• Gerry Hemingway - Songs

    Gerry Hemingway – Songs

    James Emery, Kermit Driscoll, Ellery Eskelin: Sie stammen wie die Restband aus der Avantgarde-Szene, überraschen aber mit deutlich am Pop orientierten Songs. Die hat Schlagzeuger Gerry Hemingway geschrieben, Lisa Sokolov singt, und das Ganze erinnert ein wenig an die Alben von Cassandra Wilson mit Brandon Ross: archaisch, bluesnah, mit Schrägem versetzt. Manche der Songs kommen […] mehr…

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    Gretchen Parlato – In A Dream

    Es geht also doch: Mit sanfter Stimme nahe am Bossa bleiben und dabei unverkennbar eigen klingen. Gretchens Stimme harmoniert perfekt mit der Gitarre des allgegenwärtigen Lionel Loueke, der wieder einmal afrikanische Akzente setzt. Eine Funknummer wie Hancocks „Butterfly“ mit derart entspanntem Understatement „umzusingen“, das beeindruckt Herbie und Wayne Shorter gleichermaßen: „Magische Verbindung zur Musik“, sagt […] mehr…

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    Vijay IyerTrio – Historicity

    In Sekundenschnelle wird klar: Hier ist ein Intellektueller am Werk. Nach 13 Minuten: Dieser Pianist steht weit über der Tradition im Umgang mit Leonard Bernsteins „Somewhere“. Nach weiteren zweieinhalb: Wenn sein Trio M.I.A.s“Galang“ verarbeitet, dann im Geist von The Bad Plus oder Neil Cowley. Insgesamt spielt Affinität zur Rockmusik eine geringere Rolle, wenn Stevie Wonder […] mehr…

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    Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune – Wellen der Angst

    In die „große Tradition manisch-depressiven Musizierens“ will sich die Neigungsgruppe einschreiben, erklärt Radiomoderator Fritz Ostermayer, der zusammen mit seinen Kollegen vom österreichischen Sender „FM4“ ein zweites Mal mit eigenen Songs und Covers der austriakischen Seele des Pop nachspürt. Oliver Welter von Naked Lunch singt sein „Military Of The Heart“ auf Wienerisch, der Titelsong ist von […] mehr…

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    Die Goldenen Zitronen – Die Entstehung der Nacht

    MySpace, Wirtschaftskrise, emotionales Prekariat, gesellschaftliche Schockstarre, Silbermond, Jörg Haider – die Goldenen Zitronen loggen sich wieder in allerlei zeitgeistige Diskurse ein und jagen ihre hysterischen Textlawinen durch Krautrock und nervösen New Wave. Ex-The Pop Group-Mastermind Mark Stewart und Melissa Logan von Chicks On Speed singen ein Duett, und FSKs Michaela Melian gibt Nicoesk Melanies „Beautiful […] mehr…

  • Spiral Stairs - The Real Feel

    Spiral Stairs – The Real Feel

    Fünf Jahre ist es nun her, dass Scott Kannberg die letzte Platte mit Preston School Of Industry machte. In den Neunzigern kannte ihn natürlich jeder als Spiral Stairs, den zweiten Sänger und Gitarristen von Pavement. Nun hat er unter seinem nom de guerre sein erstes Soloalbum aufgenommen. Eine warme 70er-Jahre-Neil-Young-&-Crazy-Horse-Platte mit wundervollen Gitarrensoli und herzerweichenden […] mehr…

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    Jim O’Rourke – The Visitor

    Es ist ein bisschen ruhiger geworden um den einst vielbeschäftigten Produzenten und Musiker, der mittlerweile in Tokio zu Hause ist. „The Visitor“ ist sein erstes Soloalbum in acht Jahren. Es besteht aus einem einzigen fast 40-minütigen, wohlklingenden, eklektischen Instrumentaltrack, der am ehesten an sein 97er Album „Bad Timing“ erinnert. Versponnene John-Fahey-Gitarren, perlendes Piano, Streicher, Elektronik. […] mehr…

  • John Fogerty Rides Again Artwork

    John Fogerty & The Blue Ridge Rangers - Rides Again

    Nostalgischer Spaß: Fogerty spielt zünftige Coverversionen. Die Überraschung hier ist nicht, dass John Fogerty ein Alter Ego reaktiviert, das zuletzt 1973 auf dem gleichnamigen Coveralbum mit Songs von Hank Williams oder George Jones im Einsatz war. Die Überraschung ist auch nicht, dass er das späte Nachfolgewerk mit dem kitschigsten Cover seit „Working On A Dream“ […] mehr…

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    Loudon Wainwright III – High Wide & Handsome

    Der alte Sarkastiker würdigt den Banjo-Picker Charlie Poole Seit den mittleren 80er, manche meinen: den mittleren 70er Jahren hofft die schüttere Gemeinde auf Platten von Loudon Wainwright, die es nicht nur mit dem Witz, sondern auch mit der schieren Songschreibekunst seiner ersten vier Alben aufnehmen können. In der Zwischenzeit zogen erst Sohn Rufus, dann auch […] mehr…

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    Jochen Dislelmeyer – Heavy

