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Nach „Leaving Neverland“-Doku: Radiosender nehmen Michael Jackson aus dem Programm

Vorerst keine Lieder mehr von Michael Jackson – das ist die Konsequenz, die einige Radiosender aus der kürzlich ausgestrahlten Dokumentation „Leaving Neverland“ ziehen. Das kanadische Medien-Unternehmen „Cogeco“, zu dem insgesamt 22 Stationen in Quebec und Ontario zählen, hat sich dazu entschlossen, den Musiker bis auf Weiteres aus dem Programm zu nehmen.

Man reagiere vorrangig auf die Wünsche der Hörer, heißt es in einem Statement einer offiziellen Sprecherin. Einige hätten sich mit Beschwerden an die Radiosender gewandt, nachdem der US-Sender HBO die Dokumentation ausgestrahlt hatte. Darin werfen die Männer Wade Robson und James Safechuck Jackson vor, sie in den Neunzigern über mehrere Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Damals waren sie sieben und zehn Jahre alt.

Auch europäische Radiosender reagieren

Auch der niederländische Sender NH Radio möchte das Spielen von Jackson-Songs für einige Wochen aussetzen. „Ich denke nicht, dass Menschen diese Lieder noch genauso hören können wie zuvor“, so NH-Redakteur Arjan Snijders laut „Spiegel Online“. „Sie sollen glücklich machen, singen und tanzen lassen.“

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Der norwegische Rundfunk NRK hat es sich nach Kritik am angekündigten Jackson-Bann dagegen wieder anders überlegt. „Der Entschluss war falsch. Wir müssen zwischen Kunst und Künstler unterscheiden.“

Kritik an Oprah Winfrey

Nach der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“ waren beide Männer in der Talkshow von Oprah Winfrey zu Gast. Auch sie verriet, dass sie als Kind Opfer eines Missbrauchs geworden sei. Die US-Moderatorin erklärte im Gespräch auch, dass Kritik für das Interview zu erwarten sei. „All die Wut – ihr werdet sie abbekommen. Ich werde sie abbekommen. Wir alle werden sie abbekommen.“ Robson soll sogar bereits Todesdrohungen erhalten haben.

Jermaine Jackson verteidigt seinen Bruder

Michael Jacksons Bruder Jermaine äußerte sich indes auf Twitter. „So viele in der Medienbranche, dazu zählt auch Oprah, nehmen ‚Leaving Neverland‘ für bare Münze und kreieren eine eigene Geschichte, ohne sich für Fakten, Beweise oder Glaubwürdigkeit zu interessieren.“ Ähnliche Anschuldigungen habe es bereits im Prozess im Jahr 2005 gegeben. „Die Jury hat das alles gesehen. Michaels Unschuld wurde längst bewiesen. Eine Tatsache.“

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„Weird Al“ Yankovic will keine Michael-Jackson-Parodien mehr machen

Der Komiker „Weird Al“ Yankovic hat einen Großteil seiner Berühmtheit seinen humorvollen Interpretationen der Michael-Jackson-Hits „Beat It“ und „Bad“ zu verdanken. In den Achtzigerjahren veröffentlichte der US-Amerikaner seine Parodien „Eat It“ sowie „Fat“ und spielte sie im Laufe seiner Karriere immer wieder in seinem Live-Programm – bis jetzt. Nun äußerte Alfred Matthew, dass er in Zukunft lieber darauf verzichten würde, die Michael-Jackson-Parodien in seine Auftritten mit einzubeziehen. Als Grund dafür nannte der 59-Jährige die im Januar dieses Jahres erschienene HBO-Doku „Leaving Neverland“, die die Geschichte der beiden Männer Wade Robson und James Safechuck erzählt. Robson und Safechuck waren in jungem…
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