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    Yeah Yeah Yeahs

    - „It’s Blitz“

    Werden wir in drei Monaten noch einen Job haben, ein Dach über dem Kopf, ein gültiges Premiere-Abo? Fragen, die die Welt bewegen. Das Schlimmste: Nicht einmal Peer Steinbrück kennt die Antwort! Die Yeah Yeah Yeahs haben jetzt immerhin eine Interimslösung parat: „Off with your head/ Dance ‚til you’re dead“ heißt es in „Heads Will Roll“, […] mehr…

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    The See See - Keep Your Head

    Das Label Great Pop Supplement ist zum verlässlichen Juwelenlieferanten avanciert, die zweite 45 des britischen Quartetts bereitet musikalisches, visuelles wie haptisches Vergnügen, Buffalo Springfield und Big Star evozierend, mit byrdsianischen Gitarren und herrlich raumgreifender Melodie, euphorisierender noch als ihre letztjährige Single „Up The Hill“. mehr…

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    Steve Earle - „Townes“

    Sie hat ihm selbst vermutlich mehr genützt als dem Gepriesenen. Sie wissen schon, diese schön unverschämte Einlassung, er, Steve, würde sich sogar bei dem Bob auf den Kaffeetisch stellen- in Cowboy-Stiefeln – und sagen, dass Townes der beste Songschreiber der ganzen Welt sei. Weil Bob bisher trotzdem keine Veranlassung sah, Townes großartig die Ehre zu […] mehr…

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    Moby Grape - „The Time And The Place“

    Miles Davis und Janis Joplin, Simon & Garfunkel und Sly Stone, Laura Nyro, Bob Dylan und Billy Joel widmete Clive Davis in seiner Autobiografie „Inside The Record Business“ viele Seiten. Erwähnt wurden da sogar auch schon mal Quicksilver Messenger Service, Randy Newman und Humphrey Bogart. Nur Moby Grape nicht ein einziges Mal. Die muss er […] mehr…

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    The Decemberists - „The Hazards Of Love“

    Weil Colin Meloy eine Obsession mit dem alten englischen Folk-Song und dem alten englischen Hardrock hat, hat er ein Konzeptalbum gemacht. „Hazards Of Love“ ist die Geschichte einer Frau namens Margaret, die sich mit ihrem Liebhaber William, einer Waldkönigin, einem mystischen Tier und einem Wüstling herumschlagen muss. Die Platte ist eine Stunde lang, alles geht […] mehr…

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    Ben Lee - „The Rebirth Of Venus“

    Was so verkehrt daran ist, sich gut zu fühlen? Auf den ersten Blick: natürlich gar nichts. Lee hat ja auch sein halbes Leben lang dazu beigetragen, dass seine Fans das Prozac in der Schachtel ließen, danke dafür. Sechs Alben mit melodiesattem, charmantem Pop brachte er so seit 1995 zusammen. Beim siebten stellt der 30-Jährige, seit […] mehr…

  • Radiohead

    Radiohead - Ok Computer

    Wir kamen mal wieder spät nach Hause in jenem Winter 1993, und wie üblich stellten wir den Fernseher ein und schauten MTV. Den britischen Schluffi mit dem Triefauge, der sich dort gerade einen perfekten Körper wünschte, kannten wir damals noch nicht, aber die Hymnik dieses verspäteten Manifests für die so genannte Generation X nahm uns […] mehr…

  • Booker T Jones Potato Hole Cover

    Booker T – Potato Hole

    Ein knappes Motiv auf der Hammond, gekreuzt von dröhnenden Riffs und Beckenschlägen, bis die Gitarre allein den Taktstock schwingt -und würde der Drummer den einsetzenden Beat dann noch einen Tick mehr „verschleppen“ und man sich nicht doch ein wenig wundern, dass selbst bei 1:30 noch niemand angefangen hat, von Hölle, Highway und Hormonstau zu schreien, […] mehr…

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    Wilco - Ashes Of American Flags

    Ein Konzert- und Essay-Film, eine Überlandfahrt und eine Reflexion über das Unterwegs-Sein, die Dynamik einer Band, das Songschreiben und Amerika. Die Kamera folgt Wilco entlang der Tournee durch den Mittleren Westen nach Alabama, New Orleans, in die Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee und dann nach Washington- und mit den Orten ändern sich auch die […] mehr…

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    Voltaire - „Das Letzte Bisschen Etikette“

    Ach, hätte sie ihm doch gleich das Album produziert! Bei einem Berlin-Aufenthalt nahm Annette Humpe Roland Meyer de Voltaire zur Seite und bescheinigte ihm eine „Wahnsinnstimme“, bemängelte aber auch seine Texte, die zu viel wollen. Roland Meyer de Voltaire will generell zu viel. Dabei ist er eigentlich ziemlich gut. Der Mann, der gerade den „großen […] mehr…

