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Highlight: 23 grandiose Album-Opener der Musikgeschichte

Paul Simon – „Hearts And Bones“

Die Songs hatte er bereits 1981 und ’82 geschrieben, ein beachtliches Arbeitstempo für einen Zwangsneurotiker und Kontrollfanatiker. Russ Titelman, Produzent vor allen anderen von Randy Newman, half Simon und Roy Haylee bei dem vollkommen transparenten, perkussiven und direkten Klang von „Hearts And Bones“ (dem Stück zuvörderst!). Dean Parks und Airto Moreira vollbrachten wundersames – wie auch Al Di Meola mit seinem unvergesslichen Solo im ausgesprochen komischen „Allergies“. Die Achtziger waren nicht das Jahrzehnt für solche Lieder, sie waren das Jahrzehnt für Diamanten an den Sohlen der Schuhe. Aber das wussten wir ja noch nicht.

Simons bedauerliche Hinwendung zu exotischen Klängen aller Art, die man heute in jeder Ramsch-Boutique bekommen kann, fand hier überhaupt keinen Ausdruck. Wie herrlich luftig, knackend, rollend klingt „When Numbers Get Serious“, dass anderswo sofort ein bemühter Reggae geworden wäre: „You want to write a spiritual tune/ Then do it/ Write a song about the moon“: Das ist „Song About The Moon“, eine simple Übung in Ballade und Fifties-Gefühl. „Think Too Much (b)“ benutzt Michael Manieris Marimbas eben nicht für ein karibisches Calypso-Fest, sondern für ein Lied über den kleinen Paul und die Mädchen von St. Augustine, als das Elend mit dem denken begann, obwohl der Bub doch ganz was anderes wollte. „Think Too Much (a)“ kommt später und ist ein linder, raffinierter Funk, diesmal vom Flirren der Gitarre und dem Gegengesang dominiert.

Zum Schluss der Hinweis auf Paul Simons schönste Songs, die er fast nie auf der Bühne spielt. Ich hatte einmal das Glück, „The Late Great Johnny Ace“ in der Musikhalle zu hören. In diesem Stück teilt Simon die musikalische wie die historische Zeit, indem er die Erinnerungen an die Nachricht vom Tod Johnny Aces mit der Meldung von der Ermordung John Lennons verquickt (und dazwischen das Schlüsseljahr 1964, das Jahr der Beatles, setzt). Zwischen diesen fast vier Jahrzehnten spannt sich Simons Leben auf, das er natürlich vollkommen ausspart. „And every song we played/ Was for the Late Great Johnny Ace.“



23 grandiose Album-Opener der Musikgeschichte

Eröffnungsstücke auf Alben werden häufig unterschätzt: Von Musikern wohl durchdachte, instrumentale Einleitungen verleiten Hörer häufig dazu, gleich zum zweiten, stärkeren Song weiter zu klicken. Es gibt jedoch einige überwältigende Opener, die Hörern schon mit den ersten Takten Sinn und Zweck des Albens erklären können. Die ROLLING-STONE-Redaktion hat 23 der besten gelistet. R.E.M. – „Begin The Begin“ vom Album „Lifes Rich Pageant“ (1986)  Nicht nur wegen des Titels das perfekte Einstiegslied in ein Album, das vom Leben im Amerika der 80er-Jahre erzählt und von all den Dingen, die sich ändern müssen. Michael Stipe singt plötzlich ganz verständlich, und seine Worte sind…
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