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Gedenkfeier für Lou Reed in New York: Fotos, Videos und Nachbericht

David Chiu vom US-ROLLING-STONE war bei der Gedenkfeier für Lou Reed in New York vor Ort. Im Lincoln Center wurde am Donnerstag, 14. November, für drei Stunden am Nachmittag des Sängers gedacht, der am 27. Oktober im Alter von 71 Jahren an einer Lebererkrankung starb.

„Offen für jedermann – keine Reden, keine Live-Auftritte, nur Lous Stimme, Gitarrenmusik und die Songs, die von seiner Familie und Freunden ausgesucht werden“. So wurde die Gedenkfeier auf Reeds Facebook-Seite angekündigt.

Und so war es dann auch: Mehrere Lautsprecher ließen die Songs des Musiker quer über den ganzen Platz ertönen, und es wurde bisweilen eine ziemlich laute Angelegenheit. Eine E-Gitarre und Schlagzeug-Klänge wie Donnerhall leiteten die dreistündige Feier ein, als der Titelsong zu „The Blue Mask“ (1982) gespielt wurde.

Die Playlist umfasste Reeds Musik-Karriere der vergangenen 45 Jahre, Velvet-Underground-Songs und Stücke der Solo-Ära. „Sally Can’t Dance,“ „Femme Fatale,“ „Heroin,“ „I’m Waiting for the Man,“ „Waves of Fear,“ „Sunday Morning,“ „I Love You, Suzanne,“ „Pale Blue Eyes,“ „Dirty Blvd.“ und „Sweet Jane“ sind nur einige der Songs, die an diesem Tag aus den Boxen schallten.

Höhepunkt war das Noise-Epos „Sister Ray“, dem das berührende „Think It Over“ folgte. Das Ende der Party wurde durch „Walk On The Wild Side“, „All Tomorrow’s Parties“ und „Set The Twilight Reeling“ besiegelt – Schluss-Stück wurde jedoch eine gehörige Portion Krach: „Metal Machine Music“. Was für ein Abgang!

Lou Reeds Witwe Laurie Anderson war während der gesamten Gedenkfeier präsent und unterhielt sich mit den Gästen. Den Fotos nach zu urteilen blickte sie zuversichtlich in die Zukunft. Unter den Gästen befand sich auch der Künstler Julian Schnabel. Das Publikum war eine Mischung aus jung und alt, man saß, stand, tanzte, applaudierte nach jedem Song.

Es gab keine Schilder, Banner oder gar Fotos von Lou Reed zu sehen. Eigentlich wirkte die Veranstaltung gar nicht wie eine Gedenkfeier – es ging darum, die Musik Lou Reeds für sich selbst sprechen zu lassen.



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