Bela B. Bye


B-Sploitation/Rough Trade

Der Smoking sitzt wie angegossen, und es riecht nach heißem Asphalt und Benzin. Für sein drittes Soloalbum, „Bye“, hat Bela B. seine Bekannten von der Nürnberger Band Smokestack Lightnin’ zusammengetrommelt und – befreit von den Mechanismen seiner Hauptband Die Ärzte – ein Dutzend Songs aus dem Anzugärmel geschüttelt: zwölf Stücke, die sich quer durch den Americana-, Country- und Rockabilly-Kosmos der 50er- und 60er-Jahre schlängeln. Und die Mister B. offensichtlich großen Spaß bereiten.

Surfgitarren und Twang wechseln sich mit Country-Banjos ab, der Kontrabass knarzt, fiebrig mäandert das Tremolo in der Sonne. Mit sonnengegilbten Anachronismen und polaroidhaften Road-Movie-Versatzstücken geht die Reise auf „Bye“ durch die Peripherie. Man sieht Hitzebilder von alten Bekannten wie Kinky Friedman, Johnny Cash und Dick Dale aufblitzen, auch glaubt man bei all dem sengenden Straßendampf fast, dass uns der Filmconnaisseur in bester Tarantino-Manier letztendlich vom Highway in Truckerbars führen will, die von Vampiren frequentiert werden.

Mitnichten. Textlich wird schnell klar: Für die Liebe, das alte Scheusal, fährt man mit dem Chevy immer noch einmal quer durch das Fegefeuer und, so der Wagen es will, auch zurück.

Bei „Abserviert“ treiben bluesgeräucherte E-Gitarren und verzerrte Bässe den Wagen kräftig nach vorn, in „Streichholzmann“ (im Duett mit Peta Devlin) geben Mandolinen dem Motor eine Pause. Später dann, in „Teufelsküche“, stampft die Schrottplatz-Percussion in bester Tom-Waits-Manier durch die Sumpflandschaften: „Ich hab mit Voodoo den Typhus besiegt/ Und in Marzahn eins auf die Fresse gekriegt“, heißt es da. Ganz am Ende setzt der alte Trickster noch mal zum großen Finale an und zieht sämtliche cineastischen Register: „Dann zähl ich meine Munition/ Im Kopf hör ich noch unser Lied von Bronski Beat/ Da klopft es schon …“ Und Morricone-Streicher und Mariachi-Trompeten treiben den Karren, quer durch den Kugelhagel, in die Abendsonne.


Ozzy Osbourne hat Parkinson – „Es ist kein Todesurteil“

Fans rätselten schon lange, warum Ozzy Osbourne zuletzt so viele Stürze und Krankenhausaufenthalte erleiden musste. Jetzt macht der 71-jährige reinen Tisch: Vergangenen Februar erhielt der „Prince of Darkness“ die Diagnose Parkinson. In der Sendung „Good Morning America“ spricht er über die Krankheit: „Es war für eine schreckliche Herausforderung für uns alle. Zu Silvester habe ich meine letzte Show im ‚The Forum‘ gehabt, danach bin ich schwer gestürzt.“ Die Klatschpresse berichtete zuletzt gar, Osbourne befände sich auf dem Totenbett, als er alle Auftritte für 2019 absagen musste. Osbourne erklärte in der Sendung auch, dass er so lange wie möglich versuchte, die neurodegenerative…
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