Reggae- und Dub-Pionier Lee „Scratch“ Perry ist tot


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Lee „Scratch” Perry ist tot. Der Reggae- und Dub-Sänger und Studioproduzent verstarb am Sonntag (29. August) im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus auf Jamaika. Die Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben.

Kondoliert hat bereits der Premierminister Jamaikas, Andrew Holness:

Perry war ein Pionier seiner Musikrichtung, und er arbeitete mit unzähligen Größen des Reggae, aber auch mit Musikern anderer Genres zusammen: Bob Marley and the Wailers, the Congos, Adrian Sherwood, die Beastie Boys.

Seine bekanntesten Werke nahm er in den 1970ern mit den Upsetters auf: „Blackboard Jungle“ (1973) sowie „Super Ape“ (1976).

„Man könnte Lee Perry gar nicht auf eine Sache reduzieren – er ist der Salvador Dali der Musik”, sagte Keith Richards dem ROLLING STONE im Jahr 2010. „Er ist ein Mysterium. Die Welt ist sein Instrument. Man muss lediglich zuhören. Er ist mehr als nur ein Produzent, er weiß, wie man die Seele eines Künstlers inspiriert. Scratch ist ein Schamane.“

2019 veröffentlichte Lee „Scratch“ Perry seine beiden letzten Alben: „Rainford“ (benannt nach seinem Geburtsnamen) und „Heavy Rain“, an dem auch Brian Eno mitwirkte. Adrian Sherwood hat „Rainford“ produziert. Er sagte: „Es ist das intimste Album, das Lee jemals aufgenommen hat. Auf der anderen Seite verwendet er sehr frisch klingende musikalische Ideen. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die uns gelungen ist.“