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HALLO, BOB! GOODBYE, JOHN!


von

01 JIMMY WEBB: „P.F. Sloan“, 1970

Auf seinem formidablen Debüt, „Words And Music“, zollte Webb seinem Songwriterkollegen P. F. Sloan Anerkennung. Dessen Protestsong „Eve Of Destruction“ war 1965, in der Version von Barry McGuire, zu einem weltwei- ten Hit avanciert. Wrecking-Crew-Mitglied Sloan, damals gerade 20 Jahre alt, hatte darauf selbst Gitarre und Mundharmonika gespielt.

02 LEONARD COHEN: „Chelsea Hotel #2“, 1974

Cohens kurze Affäre mit Janis Joplin im Jahr 1968 begann mit einer zufälligen Begegnung im Fahrstuhl des berühmten New Yorker Chelsea Hotels. Der Chronist dokumentierte den weiteren Hergang und gefiel sich dabei als Underdog: „You told me again/ You preferred handsome men/ But for me you would make an exception.“

03 BOB DYLAN: „Song To Woody“, 1962

Der junge Dylan machte regelmäßig Krankenbesuche bei seinem Idol Woody Guthrie, der, gezeichnet von einem Nervenleiden, seine eigenen Songs nicht mehr spielen konnte. Dylan wurde zur Guthrie-Jukebox und ergänzte das Repertoire um diese Hommage.

04 CAT POWER: „Song To Bobby“, 2008

Chan Marshall coverte Dylan nicht nur mehrfach, sondern widmete ihm auch ein Lied, in dem die Verehrung gar romantische Züge annahm.

05 DAVID BOWIE: „Song To Bob Dylan“, 1971

„Oh, hear this Robert Zimmerman/ I wrote a song for you/ About a strange young man called Dylan/ With a voice like sand and glue.“ Keine klassische Ode, sondern die kühne Verkündung, den Rock’n’Roll an all die Orte bringen zu wollen, die auf Dylans Landkarte fehlten.

06 JOHN CALE: „Mr. Wilson“, 1975

John Cale fühlte sich zwar von Brian Wilsons Schaffen inspiriert, gestand sich aber ein, dass dieser letztlich unerreichbar war: „And you know it’s true/ That Wales is not like Californ-i-a in any way/ And every time I hear your music/ You’re still thousands of miles away.“

07 QUEEN: „Life Is Real (Song For Lennon)“, 1982

Selbst wenn man weder den Songtitel noch die surrealistischen Lyrics kennen würde, wäre die von Freddie Mercury komponierte Hommage an den zwei Jahre zuvor ermordeten Beatle musikalisch offensichtlich.

08 THE REPLACEMENTS: „Alex Chilton“, 1987

Die Alternative-Rock-Pioniere würdigten auf „Pleased To Meet Me“ ihren Kollegen Alex Chilton (Big Star, The Box Tops), der im Gegenzug auf dem Albumtrack „Can’t Hardly Wait“ Gitarre spielte.

09 JONATHAN RICHMAN: „Velvet Underground“, 1992

Auf seinem essenziellen Werk „I, Jonathan“ huldigte Richman jener Band, die er als Teenager fast schon obsessiv verehrte: „They were wild like the USA/ A mystery band in a New York way/ Rock and roll, but not like the rest/ And to me, America at its best/ How in the world were they making that sound?/ Velvet Underground.“

10 LOUDON WAINWRIGHT III: „Talking New Bob Dylan“, 1992

Zu Bob Dylans 50. Geburtstag schenkte Loudon Wainwright III ihm einen Song: „Yeah, I got a deal/ And so did John Prine, Steve Forbert and Springsteen, all in a line/ They were lookin’ for you, signin’ up others/ We were ‚new Bob Dylans‘/ Your dumb-ass kid brothers.“

 

Text und Inhalt der Playlists wurden aus der aktuellen April-Ausgabe des Rolling Stone entnommen. 


SINGEND, SCHWINGEND, KONTROVERS

Spotify Hier geht es direkt zu der in-App Playlist Apple Music Hier geht es direkt zu der in-App Playlist Deezer Hier geht es direkt zu der in-App Playlist Amazon Music Hier geht es direkt zu der in-App Playlist 01 JACO PASTORIUS: „Kuru/Speak Like A Child“, 1976 Er war nicht nur der coolste und aufregendste Bassist der 70er-Jahre, er hat auch den Fretless Bass zum populären Instrument gemacht. Jaco Pastorius wurde vor allem in der Jazz-Band Weather Report bekannt, auf seinem Solodebüt spielt er, wie in diesem Stück, mit Herbie Hancock. 02 JONI MITCHELL: „Hejira“, 1976 Und auch auf Joni Mitchells Album „Hejira“…
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