No more Mr. Bad Guy! Trail Of Dead im Interview und auf Tour


Trail Of Dead sind noch bis zum 09.04. in Deutschland auf Tour – und zwar hier: 30.03. Bielefeld (Forum Bielefeld), 08.04. Hamburg (Uebel & Gefährlich), 09.04. Berlin (Astra). Am 03.04. werden sie zudem in Hamburg im Studio101 im Musikhaus Karostar (Neuer Kamp 32 ) um 15 Uhr eine Ausstellung ihrer Artworks eröffnen und um 17 Uhr eine Live-Session spielen. Der Eintritt ist frei. Hier unser Interview, das wir kurz vor dem Release von „Tao Of The Dead“ führten:

Die Sambatänzer mussten draußen bleiben, denn an diesem Dezember-Abend gehörte das Parkett der schicken Tanzschule Astair in Kreuzberg Jason Reece und Conrad Keely  von … Trail Of Dead, die mit Klavier und Akustikgitarre Teile ihres neuen Albums „Tao Of The Dead“ vorstellten. Sie taten das vor der wohl höchsten Kritikerdichte, die Berlin aufbringen kann − nämlich vor den versammelten Mitarbeitern der Zeitschriften „Metal Hammer“, Rolling Stone und „Musikexpress“, die hier vor und nach dem Konzert ihre Weihnachtsfeier begangen.

Ein Akustik-Konzert hätte früher, in den wilden Jahren der Truppe, eher nicht so gut gepasst. An diesem Abend jedoch benahmen sich Keely und Reece vorbildlich, ließen sich erst vom Online- später vom Chefredakteur mit Schnaps versorgen und zeigten zwischendurch, dass ihre Songs auch ohne elektrischen Gitarrenkrach funktionieren.

Zum Beispiel „Weight Of The Sun“, der laut Band den Prometheus-Mythos in die Postmoderne überführen will. Dafür bedient man sich zunächst einige Sekunden beim Folk der späten Sechziger, bevor der Song einen hypnotischen Gitarrensog entwickelt und schließlich als kraftvolles Klagelied verglüht.

Das Klavier kam dann beim Gang durch das „Wasteland“ zum Einsatz, der als vorsichtiges Umschauen beginnt und als stürmische Flucht endet. „Keep on thinking that you found a track on your way out of the wasteland“, sang Conrad Keely und spuckte den Songtitel angriffslustig und mit leuchtenden Augen ins Mikrofon. So viel Rabaukentum musste dann doch noch sein.



Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

Seit September 2011 hat man nicht viel gehört von Michael Stipe. Gesehen hat man ihn schon: bei Patti-Smith-Konzerten, in Berliner Galerien und Bars, bei der New Yorker Fashion Week und einmal auch in einem Raum mit seinen ehemaligen Kollegen – ausgerechnet in Athens/Georgia, wo 1980 die Weltkarriere von R.E.M. begann. Im November 2013 sprangen Bassist Mike Mills und Schlagzeuger Bill Berry im kleinen 40 Watt Club auf die Bühne, um mit Gitarrist Peter Buck „(Don’t Go Back To) Rockville“ zu spielen. Stipe stand etwas abseits im Publikum und sah zu. Das Verlangen mitzumachen hatte er nicht. Selbst enge Vertraute der…
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