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    Marina & The Diamonds

    - „Obsessions“

    Keine Band, sondern eine Waliserin mit multipler Persönlichkeit und einer Stimme wie Lene Lovich, indes mit Songmaterial, das keineswegs überkandidelt wirkt, eher auf kluge Art konventionell. „Last night’s love affair is looking vulnerable in my bed“, höhnt sie zu simplen Piano-Akkorden, bevor sich „Obsessions“ mit insistent klopfendem Beat und dominanterer Stimme zu einem frivolen Drama […] mehr…

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    Linda Ronstadt - „Prisoner In Disguise“

    Letzteres gilt natürlich auch für dieses 75er Album von La Ronstadt, dessen Hits „Heat Wave“ und „Tracks Of My Tears“ zu den schwächeren Cuts zählen. Highlights finden sich einige, darunter Neil Youngs „Love Is A Rose“, Lowell Georges „Roll Um Easy“ sowie das durch Emmylous Harmonies geadelte, herzergreifende „The Sweetest Gift“. Nur Peter Ashers allzu […] mehr…

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    The Thermals - „Now We Can See“

    Nachdem Hutch Harris mit den Thermals auf „The Body The Blood The Machine“ (2006) von der Sintflut erzählte und sich verwegen dem Arche-Noah-Prinzip der Selbstgerechten verweigerte, ist es nur konsequent, dass sich Portlands Lieblinge der Indie-Rock-Szene auf dem Nachfolger „Now We Can See“ der Sonne, dem Himmel, der Erde, und allem, was auf selbiger so […] mehr…

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    Sophia - „There Are No Goodbyes“

    Mit offenen Besteckschubladen mochte man ihn ja eh niemals allein lassen. Und diesmal hat Robin Proper Sheppard, der fabelhafte Ober-Trauerkloß der Singer/Songwriter-Szene, sogar besonders tief im Repertoire seiner dunkelschwarzen Gefühle gegraben. Was für ein Glück, dass der Wahl-Londoner dem katastrophalen Pathos seiner Elegien immerhin manchmal mit erzählerischer Ironie begegnen kann. „Why waste a perfect evening, […] mehr…

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    Charlie Feathers - „Can’t Hardly Stand It! The…

    Die Liner Notes zu diesem Set versteigen sich zu der Behauptung, Charlie Feathers sei endlich vom „Mainstream“ akzeptiert worden, seit Quentin Tarantino seine Aufnahme von „That Certain Female“ im „Kill Bill“-Soundtrack verwendete. Ob Tarantino-Filme ihrerseits mittlerweile echt Mainstream wurden, sei mal dahingestellt. Tatsache ist: Das Rockabilly Revival von 1974, in dessen Verlauf die auch auf […] mehr…

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    Phantom Ghost - Thrown Out Of Drama School

    Das Klavier klimpert zaghaft die Melodie eines langsamen Walzers. Ins andächtig-bange Warten auf die Premiere, ins Lampenfieber hinterm Vorhang mischt sich Weltschmerz: „We stand behind the curtain closed/ Considering our fate/ Wondering which way we choose/ Onward light brigade!“ Wehmütig-verhalten und die Verluste erahnend ist diese Attacke der leichten Brigade, mit der Dirk von Lowtzow […] mehr…

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    The Hold Steady - A Positive Rage

    Als Craig Finn nirgends mehr eine smarte Rockband fand, gründete er schnell selbst eine. Angeblich hatten The Hold Steady keine Ambitionen, sie wollten nur Bier trinken und spielen. Aber diese 55-minütige Dokumentation erzählt eine andere Geschichte: Von London bis Texas, von Kalifornien bis Minnesota begeistern sie in ausverkauften Hallen mit ihrer „Erwachsenenmusik“ – den gewitzten […] mehr…

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    Here We Go Magic - „Here We Go Magic“

    Luke Temple machte sich mit seinen ersten beiden Alben als amerkanischer Songwriter in den Spuren von Jeff Buckley einen Namen. Schon auf diesen Platten nahm er es mit der klassischen Songstruktur- Strophe-Refrain-Strophe- nicht so genau, doch erst unter dem Pseudonym Here We Go Magic verabschiedet er sich endgültig von allen Genregrenzen. Das klingt, als hätte […] mehr…

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    Death - „…For The Whole World To…

    1975 pflügte dieses schwarze Trio durch einen Reigen aus Proto-Punk und MC5-Lärmliedern, doch ihr furioses Debüt-Album wurde nicht veröffentlicht, weil sie den Namen Death nicht ändern wollten. Mit dem Gitarren-Inferno von „Where Do We Go From Here?“ und „Politicians In My Eyes“ erreichten die Brüder Hackney einen Zustand knapp an der Levitation. (Drag City/RTD) Arne […] mehr…

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    Camera Obscura - „My Maudlin Career“

    Diese hinreißenden Songs sind eigentlich ein Fall für Manufactum: Die guten Dinge, es gibt sie noch, aber leider nicht mehr an jeder Ecke, weil dort schon längst ein Katy-Perry-Klon oder ein Pink-Ableger auf minderjährige Käufer wartet. Camera Obscura sind weder blutjung noch total hip, sie sind einfach nur fantastisch gut in dem, was sie tun. […] mehr…

