• Mika - The Boy Who Knew Too Much

    Mika

    - The Boy Who Knew Too Much

    Gar nicht seichte Popsongs, so überkandidelt wie vielschichtig Man braucht nur ein paar Minuten, dann ist man wieder mittendrin – in der wunderbaren Welt des Mika, in der alles farbenfroh, waghalsig und überkandidelt ist. Mag sein, dass er auf dieser Platte in die Tiefe steigt und Persönliches offenbart, doch darum kümmern wir uns später. Zuerst […] mehr…

  • Kings Of Convenience - Declaration Of Dependence

    Kings Of Convenience – Declaration Of Dependence

    Ach, das Ding mit der Freiheit. Wird’s nicht überschätzt? Die Kings Of Convenience stellten jedenfalls fest, dass sie einander brauchen, um Großes zu schaffen. Nach fünf Jahren in Berlin ist Erlend Oye unlängst wieder nach Bergen (Norwegen) zurückgekehrt, wo Eirik Boe längst Frau und Kind hat. Der spontane Freigeist gegen den in Verantwortung gebundenen Familienmenschen. […] mehr…

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    Prefab Sprout – Let’s Change The World With Music

    Ein Konzeptalbum über Musik? Mit Titeln wie „Meet The New Mozart“ und „Sweet Gospel Music“? Wow! Und das Ganze von Paddy McAloon? Musik von Gott gesandt, von Engeln weitergereicht, vom Jimmy Webb der britischen Post-Punk-Ära umgesetzt. Doppel-Wow! Die heilige Dreifaltigkeit. Und doch: Der himmlische Frieden ist gestört, etwas stimmt da nicht im Hause „Wohlklang“. „Let’s […] mehr…

  • Air - Love 2

    Air – Love 2

    Seit dem prachtvollen Debüt „Moon Safari“ geht es bei Air im Prinzip nur um das eine: Wie finden Kirschblütenmädchen und sexy Jungs auf einer Rakete surfend zusammen? Die französischen Westentaschensymphoniker proben seither den Zungenkuss mit einer leichtfüßigen Muse, die sie mit den sanften Klängen von Analog-Synthesizern bezirzen, um ihr durch den Vocoder Liebesschwüre ins Ohr […] mehr…

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    Vic Chesnutt – At The Cut

    Man will zunächst nicht mit in die Tiefe. Das erste Lied auf dem neuen Album von Vic Chesnutt heißt „Coward“, es ist das schmerzhafte, würgende Bekenntnis eines zu kurz gekommenen Feiglings. „The courage of the coward is greater than all others“, singt Chesnutt zu krachenden Gitarren und einem epischen Riesen-Riff, man kann es fast nicht […] mehr…

  • Pearl Jam - Backspacer

    Pearl Jam – Backspacer

    Die ersten Minuten verheißen noch nichts Großes. „Gonna See My Friend“ reimt desire auf retire, mantra-artig wiederholt Eddie Vedder im Refrain den Songtitel, die Gitarren bratzen dazu auf altbekannte Weise. Am Ende waren bei Pearl Jam die schnelleren (Punk-)Rocksongs nie die, an die man sich jahrelang erinnert. Doch dann gelingen der Band bei ihrem neunten […] mehr…

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    Kris Kristollerson – Closer To The Bone

    Die Einschläge sind zuletzt wieder nähergekommen. Gerade im Mai musste Stephen Bruton gehen, sein alter „soul brother“ (so Kristofferson), nicht ohne sich vorher noch als Co-Autor und Gitarrist verewigen zu können auf „Closer To The Bone“. Das Stück heißt „From Here To Forever“ und ist ein kaum mehr unschuldiges, dezent mit einer Spieluhrenmelodie unterlegtes Wiegenlied […] mehr…

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    The Ettes – Do You Want Power

    Bands wie The Ettes werden von einem Teil des Rock liebenden Publikums wie eine Art Fetisch verehrt: Weil man tatsächlich glauben könnte, dass in diesen zärtlich hingerotzten Songs die Essenz des Rock’n’Roll versteckt ist, und trotzdem gibt es so etwas wie einen süffigen Pop-Appeal. Auch das dritte Album des Girl-Girl-Boy-Trios untermauert die These. Selbst wenn […] mehr…

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    Hope Sandoval & The Warm Inventions – Through The Devil Softly

    Zeit ist ja immer relativ. Aber besonders ist sie das für Hope Sandoval. Herrje, was sind schon Jahre! 13 sind inzwischen ins Land gegangen seit dem letzten Mazzy Star-Album „Among My Swan“, und jetzt soll tatsächlich ein neues so gut wie fertig sein, auch wenn sie immer noch „keine Ahnung“ habe, „was das heißt“. Wie […] mehr…

  • Manchester Orchestra - Mean Everything To Nothing

    Manchester Orchestra – Mean Everything To Nothing

    Nicht aus Manchester, sondern aus Atlanta kommt diese Band um den Sänger und Gitarristen Andy Hull. Hull spielt bebenden Emo-Rock, dehnt die Grenzen seines Genres aber in ganz verschiedene Richtungen und packt zu wie die Foo Fighters. Die Platte ist praktisch zweigeteilt – in den ersten paar Songs wütet und zürnt die laut krachende Band, […] mehr…

