Mick Flannery: Zuhause an dunklen Tresen. Albumplayer zu „Red To Blue“


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In unserer kommenden Ausgabe schreibt Lena Ackermann über den irischen Songwriter: „Flannerys Stimme lässt einen zwangsläufig an Waits, den König des Barhocker-Blues, denken. Genüsslich und mit geschlossenen Augen singt er über sein Unvermögen, von Schwermut und Lethargie. Einzig die Matrosen lässt er auf seinem Album glücklich sein. Der Titel ‚Red To Blue‘ ist Flannerys Selbsteinschätzung. ‚Ich habe etwas Energetisches und verwandle es in Lethargie‘, seufzt er, außerdem sei er schüchtern und verklemmt – das Grinsen kann sich Flannery nach all der Lamentiererei verkneifen. Nervös schüttelt Flannery seine Streichholzschachtel – es wird Zeit, dass er wieder an einen dunklen Tresen kommt.“

Rezensent Max Gösche konstatiert in unserer aktuellen Ausgabe: „Mick Flannery ist nur so viel Kunstfigur, wie es die Arbeiterklasse erlaubt, auch wenn das Cover seines neuen Albums ein verschwommenes Farbklecks-Porträt von ihm zeigt. Auf ‚Red To Blue‘ geht Flannery mit seinem durch Aschenbecher, Herzweh und Pints beschädigten Gröl-Organ zu sanfteren Klängen über.“

Wie und ob ihm das steht, kann man nun in unserem Albenplayer überprüfen:

Mick Flannery – „Red To Blue“ (Albenplayer) by Rolling Stone Magazin