt, das Tonteam war vorher schon für den Oscar-prämierten Film „Bohemian Rhapsody“ tätig.

Morgens letztes Werk war die Dokumentation „Jane“. Sie porträtiert die Primatenforscherin Jane Goodall, die Langzeitstudien durchführte und dabei zu dem Schluss kam, dass Schimpansen soziale und intelligente Tiere sind. Der National-Geographic-Film wurde mit dem „Primetime Emmy“ ausgezeichnet. Davor erschien im Jahre 2015 nach achtjähriger Produktionszeit mit „Montage of Heck“ die einzige Doku über Kurt Cobain, die in Zusammenarbeit mit seiner Familie entstanden ist.