Jason Collett Where Things Go Wrong


Arts & Crafts

Jetzt kommt der Herbst. Mit ihm kürzere Tage und kühlere Nächte. Die Stimmung beginnt unweigerlich, sich an die Monotonie anzupassen.

Vertraute Trostlosigkeit, so könnte man das auch beschreiben. Dieses Gefühl verlangt fast nach einem Soundtrack.

Jason Collett, Fels in der Brandung des klassizistichen Songwritertums, hat ihn. Der Songwriter veröffentlicht diesen September in den USA sein neuestes Album mit dem Titel „Reckon.“

Nach eigener Aussage hatte Collett schon immer eine Schwäche für antithetische Lovesongs. „Tiefe Wunden müssen geleckt werden.“ Tut er mit dem Song „Where Things Go Wrong“ auch ausgiebig. Der Song kommt mit angenehmer simplen Strukturen aus und überfordert den Hörer nicht mit Schnickschnack. Auch an Textzeilen spart Collett, er leidet eher mit der Stimme. Ob lyrischer Aussetzer oder gewollte Minimalistik bleibt Interpretationssache.

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