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R.E.M.: Michael Stipe spricht zum ersten Mal über die Trennung


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Was waren es für ein erschütternde Tage, dieser 21. und 22. September. Am Abend des 21. las man in sämtlichen (sozialen) Medien, dass R.E.M. nach 31 Jahren das Bandende bekannt gegeben hatten – schon ein kleiner Schock für die meisten. Nach dem im März erschienenen Album „Collapse Into Now“ hatte man eher noch mit einer Tour gerechnet, nicht aber mit einer Trennung.

Seit Freitag, dem 11. November gibt es nun die „Part Lies, Part Truth, Part Heart, Part Garbage“-Compilation zu kaufen, darauf zu finden sind neben vier wundervollen neuen Songs auch die Singles und weitere definierende Momente in der Karriere der Band aus Athens, Georgia. Die Veröffentlichung nahm Michael Stipe wohl auch als Anlass, um sein erstes Interview nach der Trennung der Band zu geben und sprach so mit dem amerikanischen Salon Magazin.

„Ich hätte ‚Everybody Hurts‘ nicht ein letztes Mal in London vor 30.000 Menschen in einer Halle oder 80.000 Menschen in einem Park spielen können, die wissen, dass es das letzte Mal sein würde“, erzählte Stipe. „Ich könnte das nicht tun. Ich würde zusammenbrechen.“ Es sei einfach unvorstellbar gewesen: Noch eine letzte Tour zu starten, das hätte sich wie Ausbeutung angefühlt. „Ich hasse es, die ‚Simpsons‘ zu zitieren, wie sie uns zitieren“, sagte er lachend, „aber das wäre einfach nicht die Art und Weise gewesen, wie R.E.M. etwas tun.“

Des weiteren erzählte er, wie offensichtlich das Thema des letzten Albums „Collapse Into Now“ gewesen sei. Da R.E.M.-Alben scheinbar immer ein Konzept hätten, beispielsweise Feuer und Wasser und Sex bei „Monster“, sei klar zu sehen. „Ich denke immer, dass ich gelesen werden kann wie ein offenes Buch, dabei bin ich gar nicht so offensichtlich“, erinnerte sich Stipe. „Für mich war es thematisch das größte, offensichtlichste Abschiedsalbum aller Zeiten.“


Nicky Wire bereut es, Michael Stipe AIDS gewünscht zu haben

Im Laufe seiner über 30-jährigen Musikkarriere fiel Nicky Wire mehr als einmal mit kontroversen Aussagen auf. 1993 wünschte er R.E.M-Sänger Michael Stipe sogar den Tod. Jetzt scheint es, als werde der Bassist und Songwriter der Manic Street Preachers von der Vergangenheit eingeholt. In einem Interview mit „Mojo“ zeigte sich der 52-jährige reumütig. Alkohol als Erklärung für Hass-Attacken Für die Ausfälligkeiten seiner frühen Karriere machte Wire vor allem den Alkohol verantwortlich. Auch die Kommentare gegenüber Michael Stipe, dem er 1993 AIDS an den Hals wünschte, seien im Rausch gefallen. „Das ist nicht zu entschuldigen. Manchmal vergisst du einfach, wie sehr der…
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