ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Neue Single ‚Im Ascheregen‘: Casper zitiert indizierte ‚Bullenschweine‘-Single

In seiner neuen Single „Im Ascheregen“ zitiert Casper eine Zeile aus dem indizierten Slime-Song „Bullenschweine“: „Ein drittel Heizöl, zwei drittel Benzin“, singt er, und im dazugehörigen Video (siehe unten) tanzt er ein wenig belanglos durch den Wald. Im Lied redet er von Abschied und Furor: Er wolle „Gebäude brennen sehen“ und überhaupt: „Die Stadt muss brennen“, denn er verurteile die „Bürger der Neinsager-Stadt“. Auch Klassiker-Phrasen á la: „Auf Nimmerwiedersehen“ und „Danke für Nichts“ fehlen nicht. Alles eher langweilig.

Auf Caspers Facebook-Seite diskutieren Fans derzeit auch über links und rechts. Seit Casper dort ein Slime-Video zu „Deutschland muss sterben“ gepostet hatte, setzen die Leute sich unter dem Beitrag mit Begriffen wie „Nation“ und „Heimat“ auseinander (mal mehr, mal weniger sachlich).

Aber was genau hat es mit dem Slime-Song „Bullenschweine“ auf sich, aus dem die von Casper entnommene Zeile „“Ein drittel Heizöl, zwei drittel Benzin“ stammt?

Kooperation

ROLLING STONE unternahm 2011 eine Spurensuche zu den Hintergründen der Song-Indizierung. Unsere Frage war: Warum wird ein Lied, das eine Band 1980 veröffentlicht, mehr als 30 Jahre später indiziert?

„Der Text ist ein einziger Aufruf zur Gewalt“, fasste Bundesprüfstellenleiterin Monssen-Engberding damals zusammen. Wasserdicht formuliert: „Durch die eindeutige Verächtlichmachung, Diskriminierung, Beschimpfung von Polizeibeamten und die Aufforderung, diese zu töten, ist nach Auffassung der Beisitzer das Tatbestandsmerkmal des § 130 Abs. 1 StGB erfüllt.“

>>> Unsere Reportage.

CASPER – IM ASCHEREGEN (OFFICIAL VIDEO) from officialcasperxo on Vimeo.


Rock am Ring 2019 – der Sonntag: Die besten Live-Momente von Slipknot und Co. hier sehen

Besser hätten es sich die Veranstalter von Rock am Ring (fast) gar nicht ausmalen können: Bis auf das stürmische Wetter zu Beginn verlief das Festival nach Plan und vor allem friedlich – für eine Ausmaße, die einer Großstadt mit 100.000 Einwohnern gleichkommen, eigentlich immer wieder erstaunlich. Die Polizei vermeldete am Sonntagnachmittag, dass es unter den 85.000 Zuschauern lediglich zwölf Mal zu Körperverletzungen gekommen sei und klauende Banden seien dieses Jahr ferngeblieben. Ein Eindruck, der sich auf dem Festival-Gelände immer wieder durch ausgelassene Stimmung und kollegiale Gesten unter den Fans bestätigte. Sogar die „scheiß Tribüne“ verbündete sich ab und an mit…
Weiterlesen
Zur Startseite
Kooperation