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    dEUS

    - Keep You Close

    Suche nach Konstanz: empfindlich-romantische Indie-Dramen Warum muss alles Gewohnte irgendwann einmal enden? Warum kann nicht alles so bleiben, wie es war? Nachdem sich die Streicher so hochdramatisch geriert haben, als eröffneten sie ein Kinomelodram, verwandelt Tom Barman „Keep You Close“, den Titelsong des neuen dEUS-Albums, in eine Ode auf die Treue, singt gegen den stetigen […] mehr…

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    Klee - Aus lauter Liebe

    Die Kölner klingen auf ihrem Konzeptalbum seltsam müde. Uff! Das haben sich die sympathischen Kölner, einst unter dem Namen Ralley dem Indie-Pop verschrieben, doch nicht selbst ausgedacht? Eine Fotostrecke in der Stadt der Liebe! Im Hintergrund der Eiffelturm, vorneweg unscharfe Rotweingläser! Gesehen durch gilbrig-gelben Retro-Filter! Ist das hier eine „Brigitte“-Sonderedition? Vor dem Eiffelturm, da durften […] mehr…

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    Megafaun - Megafaun

    Verschlungene Folk-Songs von drei hochtalentierten Hippies Megafaun, das sind drei bärtige Erz-Hippies, die sich sicher nicht ohne Grund nach dem römischen Waldgott Faunus benannt haben. Von dessen ausschweifendem Fruchtbarkeits-Fest Lupercalia sang ja neulich erst Patrick Wolf, und Debussy hat ihm seinen größten Hit zu verdanken. Die artifiziellen Geziertheiten der Europäer findet man bei den Appalachen-Bewohnern […] mehr…

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    Waters - Out In The Light

    Der melancholische Port-O’Brien-Chef wagt einen Neuanfang. Alles auf Anfang. Im Frühjahr 2010 löste sich Port O’Brien auf, sein Projekt mit Freundin Cambria – und Van Pierszalowski tauchte in Norwegen ab. Keine Lust auf Musik, aber beim Oslo-Bummel und beim Schwimmen im Fjord fand der Mann aus Alaska nach und nach einen neuen Fokus, musikalisch wie […] mehr…

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    Jon Windle - Step Out The Man

    Zu vorhersehbarer Brit-Rock vom Ex-Little-Man-Tate-Sänger Die jungen Wilden sind längst die alten Wilden, die Jungen längst die gewieften Routiniers. Jon Windle, der mit dem Quartett Little Man Tate hemdsärmeligen Mainstream-Working-Class-Rock produzierte, ist weder richtig jung noch richtig wild, dafür aber ein guter Handwerker. Und mit „Step Out The Man“ hat er sich einen Traum von […] mehr…

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    The Horrible Crowes - Elsie

    Brian Fallon verzichtet auf laute Riffs, bleibt aber ein Romantiker. Nach den Konzerten seiner Band The Gaslight Anthem sitzt Sänger/Gitarrist Brian Fallon oft mit seinem Kumpel Ian Perkins im Tourbus und hört Musik. Tom Waits, PJ Harvey, Afghan Whigs – dunkel muss es sein und ein bisschen gebrochen. Fallon erkennt in solchen Liedern die andere […] mehr…

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    Glen Campbell - Ghost On The Canvas

    Anrührendes Abchiedswerk des großen Sängers und Gitarristen In seinen Notizen zu diesem Album erzählt Glen Campbell auf einer schmalen Seite noch einmal seine eigene Geschichte. Er erzählt sie knapp, bescheiden und „mit einem Lächeln“ – so hielt er es immer. Der Gitarrenvirtuose in der „Wrecking Crew“ spielte in den 60er-Jahren präzise seine Licks, der Sänger […] mehr…

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    Kasabian - Velociraptor!

    Ein halber Klassiker mit psychedelisch aufgeladener Popmusik Weil nach dem Ende von Oasis der Job der größten Großmäuler des Britpop frei geworden ist, verkünden Kasabian, mit „Velociraptor!“ einen modernen Klassiker geschaffen zu haben, wie es seit 15, 16 Jahren keinen mehr gab. Und das würde vielleicht sogar stimmen, wenn alle Songs so gut wären wie […] mehr…

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    Dear Reader - Idealistic Animals

    Songschreiberin Cherilyn MacNeil sucht jetzt in Berlin ihr Glück. Die „Idealistic Animals“ sind natürlich wir selbst. Wir glauben an Ideale wie Liebe, Freiheit und Demokratie. Und hoffen auf das Glück. Wesenszüge, die auch Cherilyn MacNeil nicht fremd sind, obschon sie das Leben in Südafrika bereits anderes gelehrt hat. In Johannesburg ersann sie Mitte der Nuller-Jahre […] mehr…

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    Clap Your Hands Say Yeah - Hysterical

    Schleudertrauma-Pop, wie er schöner kaum sein könnte. Unverhofft kommt bekanntlich oft. Nach mehr als vierjähriger Auszeit meldet sich das Quintett aus Brooklyn, das David Bowie und David Byrne zu seinen prominentesten Fans zählen darf, wider Erwarten zurück. Lang hielten sich ja die Gerüchte um ein Ende von Clap Your Hands Say Yeah, während sich die […] mehr…