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    – The Black Crowes – Before The Frost… Until The Freeze

    Man sieht einem guten Handwerker gern bei der Arbeit zu. Vermutlich weil er ein Prinzip der Zeitlosigkeit verkörpert, das uns mit der eigenen Sterblichkeit versöhnt. Er wendet Kulturtechniken an, die viele Generationen älter sind und älter werden als er selbst, in seiner Person offenbart sich gelingende Tradition und somit eines kleines Stückchen Transzendenz im Profanen. […] mehr…

  • Yello - Touch Yello

    Yello – Touch Yello

    Touch Yello Gediegener Club-Sound mit erlesenen Gästen wie Till Brönner Willkommen in der Zigarren Raucher-Lounge. Hier weiß man zu genießen, geht die Dinge langsam an, gibt den Aromen Zeit, sich zu entfalten. Dieter Meier könnte dort Stammgast sein, einen Rückzugspunkt gefunden haben, um sich von anstrengenden Profi-Poker-Turnieren zu erholen, oder von der harten Arbeit als […] mehr…

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    Barbra Streisand – Love Is The Answer

    „I’m hungry still to see what’s down another road“, singt die Streisand auf ihrem ungefähr 50. Album, gebettet in Johnny Mandels dezente Orchester-Arrangements. Das große Ensemble tönt oft leiser als das Piano, an dem die Sängerin sich orientiert. Der Geschmack der Großmeisterin gilt ja als ebenso sakrosankt wie ihr Vortrag – doch wie der späte […] mehr…

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    Gordon Gano & The Ryans – Under The Sun

    Als die Klavierharmonien den Raum erfüllen, hat sich der zornige Teenager in einen desillusionierten 46-Jährigen verwandelt, der Selbstgespräche führt. „Do you forgive me?/ Can you forgive?/ Is there left anv/ Of your love to give?“, fragt Gordon Gano und verneint kurz darauf. Sanfte Verzweiflung macht sich breit, als die Ballade „Under The Sun“ sich zu […] mehr…

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    Addie Brik – Strike The Tent

    Sicherlich eins der abwechslungsreichsten Alben der letzten Monate. Kunstvoll zwischen Jazz, Electronica und Weltmusik changierend, erinnern Addie Briks Songwriting und ihre Arrangements an Künstler wie Robert Wyatt. Sehr erwachsen, sehr tief, sehr gescheit. „Strike The Tent“ entstand aus den Erfahrungen eines zweijährigen Aufenthalts in Budapest, was man aber eher an den vielen ungarischen Musikernamen erkennt. […] mehr…

  • Zeep - People & Things

    Zeep – People & Things

    Unter dem Namen Smoke City hatten Nina Miranda und Chris Franck einen sehr schönen kleinen Hit namens „Underwater Love“. „Bekannt aus der Levi’s-Werbung“ klebte es damals auf dem Cover. Auch als Zeep spielt das Duo wieder mit der Leichtigkeit des Bossa Nova, dem sanften Wagemut des britischen Folk und den zupackenden Melodien guter Popsongs. Selbst […] mehr…

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    The Very Best – Warm Heart Of Africa

    War das ein Geschnatter im letzten Jahr, als man ein paar Indie-Bands für die Wiederentdeckung des Afrobeat feierte. Dabei gab es dort bestenfalls ein paar Krümel vom Tisch der Familie Kuti zu entdecken. Das DJ- und Produzenten-Duo Radioclit und der Sänger Esau Mwamwaya zeigen jetzt als The Very Best, wie organisch die Fusion von afrikanischer […] mehr…

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    Moneybrother – Real ControlReal Control - Begabter Dieb

    Braucht es noch Beweise, dass die Welt schlecht ist? Da landete 2008 ein Prolet namens Kid Rock einen Welthit, indem er dreist Melodien von Warren Zevon und Lynyrd Skynyrd zu einer Nostalgie-Orgie vermengte, die sich „All Summer Long“ nannte vind genau so lange allerorten gespielt wurde. Der Billigklau sorgte für ein unerwartetes Comeback, während ein […] mehr…

  • Editors - In This Light And On This Evening

    Editors – In This Light And On This Evening

    Dass die Editors für ihr neues Album mehr Keyboards einsetzen würden, hatte man gehört. Aber gleich so viele? Auf „In This Light And On This Evening“ klingen die Briten wie ausgewechselt. Strenge Goth-Synths allerorten, maschinelle Beats, dunkles Herz in Wort und Gesang – sie machen es jetzt ganz anders. Den Mut muss man zumindest goutieren. […] mehr…

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    Basement Jaxx – Sears

    Ihr Markenzeichen, das krawallverliebte Tönen, Tröten und Tuten, haben Felix Buxton und Simon Ratcliffe inzwischen etwas zurückgefahren. Trotzdem hat auch das fünfte Basement Jaxx-Album einen hohen Wiedererkennungswert. Und wie immer wird eine prominente Garde von gerade hippen Gastsängern aufgefahren: Santigold, Yo Majesty, Kelis, Amp Fiddler, Sam Sparro und selbst Yoko Ono krächzt ein wenig mit. […] mehr…