Search Toggle menu

EM-„Hymnen“ im Test: Olli Schulz – „Spielerfrau“

Mit dem Song „Spielerfrau“ hat sich Olli Schulz wieder einem der großartigen kleinen Momente des Lebens gewidmet. Das Lied knüpft an die kurzen Einblendungen an, zum Beispiel bevor die zweite Halbzeit angepfiffen wird. Neben Präsidenten und Gas-Oligarchen werden in diesen Übergangsphasen auch gerne Spielerfrauen auf der Tribüne gezeigt, wobei man sich dann immer fragt, was so eine Spielerfrau eigentlich denkt. Und überhaupt – wie wird man eigentlich Spielerfrau? Und warum war Frau Strunz plötzlich mit Herrn Effenberg zusammen, was lief damals zwischen der Lell-Verlobten und Ballack? Und dann wird endlich die zweite Halbzeit angepfiffen…

Olli Schulz löst zumindest einige dieser Unwägbarkeiten in Wohlgefallen auf und skizziert in seinem liebevoll-nachdenklichen Duktus den Spielerfrauen-Werdegang aus Sicht eines fussballerisch untalentierten Verehrers. Das Video ist leider in die Kategorie „wir hatten am Set alle superviel Spaß“ einzuordnen und wird deshalb dem komisch-melancholischen Song nicht gerecht.

Insgesamt: ***


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
Weiterlesen
Zur Startseite