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Kanye West: Seine erste Wahlkampfveranstaltung war tränenreich und chaotisch


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Die Welt rätselt noch immer, wie ernst Kanye West es eigentlich mit seiner Präsidentschaftskandidatur meint. Zwar verkündete der 43-jährige Rapper, Produzent und Modemacher am 04. Juli, dem US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, seine Kandidatur auf Twitter, wenige Tage danach sagte sein Wahlkampfhelfer Steve Kramer allerdings, dass Kanye West schon wieder „raus“ sei und nicht mehr US-Präsident werden will. Inzwischen scheint es sich West allerdings schon wieder anders überlegt zu haben, denn am 19. Juli hielt er seine erste Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat South Carolina ab.

Kanye West in kugelsicherer Weste

In kugelsicherer Weste mit „Security“-Aufnäher und mit „2020“ in sein Haar rasiert, stand Kanye West in Charleston vor versammelter Menge. Bei seiner ersten Wahlkampfveranstaltung waren nur geladene Gäste zugelassen und im Vorfeld mussten sie sich schriftlich dazu verpflichten, aufgrund der Corona-Pandemie eine Maske zu tragen und Sicherheitsabstand zu anderen Gästen zu wahren. Unter Tränen erzählte Kanye West, dass sein Vater ihn abtreiben wollte:

„Meine Mutter hat mein Leben gerettet. Mein Vater wollte mich abtreiben lassen. Meine Mutter rettete mir das Leben, es würde ohne sie keinen Kanye West geben, weil mein Vater zu beschäftigt war.“

Gäste sind verärgert und verlassen die Veranstaltung

Als Kanye West gegen Harriet Tubman austeilte, wurde es einigen Gästen zu viel. Harriet Tubman war die bekannteste afroamerikanische Fluchthelferin der Hilfsorganisation Underground Railroad und half ab ca. 1849 vielen Sklaven dabei, nach Amerika oder Kanada zu fliehen. West sieht das jedoch anders und wirft ihr vor, niemals Sklaven befreit zu haben:

„Harriet Tubman hat nie Sklaven befreit, sie hat sie für andere weiße Menschen arbeiten lassen.“

Diese Aussage war einigen Gästen zu viel, denn aus dem Publikum hörte man kurz darauf verärgerte Rufe und einige Gäste verließen anschließend die Veranstaltung vorzeitig.

Wie ernst ist es Kanye West überhaupt?

Auch wenn Kanye West seine Präsidentschaftskandidatur bereits vollmundig verkündet und nun auch seinen ersten Auftritt hinter sich hat: die Frist, um sich für die Wahl zu qualifizieren, hat der 43-Jährige in mehreren US-Bundesstaaten schon verpasst und zum jetzigen Zeitpunkt ist auch unklar, ob er für die restlichen Staaten genügend Unterschriften sammeln kann oder will.

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