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Heute vor 70 Jahren

Happy Birthday, Debbie Harry!

Debbie Harry ist am Mittwoch (01. Juli) 70 Jahre alt geworden. Die Punk-Ikone, die mit Blondie ihre größten Erfolge in den frühen 80er-Jahren feierte, blickt längst auf ein bewegtes Leben zurück.

In einem Interview, das die Musikerin dem ROLLING STONE im Jahr 2011 zur Veröffentlichung  ihrer damaligen Comeback-Platte „Panic Of Girls“ gab (die übrigens exklusiv dem ROLLING STONE beigelegt war), sprach sie u.a. über das Wesen von Blondie und darüber, wie es ist, eine Kultfigur zu sein.

Debbie Harry, was freut Sie an dem neuen Blondie-Album am meisten?
Mich freut vor allem, dass wir jetzt endlich neue Musik haben. Es ist mir sehr wichtig, weiter zu gehen und nicht nur das Alte zu wiederholen.

Was ist denn das Neue an „Panic Of Girls“?
Ich höre nichts grundsätzlich Neues, aber ich höre, wie sich die einzelnen Mitglieder mit ihrem Stil einbringen. In diesem Sinn haben Blondie immer Crossover-Musik gemacht – schon damals, als wir uns als Punkband mit Synthesizern auseinandersetzten.

Auf der neuen Platte singen Sie ein Lied auf französisch, das ist ungewöhnlich.
Das war Chris‘ Idee (Chris Stein, Gitarrist und Songschreiber von Blondie). Er hatte Gainsbourg im Kopf und setzte sich mit seinem Kumpel Gilles Roberilles zusammen, um den Song zu schreiben. Der Text ist also richtiges Französisch, auch wenn meine Aussprache ein bisschen holpert.

Auch mit Zach Condon von Beirut haben Sie zusammengearbeitet.
Ich sah ihn mit seiner Band in Austin und fand sie irrsinnig gut. Chris und ich besuchten Zach später bei einer Show in New Jersey – da hatte Chris schon seine Reggae-Version von „Sunday Smile“ aufgenommen. Wir haben ihn dann ins Studio eingeladen; jetzt ist er bei einigen Songs dabei.

Warum hat es acht Jahre gedauert, ein neues Blondie-Album zu produzieren?
Wir hätten gern schon eher eines veröffentlicht, aber ich habe ein Soloalbum gemacht und Chris zieht seine zwei kleinen Kinder groß. Auch der Zusammenbruch der Plattenfirmen in den USA hat uns direkt betroffen. Weil wir eine classic band sind, bekamen wir nur noch Angebote für Wiederveröffentlichungen unseres alten Repertoires, woran wir natürlich kein großes Interesse hatten. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir neue Musik auf den Markt bringen konnten. Das ganze Business hat sich enorm verändert; man muss neue Wege gehen. Gerade die jungen Bands sind sehr auf sich selbst gestellt.



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