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Neunte Kunst

Graphic Novel „Bowie“: Pop-Art-Abenteuerfahrt


von

Das Arsenal an ins kollektive Gedächtnis eingeflossenen Bildeindrücken dürfte bei David Bowie so groß sein wie bei keinem anderen Rockmusiker. Schon deshalb ist eine Biographie in Form eines Comics eine Herausforderung.

 

Der „Madman“-Zeichner Michael Allred bewältigt die Aufgabe gemeinsam mit Autor Steve Horton glänzend, weil er sich gar nicht erst an einer graphischen Interpretation versucht, sondern mit den ihm typischen Mitteln der Pop-Art und einem delikaten Fotorealismus Bowies Transformation zu Ziggy Stardust (und bewusst nicht mehr) als wilde Abenteuerfahrt durch die Populärkultur der 60er und 70er darstellt.

 

„Bowie“ – exklusiver Comic-Ausschnitt

Alle Bilder: Cross Cult


Die besten Doppel-Alben aller Zeiten: Can – „Tago Mago“

„One-eyed soul, mushroom head. One-eyed soul, mushroom head. I was born. And I was dead.“ Die Improvisationen der Kölner Band klangen anders als die endlosen, gitarrenbasierten Jams von amerikanischen Psychedelic-Rockern wie The Grateful Dead oder Quicksilver Messenger Service. Can spielten weniger Töne, hatten nie Ambitionen, ihre Virtuosität zur Schau zu stellen. Dafür entfachten sie ein unberechenbares Brodeln, einen eigenwilligen Funk voller irrlichternder Sounds. Voodoo-Rhythmen, Free-Jazz-Praktiken und eine gute Portion Psycho-Performance verschmolzen mit profunden Kenntnissen der zeitgenössischen Neuen Musik. https://www.youtube.com/watch?v=4Up6Mw5SxJM Im über 17-minütigen „Aumgn“ ist der Einfluss von Karlheinz Stockhausen, bei dem Irmin Schmidt und Holger Czukay in Köln Komposition und Musik…
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