    Vielleicht gehen Jochen und Bernd ja nach dieser Platte doch mal wieder zusammen ins Kino. Bernd Begemann hatte 1993 zur Drum-Maschine in „Rambo III mit Jochen Distelmeyer im Autokino“ einen Streit nachgespielt, in dem ihm Distelmeyer vorwirft, nicht radikal genug zu sein. „Du bist Godard, und ich bin Truffaut“, trotzte Begemann damals und stellte fest: […] mehr…

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    Loudon Wainwright III High Wide & Handsome

    Seit den mittleren 80er, manche meinen: den mittleren 70er Jahren hofft die schüttere Gemeinde auf Platten von Loudon Wainwright, die es nicht nur mit dem Witz, sondern auch mit der schieren Songschreibekunst seiner ersten vier Alben aufnehmen können. In der Zwischenzeit zogen erst Sohn Rufus, dann auch Tochter Martha an dem früher meistens abwesenden Vater […] mehr…

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    Air - Love 2

    Seit dem prachtvollen Debüt „Moon Safari“ geht es bei Air im Prinzip nur um das eine: Wie finden Kirschblütenmädchen und sexy Jungs auf einer Rakete surfend zusammen? Die französischen Westentaschensymphoniker proben seither den Zungenkuss mit einer leichtfüßigen Muse, die sie mit den sanften Klängen von Analog-Synthesizern bezirzen, um ihr durch den Vocoder Liebesschwüre ins Ohr […] mehr…

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    Chet Baker Let’s Get Lost

    Das faltige Gesicht strahlt, die Augen sind geschlossen, zwei junge Frauen haben sich an ihn geschmiegt: Chet Baker fährt in einem Cabrio einen Palmenboulevard hinunter. Wir sehen das in Schwarzweiß, eine Jazz-Trompete tönt wie verweht, es könnte ein Moment in den 50er Jahren sein. Aber als Bruce Weber 1987 seinen Film über Chet Baker drehte, […] mehr…

  • Elvis Presley - Elvis In Memphis

    Trotz toller (gleichwohl mäßig erfolgreicher) Singles wie „Big Boss Man“, „U. S. Male“ und „Guitar Man“ im Lauf der Filmkarriere fast zu einer Lachnummer geworden, ließ sich Elvis Presley im Sommer 1968 auf die Idee zu einem TV-Special ein und läutete damit ein unglaubliches Comeback ein – zumindest daheim mit dem LP-Kondensat aus demselben seit […] mehr…

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    The Low Anthem - Oh My God, Charlie Darwin

    Wahrscheinlich hat den Witz schon jemand gebracht, aber: So low ist die Hymnik der diesjährigen Fleet Foxes gar nicht. Ähnlich wie bei jener Folk-Konsensband ist es auch hier ein stetes meditatives Schwelgen, ein Rausch der Entschleunigung. Bei „Cage The Songbird“ etwa oder bei „To Ohio“. Natürlich kommen The Low Anthem von der Ostküste, natürlich haben […] mehr…

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    Rufus Wainright: Milwaukee At Last!!!

    Vielleicht würde man Rufus Wainwright noch lieber mögen, wenn er sich nicht selbst so toll fände. Ausgerechnet in Milwaukee, Wisconsin – im nördlichen Mittelwesten der USA – ließ der Künstler ein Konzert filmen; das plüschige Pabst Theatre ist allerdings auch der glamouröseste Saal, der sich denken lässt. Hinter der Bühne sind Rufus und seine Musiker […] mehr…

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    Simian Mobile Disco - Temporary Pleasure

    Aus der vierköpfigen Indie-Band Simian entwickelte sich ein DJ-Duo, über dem seit zwei Jahren unaufhörlich die Disco-Kugel kreiselt. Das Debütalbum „Attack Decay Sustain“ war eine einzige exzessive Party: ein von Techno, Euro-Dance und Rave gesäugtes Inferno, ein analoges Schaumbad mit eingebauter Bassmassage. Mit „Temporary Pleasure“ sind James Ford und James Antony Shaw wieder ein Stückchen […] mehr…

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    Spinnerette: Baptized By Fire

    Keine EP, nur eine ordinäre Single auf rotem Vinyl mit sexy Sleeve und profanem Download-Code. Brody Dalle, früher bei den Distillers, nennt den Stil ihrer neuen Formation Electro-Rock, was im Konzert seine Berechtigung hat, hier jedoch nicht passen will. Zu frivol und leichtgewichtig, zu eingängig und pophibbelig ist die A-Seite, während Brody auf der B-Seite, […] mehr…

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    Element Of Crime - Immer da wo du bist…

    Etwas raubauziger, immer noch sentimental: schönste Elements-Musik mehr…

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    Anne Clark: Live in Germany

    Die britische Dichterin hat sich seit ihren großen Tagen in den 80er Jahren kaum verändert – im Äußeren nicht und nicht in der Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Lyrik cum Musik vorträgt. In Deutschland hat Clark eine größere Gemeinde als in England, und das Publikum in Mainz begrüßt sie vertraut mit „Guten Abend!“. Auch einige […] mehr…