  • Steffen Radlmaier - Die Joel-Story: Billy Joel und seine deutsch-jüdische Familiengeschichte

    Steffen Radlmaier – Die Joel-Story: Billy Joel und seine deutsch-jüdische Familiengeschichte

    Die Joel-Story von Steffen Radlmaier dreht sich nicht allein um den piano man, sondern beleuchtet, so der Untertitel, „Billy Joel und seine deutsch-jüdische Familiengeschichte“. Die ist zwar inzwischen recht bekannt, aber trotzdem immer noch spannend zu lesen- und oft sehr beklemmend. Dank genauer Recherche und vieler Gespräche mit den Joels erforschte Radlmaier etwa die Hintergründe […] mehr…

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    Marvin Gaye - What’s Going On

    Mobile Fidelity war eines der ersten Labels, die erkannten, das der Markt für audiophile Platten zwar ein kleiner, aber erstens lukrativer und zweitens wachsender ist. Dennoch kam man finanziell ins Trudeln und erst im Laufe des anhaltenden Booms für Analogie wieder auf die Beine. Über Marvin Gayes Meisterwerk aus passioniertem Soul zu ebensolcher Kritik an […] mehr…

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    Tori Amos - „Abnormally Attracted To Sin“

    Mit Sünden kennt sich Tori Amos aus. Hätte sie je Angst davor gehabt, Anstoß zu erregen, wäre sie wohl nicht auf die Idee gekommen, sich für ein Foto ein Ferkel an die Brust zu legen. Immer wieder schlüpfte die Sängerin in seltsame Kostüme und suchte sich für ihre Stücke neue Perspektiven. Doch obwohl der Titel […] mehr…

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    The Handsome Family - „Honey Moon“

    Brett Sparks croont „Linger, Let Me Linger“ wie ein operatisch geforderter Jonathan Richman, die ihm angetraute Texterin Rennie ergeht sich in romantischer Liebeslyrik, fern aller Beschwörung des Morbiden und Makabren. „Honey Moon“, you see, feiert das 20-jährige Jubiläum ihres Ehegelübdes. Und so gibt Brett den Leon Redbone, Rennie gibt sich verträumt, es walzert und wiegt […] mehr…

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    Jason Lytle - „Yours Truly, The Commuter“

    Von Modesto, Kalifornien nach Bozeman, Montana. Nahe Berge statt nahe Strände. Brutale Winter statt brutale Sonnengarantie. Nach fast 15 Jahren und fünf Alben, nach der Erkenntnis vor allem, dass Grandaddy auch nach „The Sophtware Slump“ (2000) nie mehr wurden als the next big thing, sucht Jason Lytle den Solo-Neuanfang in fremder Pampa. Doch man nimmt […] mehr…

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    Blue Rose Code - „Love“

    Eine schottische Kammerfolk-Preziose, noch Nick Drake und noch nicht Fleet Foxes, mit berückender Melodie und allerlei instrumentalen Finesen von Akkordeons, Celli und Violinen. Das Harmonica-beseelte „Whitechapel“ auf der Rückseite ist nicht minder schön. (Ho Hum) Wolfgang Doebeling mehr…

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    Prefab Sprout - „Original Album Classics“

    Der größte Klassiker fehlt hier, „Steve McQueen“ aus dem Jahr 1985, das wichtigste Album von Prefab Sprout (und wahrscheinlich jenes Jahres). Statt dessen: das seltsam ungelenke Debüt „Swoon“ (****1/2) von 1984, die schwärmerischen Musical-Stücke auf „From Langley Park To Memphis“ (1988, ****), die wundermilden und träumerischen „Protest Songs“ (1989, ****), aufgenommen vor „Langley Park“, das […] mehr…

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    The Soundtrack Of Our Lives - „Communion“

    In Zeiten wie diesen, in denen man sich nur noch den Lieblingstrack einer Neuerscheinung irgendwo herunterlädt, kommen uns die allseits beliebten Psychedelic-Rocker mit Masse. Ein Doppelalbum mit 24 Songs- für jede Stunde des Tages einer. Will man das? Will man jede einzelne Stunde dokumentieren, festhalten? Nö. Und doch: Es ist vielleicht kein Weißes Album, kein […] mehr…

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    Junior Wells - „Hoodoo Man Blues“

    Ebenfalls in den Genuss eines 45rpm-Mastering von Kevin Gray auf zwei LPs kommt mit „Hoodoo Man Blues“ eine der frühesten und bis heute vitalsten Sessions einer Gattung, die als Chicago Blues firmiert und bis Mitte der 60er Jahre fast nur auf Singles zu Hause war, weil nur die in Jukeboxen passten, die wiederum in keinem […] mehr…

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    Phoenix - „Wolfgang Amadeus Phoenix“

    Es waren ja doch sehr viele Gitarren auf der letzten Platte von Phoenix, „It’s Never Been Like That“. Die vier Franzosen ließen die Lust an der Draperie sein und zeigten sich nackig, was vor dem Hintergrund dieser Diskografie vielleicht Sinn ergeben hat. Es war aber auch ein bisschen enttäuschend, weil man doch von Phoenix eben […] mehr…