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    Stevie Nicks

    - In Your Dreams

    Lustloser Gesang, hohle Produktion, frappierende Ideenlosigkeit Wie lange lässt sich der Nachruhm einer erfolgreichen Band über die anschließende Solokarriere retten? Stevie Nicks, in grauer Vorzeit Mitglied des britisch-amerikanischen Erfolgskollektivs Fleetwood Mac, hat auf diese Frage eine einleuchtende wie nachdenklich stimmende Antwort geliefert: viel zu lange. „In Your Dreams“ stellt einen neuen Rekord in Belanglosigkeit auf. […] mehr…

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    Mick Harvey - Sketches From The Book Of…

    Ein sinistrer Totentanz des australischen Multiinstrumentalisten Nach seiner Arbeit an PJ Harveys aufrüttelndem Geniestreich „Let England Shake“ zog er sich nach Australien zurück, um sein neues Soloalbum fertigzustellen. Keine Coverversionen diesmal, sondern extrem persönliche Songs, die vom unwiederbringlichen Verlust erzählen, von Tod, Kummer und stillem Eingedenken. Mick Harvey, ehemals Mitglied der Bad Seeds, erinnert auf […] mehr…

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    Blackmail - Anima Now!

    Die Wucht der Koblenzer lässt auch ohne Aydo Abay nicht nach. Und, ja! Auch nach dem von gegenseitigen Hassgefühlen befeuerten Ego-Clash, der im Dezember 2008 zum Abbruch der „Tempo, Tempo“-Tour und zum Abschied von Band-Stimme Aydo Abay führte, bleiben Blackmail in hohem Maße infiziös. Noch immer schlagen die druckvollen Lieder aus Koblenz beim ersten Hören […] mehr…

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    Alison Krauss & Union Station - Paper Airplane

    Nicht allzu zuckriger Bluegrass von der versierten Sängerin. Es war 1990, als Bluegrass-Raubauz Peter Rowan von den „Dust Bowl Children“ sang, den Verlierern der Großen Depression, die er mit den Arbeitslosen im Kalifornien der Gegenwart verglich. Und denen er zweckoptimistisch zurief: „Let the green fields grow strong, there’s a bluegrass revival comin‘ on!“ So war […] mehr…

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    Fleet Foxes - Helplessness Blues

    Die Band um Robin Pecknold perfektioniert ihren virtuosen Folk. Es ist natürlich ein formidables Album geworden. Hatte jemand etwas anderes erwartet? Nein. Vor allem nachdem die Fleet Foxes den besten Song des Albums, ihren „Helplessness Blues“, schon vorab hörbar machten. Unfassbar schön, wie sie sich dort mit einer einsamen Gitarre ankündigen, bis Robin Pecknold zu […] mehr…

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    Robbie Robertson - How To Become Clairvoyant

    Beschwörende Retro-Songs und experimentelle Beliebigkeit Robbie Robertson kommt weiter voran – in der Bewältigung seiner Vergangenheit. Hatte sich der Kanadier gleich auf zwei 90er-Jahre-Alben noch mit seinen indianischen Wurzeln beschäftigt, so ist er jetzt nach langer Pause immerhin in der Ära angekommen, die ihn einst mit The Band auf ewig in die Geschichtsbücher getragen hat. […] mehr…

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    Danger Mouse & Daniele Luppi - Rome

    Starproduzent und Filmkomponist auf den Spuren Morricones Wenn in einem Western große Chöre stimmungsvoll langgezogene „Ohhooohhoooos“ intonieren und die Gitarren klingen, als hätte jemand stählerne Überseekabel aufgezogen, stammt der Soundtrack meist von Ennio Morricone. In Sergio Leones Kinoklassikern „Once Upon A Time In The West“ und „The Good, The Bad & The Ugly“ ist seine […] mehr…

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    Milow - North And South

    In der Wohlfühlmusik des Belgiers verstecken sich Überraschungen. Milow müsste mich nerven. Ständig sind Werbespots mit seinen Liedern unterlegt, man hört sie täglich (zumindest wenn man zu viel fernsieht) und bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf. Die Melodien des Belgiers sind gefällig, seine Stimme ist angenehm – und dann hatte dieser käseweiße Kerl noch […] mehr…

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    The Dodos - No Color

    Lo-Fi-Prachtstück: Schwarzweiß ist das neue Kunterbunt. Wer hätte diesem schrägen Duo aus San Francisco vor drei Jahren so etwas zugetraut? Auf „Visiter“ benahmen sich Meric Long und Logan Kroeber wie wild gewordene Straßenmusiker, klebten sich Tamburine an die Füße, brachten einen mit DIY-Charme, verworrenen Rhythmen und Schrammelgitarren aus der Fassung. Das machen sie zwar auf […] mehr…

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    Okkervil River - I Am Very Far