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    De Rosa - „Prevention“

    Das Debüt von Martin Henrys De Rosa war ein Kommentar- zu Glasgow, zur Region Lanarkshire, mithin also zu Henrys Heimat. Martin, nebenbei Fotograf und Maler, nutzte die äußere Geografie, um die innere Geografie besser erkennen zu können. Ein kunstsinniger Ansatz, der sich in dem Art-Pop, Neo-Folk und Indie-Rock seiner Band widerspiegelte. Auch das zweite Album […] mehr…

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    Gomez - „A New Tide“

    Mir haben Gomez mal in einem Interview gesagt, Musikmachen sei als Lebensunterhalt doch besser als Scheißeschaufeln. Die Briten nehmen es augenscheinlich gelassen, dass sich ihre Karriere nach anfänglichen Höhenflügen nicht richtig entfaltet hat. Wie es scheint, brachte das letzte Album, „How We Operate“, dann plötzlich mehr Aufmerksamkeit, so spät noch. Ob die neuen Lieder dem […] mehr…

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    Pearl Jam - „Ten“

    Bei Pearl Jam lief fast nie etwas nach Plan. Da ist es konsequent, dass das opulente Reissue von „Ten“ krumme 18 Jahre später erscheint. Tatsächlich will die Band bis zu ihrem 20. Jubiläum 2011 all ihre Alben in Neuauflagen veröffentlichen, dies ist also nur der Anfang- und gleichzeitig schon der Höhepunkt der Feierlichkeiten.„Ten“ ist eines […] mehr…

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    Motown - Classic Performances 1963 – 1987

    Die Goldene Box mit Fernseh-und anderen Auftritten der Miracles, der Supremes, der Temptations und von Marvin Gaye– zu den vier DVDs mit wunderbarer Musik und einstudierten Gesten kommt eine Art Kulturgeschichte der Anzüge, Kostüme und Dekors von den frühen 60er bis in die 80er Jahre. mehr…

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    Maximo Park - „Quicken The Heart“

    Kann mir bitte mal jemand einen wirklich tiefgreifenden Unterschied erklären zwischen Maximo Park, Franz Ferdinand und den Dirty Pretty Things? Für mich klingen diese smarten Brit-Rocker alle unverschämt ähnlich, im Prinzip so wie The Strokes vor sieben oder acht Jahren. Nein, sagen Sie jetzt nichts! Wir wollen keine Erbsen zählen, sondern ernsthaft bedauern, dass es […] mehr…

  • Junior Wells - Hoodoo Man Blues

    Junior Wells – Hoodoo Man Blues

    Hoodoo Man Blues Ebenfalls in den Genuss eines 45rpm-Mastering von Kevin Gray auf zwei LPs kommt mit „Hoodoo Man Blues“ eine der frühesten und bis heute vitalsten Sessions einer Gattung, die als Chicago Blues firmiert und bis Mitte der 60er Jahre fast nur auf Singles zu Hause war, weil nur die in Jukeboxen passten, die […] mehr…

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    Cannonball Adderly — Somethin‘ Else

    Julian „Cannonball“ Adderleys einzige LP für Blue Note gehört zu den Juwelen des an Schmuckstücken nicht eben armen Labels. Miles Davis, in dessen legendärem Quintett Cannonball die Alto-Akzente zu Tranes Tenor gesetzt hatte, gab sich die Ehre, Hank Jones spielte Piano, und die Rhythm Section aus Sam Jones und Art Blakey sorgte für gehörig Spannung […] mehr…

  • Linda Ronstadt - Prisoner In Disguise

    Linda Ronstadt – Prisoner In Disguise

    Letzteres gilt natürlich auch für dieses 75er Album von Linda Ronstadt, dessen Hits „Heat Wave“ und „Tracks Of My Tears“ zu den schwächeren Cuts zählen. Highlights finden sich einige, darunter Neil Youngs „Love Is A Rose“, Lowell Georges „Roll Um Easy“ sowie das durch Emmylous Harmonies geadelte, herzergreifende „The Sweetest Gift“. Nur Peter Ashers allzu […] mehr…

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    Charlie Feathers – Can’t Hardly Stand It! The Complete 50s Recordings

    Die Liner Notes zu diesem Set versteigen sich zu der Behauptung, Charlie Feathers sei endlich vom „Mainstream“ akzeptiert worden, seit Quentin Tarantino seine Aufnahme von „That Certain Female“ im „Kill Bill“-Soundtrack verwendete. Ob Tarantino-Filme ihrerseits mittlerweile echt Mainstream wurden, sei mal dahingestellt. Tatsache ist: Das Rockabilly Revival von 1974, in dessen Verlauf die auch auf […] mehr…

  • Beth Orton - Trailer Park

    Beth Orton – Trailer Park

    Manche Platten altern besser als andere. Gelegentlich ertappt man sich bei dem Gedanken, dass man bestimmte irgendwie überschätzte, dann wieder dämmert die Erkenntnis, dass man das eine oder andere Album womöglich doch verkannte. Im Fall von Beth Ortons Langspiel-Debüt darf man auch schon mal hin und her gerissen sein. Der ganze elektronische Zierrat hier —- […] mehr…