• Queen - A Night At The Opera

    Queen

    - A Night At The Opera

    Für eine Band, die eigentlich – Brian May mit Smile schon seit Jahren fleißig übend, wie später auf diversen Bootlegs dokumentiert – von gehobenerem professionellen Niveau aus startete, war das Debüt „Queen“ (**) keine sonderlich eindrucksvolle Visitenkarte. Allenfalls ein Doppelgänger desselben, deutete „Queen II“ (**) mit „The March Of The Black Queen“ höhere Ambitionen an. […] mehr…

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    Tage der Flut - von Frans Pollux

    Der biblisch anmutende Buchtitel, das apokalyptische Szenario einer Welt, die an rätselhaften Wassermassen ertrinkt, und laut Klappentext ein Komplott weltzerstörerischen Ausmaßes obendrauf – man möchte diesen Debüt-Roman schnell im Bahnhofsbuchhandel-Regal mit den Billig-Thrillern parken. Aber das wäre ein großer Irrtum. Denn der holländische Autor wuchtet zwar diese übergroße Rahmenhandlung in seinen Roman, erzählt sie aber […] mehr…

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    Kriegsbraut - von Dirk Kurbjuweit

    So ähnlich gingen früher die Fremdenlegionärs-Märchen: Aus Ratlosigkeit und enttäuschter Liebe meldet sich die Berliner Barkeeperin Esther zur Bundeswehr und sitzt kurz darauf, im Frühjahr 2006, als Fernmelderin in Kundus, dem vom Diskurs umtosten Kriegs- oder Doch-kein-Kriegsschauplatz. Die Hauptfigur gehört also gleich zu zwei brisanten Minderheiten, zu den neun Prozent Frauen im Heer, zu den […] mehr…

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    Der Große Fall - von Peter Handke

    Diese Erzählung berichtet von einem Tag im Leben eines alternden Schauspielers. Am Abend soll er in der Stadt geehrt werden, am nächsten Morgen in der Rolle eines Amokläufers vor der Kamera stehen. Er wacht am Stadtrand auf, im Bett einer Frau, und macht sich auf die Reise. Er durchquert die Schichten unserer Zivilisation, sein Weg […] mehr…

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    Stories - von Breece D’J Pancake

    Als das Dutzend Stories erstmals erschien, war der Autor schon drei Jahre tot. Es sind Geschichten aus den Südstaaten, mit dem Schmutz unter den Fingernägeln aber auch zwischen zusammengebissenen Zähnen von Bergbau-Kumpels, minderjährigen Nutten, von Zurückgebliebenen und Zurückgelassenen. In diesem Blues der Verlierer, dieser Einöde südlich der Arschspalte of USA ist das Thema fast jeder […] mehr…

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    Steve Earle - I’ll Never Get Out Of…

    Doch voranzugehen heißt inzwischen auch für einen ehedem notorisch bis neurotisch Rastlosen, noch einmal die Anfänge zu sehen, auf einem Album, das seinen Titel natürlich Hank, dem Älteren verdankt. Der – in memoriam Doug Sahm – leicht Tex-Mex-getönte Country-Schunkler „Waitin‘ On The Sky“ gleich zum Auftakt und das kräftig irisch gefärbte „The Gulf Of Mexico“ […] mehr…

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    The High Llamas - Talahomi Way

    Sean O’Hagan, der Meister. Kaum ein anderer Zeitgenosse hat es beim Nachstellen von Brian Wilson und Burt Bacharach zu solcher Expertise gebracht – und ist dafür so oft gescholten worden. Durchaus zu Recht; manchmal schmälerte das überdeutliche Epigonentum das Vergnügen. Die Alben des neuen Jahrtausends brachten die verschiedenen Spielarten der High Llamas – Beach-Boys-Psychedelik, britischer […] mehr…

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    Moby - Destroyed

    Electro-Pop-Befindlichkeitsskizzen zwischen Kater und Trost Noch ein Unruhegeist, der sich auf Tour nicht langweilt und seine Schlaflosigkeit in Kreativität „umkehrt“! Im Gegensatz zum Unwesen in Damon Albarns Suiten entstanden in Richard Melville Halls Hotelzimmern jedoch nur die neuen Songs, nicht das fertig aufgenommene Album. „The Day“, die poppigste Nummer in einer vielschichtigen Soundlandschaft und eine […] mehr…

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    Willie Nelson & Wynton Marsalis - Here We Go Again –…

    Country-Outlaw und Jazztrompeter sind gemeinsam gut in Form. 91 Songs sind versammelt auf den vier CDs der Box „The Complete C&W Recordings 1959 – 86“. Kaum zu fassen, dass ein schwarzer Musiker so früh so heftig mit dem Genre angebandelt hat. Ray Charles verdankt ihm sogar seinen größten Hit: „I Can’t Stop Loving You“ (1962). […] mehr…

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    Yuck - Yuck

    Das Debüt der Briten ist weit mehr als ein Sonic-Youth-Plagiat. Es ist Fluch und Segen zugleich, dass ein jeder Yuck mit den frühen Sonic Youth in Verbindung bringt. Sie fühlten sich natürlich geschmeichelt, als der US-Rolling Stone jubelte, Yuck klängen, als würden sie „Teen Age Riot“ dermaßen lieben, dass sie gleich ihr eigenes geschrieben hätten. […] mehr…