    Will Sheff lässt die gewöhnliche Americana-Welt weit hinter sich. Man könnte sagen: Das kommt davon, wenn einer sich traut, Roky Erickson im Clinch mit seinen Dämonen zu assistieren. Er habe sich, sagt Okkervil-River-Kopf Will Sheff, nach „True Love Cast Out All Evil“, dem gemeinsamen Album mit der reaktivierten Texas-Legende, „sowohl entleert als auch inspiriert“ gefühlt. […] mehr…

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    Alela Diane - Alela Diane & The Wild…

    Die Sängerin bleibt unnahbar – und betört mit klassischem Folk. Alela Diane bleibt ein Rätsel. Zwar könnten die zehn Songs auf „Wild Divine“ in Struktur und Vortrag kaum herkömmlicher sein, doch wird man aus der Künstlerin, die sich dahinter verbirgt, wenig schlau. In „The Wind“ fleht die Unnahbare um Erlösung: „Woman of the island/ Please […] mehr…

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    Wild Beasts - Smother

    Eher Traumlandschaft als Clubbesuch: melancholischer Wavepop Auf den ersten beiden Alben der Wild Beasts hat mancher Beobachter nicht zu Unrecht eine neue Spielart des 80s-Revivals ausgemacht. Yazoo und die Eurythmics, generell androgyner Elektropop – was La Roux für Disco und Dance war, taten die Wild Beasts für die Indie-Musik. Freilich hörte man auch andere Referenzen […] mehr…

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    DMD KIU LIT - Den Wienern gelingt mit Leichtigkeit…

    Nach langem Grübeln weiß ich nun endlich, wofür die kryptischen Großbuchstaben des Titels stehen: „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“. Das klingt melancholisch und theoretisch zugleich. Der Kapitalismus, einst Glücksversprechen und Motor des Pop, trägt nicht mehr. Die Kicks und Thrills, die uns so lange bei der Sache hielten, werden immer […] mehr…

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    Elbow - Build A Rocket Boys!

    Blick zurück nach vorn: ein kleines Meisterwerk der Nostalgie Guy Garvey verwandelt sich noch einmal in den 20-Jährigen, der am Anfang seiner Karriere steht. „Jesus Is A Rochdale Girl“ versucht sich behutsam an einer Inventarliste aller Erinnerungen an diese Zeit, in der es ernst wurde mit seiner Band Elbow. „Nothing to be proud of, and […] mehr…

  • Gorillaz - The Fall

    Gorillaz - The Fall

    Der Reiz des Brüchigen: Damon Albarns Skizzen aus dem Tourbus mehr…

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    Randy Newman - Songbook Vol. 2

    Bezwingende Piano-Fassungen von Klassikern des alten Teufels Gegen das erste Songbook wurde 2003 eingewandt, dass Newmans Songs in nackten Klavier-Versionen niemals den Reichtum der orchestralen Fassungen haben. Das bleibt zwar richtig. Doch auf „Songbook Vol. 2“ tritt eine zweite Gewissheit hinzu: Der Lüstling in „Suzanne“ ist auf „12 Songs“ nicht sooo unheimlich, die Panik des […] mehr…

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    Low - C’mon

    Erhabene, weniger kantige Stücke mit überraschender Softrocknote Könnte man allmählich ein eigenes Genre draus machen: Platten, die in alten Kirchen aufgenommen wurden. Arcade Fire, PJ Harvey, nun also Low. Wobei das ja zumindest zu zwei Dritteln mormonische Trio bereits 2002 für die Aufnahmen zu „Trust“ in diesen zum Tonstudio umfunktionierten sakralen Raum einkehrte. Und so […] mehr…

  • Emmylou Harris Hard Bagain Cover

    Emmylou Harris - Hard Bargain

    Unvergleichliche Stimme, leider verzichtbare Country-Songs mehr…

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    k. d. lang & The Siss Boom Bang - Sing It Loud

    Üppig arrangiertes, schwelgerisches Album mit neuer Band Eine große Sängerin, ein großer Sound: Das Kammermusikalische, das Reduzierte hat k. d. lang nie entsprochen – sie braucht das Schwelgerische, den Aplomb, den orchestralen Auftritt. Mit der Band Siss Boom Bang hat sie endlich wieder den üppigen Klang, auf dem ihre Stimme brillieren kann. „Sing It Loud“ […] mehr…

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    TV On The Radio - Nine Types Of Light

    Unter der Sonne Kaliforniens hat die beste Band aus Brooklyn Licht und Liebe eingefangen. TV On The Radio sind – wie jede gute Band – mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile. Das weiß man spätestens seit den musikalischen Alleingängen von Sänger Kyp Malone als Rain Machine und Superproduzent David Sitek als Maximum Balloon. Schöne […] mehr…