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Guns N‘ Roses live in München: Review, Fotos, Videos, Setlist


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67.000 Zuschauer, das schaffen nicht mehr viele Rockbands. Mehr als zweieinhalb Stunden Show – darüber lacht Bruce Springsteen nur, zumal Axl Rose schon deutlich mehr Verschnaufpausen braucht. Dafür singt er die meiste Zeit viel besser, als ihm oft zugestanden wird. Hin und wieder wird er etwas schrill, aber bei der Zugabe gelingt ihm sogar „Black Hole Sun“, ohne dass Chris Cornell im Himmel zusammenzucken muss.

Beim Auftaktsong „It’s So Easy“ wirkt Axl, als würde er gleich explodieren, aber schon bei „Mr. Brownstone“ hat er sich gefangen, und ohne Sonnenbrille und Hut sieht er immer noch aus wie Axl Rose: Die Augen flackern hellwach, fast paranoid, in ihnen ist kein Alter zu erkennen. Und dass er mit 55 bei „Welcome To The Jungle“ die Hüften nicht mehr so schlangenhaft bewegt wie vor 25 Jahren: geschenkt. Wir sind hier nicht bei einer Fitness-Veranstaltung, sondern wollen Musik hören. Und eins spricht für Guns N’Roses: die Songs. Zwei Dutzend große bis grandiose Songs.

>>> November Fail: Axl blamiert sich bei „November Rain“

Darunter „Coma“: In zehn Minuten erzählt es alles über Selbstmord und Nahtoderfahrung, Lebensmüdigkeit und Lebenswillen. „Yesterdays got nothin‘ for me/ Old pictures that I’ll always see/ Some things could be better/ If we’d all just let them be“, singt Rose dann in „Yesterdays“ – aber seine Band kann er damit nicht meinen.

Birgit Fuß

Dies ist ein Auszug aus der Konzert-Rezension. Die vollständige Review lesen Sie in der Juli-Ausgabe des ROLLING STONE (ab 29. Juni im Handel).

Setlist:

It’s So Easy
Mr. Brownstone
Chinese Democracy
Welcome to the Jungle
Double Talkin‘ Jive
Better
Estranged
Live and Let Die
Rocket Queen
You Could Be Mine
New Rose
This I Love
Civil War
Yesterdays
Coma
Johnny B. Goode
Speak Softly Love (Love Theme From The Godfather)
Sweet Child O‘ Mine
Out Ta Get Me
Wish You Were Here
November Rain
Knockin‘ on Heaven’s Door
Nightrain



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