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    Stephan Sulke - Enten hätt‘ ich züchten sollen…

    Sammlung von überwigend alten Liedern in neuen Arrangements Der Charme Stephan Sulkes beruhte immer auf seiner Schlingelhaftigkeit, der profunden Melancholie bei gleichzeitigem Hallodritum. Als er in der zweiten Hälfte der 70er-Jahre mit seinen ersten beiden Alben die verwuschelte Romantik und pragmatische Wurschtigkeit des Zeitgeistes einfing, gab es keinen besseren unterschätzten Songschreiber deutscher Sprache als diesen […] mehr…

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    Stevie Nicks - In Your Dreams

    Lustloser Gesang, hohle Produktion, frappierende Ideenlosigkeit Wie lange lässt sich der Nachruhm einer erfolgreichen Band über die anschließende Solokarriere retten? Stevie Nicks, in grauer Vorzeit Mitglied des britisch-amerikanischen Erfolgskollektivs Fleetwood Mac, hat auf diese Frage eine einleuchtende wie nachdenklich stimmende Antwort geliefert: viel zu lange. „In Your Dreams“ stellt einen neuen Rekord in Belanglosigkeit auf. […] mehr…

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    Mick Harvey - Sketches From The Book Of…

    Ein sinistrer Totentanz des australischen Multiinstrumentalisten Nach seiner Arbeit an PJ Harveys aufrüttelndem Geniestreich „Let England Shake“ zog er sich nach Australien zurück, um sein neues Soloalbum fertigzustellen. Keine Coverversionen diesmal, sondern extrem persönliche Songs, die vom unwiederbringlichen Verlust erzählen, von Tod, Kummer und stillem Eingedenken. Mick Harvey, ehemals Mitglied der Bad Seeds, erinnert auf […] mehr…

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    Blackmail - Anima Now!

    Die Wucht der Koblenzer lässt auch ohne Aydo Abay nicht nach. Und, ja! Auch nach dem von gegenseitigen Hassgefühlen befeuerten Ego-Clash, der im Dezember 2008 zum Abbruch der „Tempo, Tempo“-Tour und zum Abschied von Band-Stimme Aydo Abay führte, bleiben Blackmail in hohem Maße infiziös. Noch immer schlagen die druckvollen Lieder aus Koblenz beim ersten Hören […] mehr…

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    Alison Krauss & Union Station - Paper Airplane

    Nicht allzu zuckriger Bluegrass von der versierten Sängerin. Es war 1990, als Bluegrass-Raubauz Peter Rowan von den „Dust Bowl Children“ sang, den Verlierern der Großen Depression, die er mit den Arbeitslosen im Kalifornien der Gegenwart verglich. Und denen er zweckoptimistisch zurief: „Let the green fields grow strong, there’s a bluegrass revival comin‘ on!“ So war […] mehr…

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    Fleet Foxes - Helplessness Blues

    Die Band um Robin Pecknold perfektioniert ihren virtuosen Folk. Es ist natürlich ein formidables Album geworden. Hatte jemand etwas anderes erwartet? Nein. Vor allem nachdem die Fleet Foxes den besten Song des Albums, ihren „Helplessness Blues“, schon vorab hörbar machten. Unfassbar schön, wie sie sich dort mit einer einsamen Gitarre ankündigen, bis Robin Pecknold zu […] mehr…

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    Robbie Robertson - How To Become Clairvoyant

    Beschwörende Retro-Songs und experimentelle Beliebigkeit Robbie Robertson kommt weiter voran – in der Bewältigung seiner Vergangenheit. Hatte sich der Kanadier gleich auf zwei 90er-Jahre-Alben noch mit seinen indianischen Wurzeln beschäftigt, so ist er jetzt nach langer Pause immerhin in der Ära angekommen, die ihn einst mit The Band auf ewig in die Geschichtsbücher getragen hat. […] mehr…

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    Danger Mouse & Daniele Luppi - Rome

    Starproduzent und Filmkomponist auf den Spuren Morricones Wenn in einem Western große Chöre stimmungsvoll langgezogene „Ohhooohhoooos“ intonieren und die Gitarren klingen, als hätte jemand stählerne Überseekabel aufgezogen, stammt der Soundtrack meist von Ennio Morricone. In Sergio Leones Kinoklassikern „Once Upon A Time In The West“ und „The Good, The Bad & The Ugly“ ist seine […] mehr…

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    Milow - North And South

    In der Wohlfühlmusik des Belgiers verstecken sich Überraschungen. Milow müsste mich nerven. Ständig sind Werbespots mit seinen Liedern unterlegt, man hört sie täglich (zumindest wenn man zu viel fernsieht) und bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf. Die Melodien des Belgiers sind gefällig, seine Stimme ist angenehm – und dann hatte dieser käseweiße Kerl noch […] mehr…

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    The Dodos - No Color

    Lo-Fi-Prachtstück: Schwarzweiß ist das neue Kunterbunt. Wer hätte diesem schrägen Duo aus San Francisco vor drei Jahren so etwas zugetraut? Auf „Visiter“ benahmen sich Meric Long und Logan Kroeber wie wild gewordene Straßenmusiker, klebten sich Tamburine an die Füße, brachten einen mit DIY-Charme, verworrenen Rhythmen und Schrammelgitarren aus der Fassung. Das machen sie zwar auf […] mehr…