Paul McCartney kündigt neues Solo-Album „McCartney III“ an


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Paul McCartneys erstes Solo-Album erschien im Jahr 1970 unter dem Titel „McCartney“. Zehn Jahre darauf folgte „McCartney II“. Und nun, 50 Jahre nach der Veröffentlichung seines Debüts, bringt der Beatle „McCartney III“ heraus.

Und zwar gerade noch auf den letzten Drücker, um die Goldene 50 einzufangen. Am 11. Dezember erscheint die Platte, die ein Solo-Projekt in jeder Hinsicht ist. Denn wie schon bei den beiden ersten nach ihm benannten Alben hat McCartney auch bei diesem wirklich nahezu alles selbst gemacht. Er hat es eigenhändig produziert, alleine aufgenommen und sogar jedes Instrument auf dem Album selbst eingespielt.

Paul McCartney: „Es ging um Spaß“

Eine beachtliche Leistung, vor allem vor dem Hintergrund, dass McCartney bis zuletzt offenbar nicht klar war, dass er gerade eine Platte produziert. Denn mit der neuen LP überrascht der Sänger nicht nur seine Fans, sondern zuletzt auch sich selbst. „Paul hatte nicht geplant, im Jahr 2020 ein Album zu veröffentlichen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Aber in der Isolation während des „Rockdowns“ fand der Sänger großen Gefallen daran, Musik einfach nur für sich selbst zu machen.

Das Cover-Artwork für „McCartney III“

Er lebte mit seiner Familie auf einer Farm und ging jeden Tag ins Studio, erzählt McCartney in seiner Ankündigung. „Es gab einige Sachen, an denen ich über die Jahre gearbeitet hatte. Aber manches blieb nur halbfertig. Also dachte ich darüber nach, was sich alles angestaut hatte.“ Damit brachte er etwas ins Rollen. „Jeden Tag begann ich mit einer Aufnahme mit dem Instrument, auf dem ich das jeweilige Lied geschrieben hatte. Dann schichtete ich nach und nach alles übereinander. Es machte viel Spaß. Es ging darum, Musik für sich selbst zu machen und nicht darum, Musik zu machen, die einen Job erfüllen muss. Ich hatte keine Ahnung, dass daraus am Ende ein Album entstehen würde.“

Es begann also alles ganz spontan, doch irgendwann entstand aus der Sammlung einzelner, unzusammenhängender Songs ein neues Ganzes. „Ein gestripptes, selbst produziertes und im wahrsten Sinne des Wortes solistisches Werk“, heißt es in der Mittteilung, „das den Beginn eines neuen Jahrzehnts in der Tradition von „McCartney“ der 1970er Jahre und „McCartney II“ der 1980er Jahre markiert.“

Paul McCartney im Jahr 1980, als sein erstes Solo-Album „McCartney“ erschien

Eine Vinyl-Pressung von „McCartney III“ in limitierter Auflage, die unter Verwendung von 33 recycelten Vinyl-Kopien von McCartney I und McCartney II erstellt wurde, wird von Third Man Records veröffentlicht.

„McCartney III“ ist das bisher 18. Soloalbum des Musikers und erscheint etwas mehr als zwei Jahre nach seiner vorherigen LP „Egypt Station“. Insgesamt ist es einschließlich der Wings-Alben, der Fireman-Alben, der klassischen Alben, der Livealben und Kompilationsalben das 49. Album von Paul McCartney nach der Trennung der Beatles. Da steht wohl bald noch ein Jubiläum an…

Robert R. McElroy Getty Images

Warum Paul McCartney auf seinen Teleprompter nicht verzichten kann

Paul McCartney schweift, wie er erzählt, bei Konzerten innerlich gern ab. Wenn er Songs anstimmt, die vor 50 Jahren geschrieben wurden, wandern seine Gedanken. Ein Beispiel dafür gab McCartney kürzlich in einer Folge des Podcast „SmartLess“. Manchmal, wenn er ein Lied wie „Eleanor Rigby“ von 1966 singe, schalte sein Hirn auf Autopilot. „Ich beginne darüber nachzudenken, was ich zum Abendessen haben möchte. Vielleicht wird es nicht die Suppe, aber vielleicht gehst du auch essen. Dann muss ich mich selbst ermahnen, denn ich performe ja noch den Song“, erklärt McCartney. Manchmal würden seine Gedanken so sehr abschweifen, dass er einfach den…
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