Heute wäre Orson Welles 100 Jahre alt geworden

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Heute wäre Orson Welles 100 Jahre alt geworden

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Orson Welles schrieb schon mit seinem beeindruckenden Debütfilm „Citizen Kane“ Kinogeschichte. Noch heute wird er von vielen als bester Film aller Zeiten verehrt.

An diesem Mittwoch wäre der Filmemacher 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erinnern wir an eines seiner Meisterwerke:

Im Zeichen des Bösen (USA, 1958)

Welles letztes Meisterwerk, bevor er sich endgültig im genialischen, abseitigen Chaos aus Kafka und Shakespeare verlor. Zuerst nur als Darsteller des dämonischen Sheriffs engagiert, wurde ihm auf Drängen von Charlton Heston auch die Regie übertragen. Die Auftragsarbeit nutzte er zu einem Abgesang auf den Film noir, um noch mal mit allen Regeln Hollywoods zu brechen. So finster, morbide und eigenwillig waren nach 1958 allenfalls noch Hitchcocks Filme. Brillant ist schon die Anfangssequenz mit einem Bombenattentat, die in einem Kameraschwenk alle Hauptfiguren einführt, visionär ist die Rasanz der Bildmontage. „Touch Of Evil“ wurde verkannt, brutal auf 93 Minuten gekürzt und zum Flop. Die DVD des Films enthält mit 106 Minuten eine wiederentdeckte und restaurierte Fassung, obwohl mit 111 Minuten auch eine Art Director’s Cut existiert.

Von Oliver Hüttmann – ROLLING STONE 12/2003

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