Golden Globes 2020: Netflix bleibt hinter allen Erwartungen zurück


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Die 77. Verleihung der Golden Globes in Los Angeles kannte gleich mehrere deutliche Gewinner: „1917“, das Weltkriegsdrama von Sam Mendes etwa – oder „Once Upon A Time In Hollywood“ von Quentin Tarantino.

Auch „Rocketman“, das Biopic über Elton John, räumte ab. Bei den besten TV-Serien konnten sich die Produzenten von „Chernobyl“, „Fleabag“ und „Succession“ feiern lassen. Doch ganz Hollywood schaute an diesem Abend auch auf die Verteilung der Preise. Würde Netflix der erste große Abend gelingen, bei dem alle anderen (konservativen) Studios ausgestochen werden?

Netflix: Golden Globes für „Marriage Story“ und „The Crown“

Die Antwort ist ein deutliches NEIN. Zählt man die Preise für Kinofilme und TV-Serien zusammen, gab es lediglich zwei Trophäen für den Streaming-Gigant, der es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht hat, bei den großen Filmpreisen und Festivals dominieren zu wollen. Nun gab es einen Globe für „Marriage Story“ (Laura Dern, „Beste Nebendarstellerin“) und einen für „The Crown“ (Olivia Colman, „Beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie“).

Verteilt man die „Siege“ der Serie und Filme auf einzelne Studios, dann triumphierten an diesem Abend eindeutig HBO und Sony. HBO holte mit „Chernobyl“ und „Succession“ vier Preise. Sony Pictures folgte war mit drei Golden Globes für Quentin Tarantinos „Once Upon A Time In Hollywood“ (es ist auch der einzige Film, der drei Preise holen konnte).

Paramount Pictures, Universal Pictures und Warner Bros. Pictures erhielten jeweils zwei Globes, die Streamer Amazon Prime, Hulu und eben Netflix bekamen jeweils zwei Auszeichnungen.