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    Paley & Francis - Paley & Francis

    Gemeinheiten zwischen Garagenrock und torkelndem Blues „Wait for the morning in the sun/ It’s such an ugly life!“, krächzt Reid Paley in der sich sarkastisch in lieblichen Harmonien und zuckrigen Gitarren verlierenden Hymne „Ugly Life“. Und im „Last Song“, einer trunkenenen Ballade, nach der auf der Platte noch lange nicht Schluss ist mit den Gemeinheiten […] mehr…

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    The Drums - Portamento

    Die Glasgower Band meistert das schwere zweite Album fast perfekt. Immer wieder gern thematisiert: „das schwierige zweite Album“, in diesem Fall 14 Monate nach dem Hype. Aber sie machen es einem verdammt schwer, übertrieben kritisch zu agieren, die Drums aus Brooklyn – weil sie es einem so verdammt einfach machen, die zwölf neuen Songs zu […] mehr…

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    Nick Lowe - The Old Magic

    Frührentner-Schwof mit Aphorismen zur Lebensweisheit Die Musiker stehen so gegerbt und grau, in bequemen Schuhen und umgekrempelten Hosen da, als hätten sie eben ihre letzte Nachtschicht in der Fabrik beendet. Leider hat sich Nick Lowe nicht zu Geraint Watkins, Steve Donnelly und Robert Treherne gesellt, und auch die Helfer Paul Carrack, Ron Sexsmith, Annie Whitehead […] mehr…

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    Wolf Gang - Suego Faults

    Max McElligott zeigt sein Talent als moderner Ziggy Stardust. Selbstbewusst ist er, dieser Max McElligott. Wenn schon Mick Jagger keinen Abschluss der London School Of Economics gebraucht habe, dann werde auch er auch ohne akademische Ehren sein Glück versuchen, hat der 24-jährige Sohn einer Violinistin und eines Historikers verkündet und sein Studium hingeschmissen. Als Wolf […] mehr…

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    The Jayhawks - Mockingbird Time

    Ende 1995 verließ Olson die Band, um sich um seine MS-kranke Frau, die Songwriterin Victoria Williams, zu kümmern. Das Ehepaar nahm mit Freunden als The Original Harmony Ridge Creekdippers schräge, eigenwillige Folkplatten auf, Louris machte mit den Jayhawks weiter, steuerte sie ein bisschen orientierungslos durch muskulösen Rock, Pop und Country. Olsons Ehe scheiterte, und er […] mehr…

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    STADIUM ARCADIUM - 2006

    Es hätte so schön werden können. Aus den 28 Songs, die auf „Stadium Arcadium“ die Seiten „Jupiter“ und „Mars“ füllen, hätte man ein großartiges Album destillieren können, doch Bescheidenheit war gerade nicht gefragt. Die Großmannssucht stand den vieren bei der Qualitätskontrolle im Weg: zu viel (wenngleich gut gemachtes) Handwerk, zu wenig Gefühl. Irgendwie klangen sie […] mehr…

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    BY THE WAY - 2002

    Die Zeichen standen bereits auf Triumph: Mit „Californication“ hatten die Peppers eine unwahrscheinliche Renaissance erlebt, jetzt konnten sie es sich erlauben, nicht bloß auf Nummer sicher zu gehen. Frusciante und Kiedis hatten wieder zueinander gefunden – und die Popmusik entdeckt. Plötzlich waren sie keine Surfer-, sondern wahre Beach Boys. Den Funk fuhren sie auf ein […] mehr…

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    CALIFORNICATION - 1999

    Kurz vor der Jahrtausendwende stand auch bei den Chili Peppers mal wieder alles auf Messers Schneide. Dave Navarro war schon 1998 wieder raus aus der Band, John Frusciante allerdings in keinem Zustand, der eine Rückkehr zugelassen hätte. Er checkte erst mal in eine Reha-Klinik ein, ließ sich neue Zähne machen und kümmerte sich um seine […] mehr…

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    ONE HOT MINUTE - 1995

    Der Problemfall. Nachdem John Frusciante vom Mega-Erfolg überfordert die Band verlassen hatte, standen die Peppers abermals vor dem Nichts, die personelle Lücke entwickelte sich zur großen Kontinuität dieser Karriere. Die Frusciante-Nachfolge übernahm schließlich Dave Navarro. Eine Personalie, die gemeinhin – ebenso wie das einzige gemeinsame Album mit dem ehemaligen Jane’s-Addiction-Gitarristen – als missglückt gilt. Dabei […] mehr…

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    BLOOD SUGAR SEX MAGIK - 1991

    Die Quintessenz des frühen Schaffens der Band und also der Peppers-Klassiker schlechthin. Funk, Rock und erstmals auch Pop fließen mit spielerischer Leichtigkeit zusammen, absolut jeder Ton sitzt am richtigen Fleck. Was neben Frusciante und Chad Smith natürlich vor allem an Rick Rubin lag. Insbesondere Kiedis traute sich unter Rubins Ägide so viel zu wie noch […] mehr…