„Im Westen Nichts Neues“: Netflix veröffentlicht ersten Trailer


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Netflix hat den ersten Teaser zur Neuverfilmung von „Im Westen Nichts Neues“ veröffentlicht. Die Romanvorlage von Erich Maria Remarque aus dem Jahr 1928 ist eines der berühmtesten Antikriegsbücher. Die Produktion von Regisseur Edward Berger ist bereits die dritte Verfilmung des Buches – aber die erste aus Deutschland.

Remarque erzählt im Roman anhand des jungen Soldaten Paul Bäumer und seiner Kameraden die Tragik der  „verlorenen Generation“ des Ersten Weltkriegs. Die Hauptrolle spielt Felix Kammerer, der bisher vor allem als Theaterschauspieler in Erscheinung trat. In weiteren Rollen sind unter anderem Daniel Brühl und Matthias Erzberger zu sehen. Der Trailer zitiert die berühmte Einleitung des Romans: „Dies ist weder eine Anklage noch ein Bekenntnis. Es ist ein Bericht über eine Generation, die vom Krieg zerstört wurde, auch wenn sie seinen Granaten entkam.“

Der Film wird bei den Oscars 2023 für den besten ausländischen Film antreten. „Erich Maria Remarque hat vor fast 100 Jahren ein Buch geschrieben, das heute leider relevanter ist, als wir es erwartet haben“, sagte Regisseur Berger zur Ankündigung. „Dass wir nun mit unserem Film in das Rennen um die Oscars gehen sollen, ist für uns eine sehr große Ehre. Es ist ein weiter Weg.“

Der Roman wurde bisher zweimal verfilmt. Die Netflix-Produktion ist aber die erste Adaption, die in Deutschland entsteht. Die Erstverfilmung aus dem Jahr 1930 von Lewis Milestone wurde mit zwei Oscar ausgezeichnet. Die Vorführungen in Deutschland wurden wiederholt durch organisierte Störaktionen von Nazis gestoppt, nach ihrer Machtübernahme verboten sie den Film komplett. 1979 adaptierte Delbert Mann den Roman ein zweites Mal als Fernsehfilm.