Max Richard Leßmann Liebe in Zeiten der Follower


Caroline

Den Verdacht, dass Indierock heute oft nur noch angerauter Schlager ist, gibt es schon länger. Dass er jetzt ganz ungeniert mit dem Schlager flirtet, dass es nun statt um Sex ums Küssen geht, ist da nur konsequent. Vierkanttretlager-Sänger Max Richard Leßmann ist auf seinem Solodebüt, bei dem er von den Madsen-Brüdern unterstützt wird, eher Peter Alexander als Charles Aznavour.

Obwohl sich die Lieder zu oft an ihren eigenen Zweisamkeits-Glückseligkeits­fabeln berauschen („Küssen“, „Lavendelfeld“) und gelegentlich dann doch arg zeitgeistig daherkommen („Ich wünschte“, „Mann im Stream“), hat die Platte, die ­Schlager- und Chanson­diskurse, den Witz der Comedian Harmonists und den Easy-Listening-Sound von Bacharach verarbeitet, einige herzige Gassenhauer im Programm („Spuren auf dem Mond“, „Sie trinkt“).

Kooperation

Welches Equipment verwenden eigentlich … Pink Floyd?

Die Frage nach dem Album für die einsame Insel begegnet Musik-Liebhabern hin und wieder. Ein Album, das bestimmt in manchen Koffer findet, ist „Ummagumma“. Dieses Jahr wird es bereits 50 Jahre alt. Risen wir in eine Stadt, die vor fast 2000 Jahren durch den Ausbruch des Vesuvs unter Vulkanasche begraben wurde: 1972 lieferten Pink Floyd mit ihrem Musikfilm „Pink Floyd: Live at Pompeii“ eine stille, nachdenkliche und irgendwie einsame Antwort auf bunte und laute Aufnahmen wie die des legendären Woodstock-Festivals. Wer „Ummagumma“ kennt oder schon einmal in den Händen gehalten hat, weiß vielleicht, dass die Rückseite der Platte mit einem…
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