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    Catherine MacLellan – Water In The Ground

    Es scheint unerschöpflich da oben in Kanada, das Reservoir junger Frauen, die nichts weiter haben als eine alte Akustik-Gibson, eine Stimme zum Umarmen (wenn nicht Verlieben), eine kleine, fein begleitende Band und auch ein bisschen was zu sagen. Catherine MacLellan —mit „Water In The Ground“ bei Album Nr. 3 angekommen – ist dabei gleich in […] mehr…

  • Ben Harper And Relentless7 - White Lies For Dark Times

    Ben Harper And Relentless7 – White Lies For Dark Times

    Ben Harper hat eine neue Band namens Relentless7. Drei Herren aus Austin, Texas sind das, die schon auf Harpers letzter Platte zum Zuge kamen, allerdings nur bei einem Lied. Harper braucht offenbar Abwechslung von den Innocent Criminals, seiner Stammband. Freilich ändert die neue Band nichts an Harpers Klassizismus. Es wird ja immer die Kindheit im […] mehr…

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    The Maccabees – Wall Of Arms

    Da ist Verzweiflung, da ist Drama, da ist die Hoffnung der Hoffnungslosen: „Better get a coal on the fake fire“, singt Orladon Weeks und verspricht sich künftig mehr anzustrengen. Und obwohl ihn die Gitarren mit zackigen Durchhalteparolen unterstützen, scheint er längst zu wissen, dass nichts mehr draus werden wird, aus dieser erkalteten Liebe, von der […] mehr…

  • Grizzly Bear - Veckatimest

    Grizzly Bear – Veckatimest

    Die Zeiten, in denen so genannte Independent-Künstler auf drei Akkorden herumdengelten und dann alles auf einem Anrufbeantworter aufnahmen, sind lange vorbei. Wenn einen heute irgendwo neue, ambitionierte, erhabene, komplexe Musik ergreift, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie — der Technologie sei Dank — in irgendeiner mietpreisgebundenen Kleinstwohnung aufgenommen wurde. „Yellow House“, das letzte Album des […] mehr…

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    The Alexandria Quartet – The Alexandria Quartet

    Vielleicht ist es wieder die relative skandinavische Abgeschiedenheit, die den Unterschied macht. Jedenfalls spielen die Norweger The Alexandria Quartet eine ganz eigene Musik zwischen Gitarren-Pop, Songwriter-Handwerk und subtilen Sixties-Reminiszenzen. Martin Skaalnes, Vormann dieses Vierers aus Bergen, schreibt seine Lieder sicher nicht ohne Bezugsquellen, doch sie sind gut versteckt. „The Dark Side Of The Blues“? Ein […] mehr…

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    Jeffrey Lewis & The Junkyard – ‚Em Are I

    Über die Schönheit des Rastlosen und die Flucht vor der Langeweile Jeffrey Lewis‘ letztes Album widmete sich der Neuinterpretation von zwölf Songs der britischen Anarcho-Punks Crass. Aus viel Lärm, Schweiß und Gerumpel der 8oer Jahre filterte er Melodie und Harmonie, wo man sie zuletzt erwartet hätte. Die Themen seiner neuen Platte sind traditionell auch nicht […] mehr…

  • Sonic Youth - The Eternal

    Sonic Youth – The Eternal

    Improvisationen und Ideen Bis Mitte Mai lief in der Kunsthalle Düsseldorf die von Sonic Youth konzipierte Ausstellung „Sensational Fix“. Über 20 000 Besucher sahen dort unter anderem Vorlagen für Plattencover, frühe Konzertflyer, Fanzines, Poster, Texte der Bandmitglieder und Bandfotos von James Welling, Sofia Coppola oder Richard Kern (siehe Seite 9). Seit 28 Jahren gibt es […] mehr…

  • Sir Richard Bishop - The Freak Of Araby

    Sir Richard Bishop – The Freak Of Araby

    Der bei seinen Gastauftritten als Support von Drag City-Künstlern immer etwas enervierende Gitarren-Weirdo Sir Richard Bishop mischt auf „The Freak Of Araby“ (2,5) traditionelle arabische Instrumentalstücke mit ziemlich ähnlich klingenden Eigenkompositionen. Spannender ist da das Doppelalbum „Open Strings. 1920s Middle Eastern Recordings/New Responses“. Auf der ersten Platte dieser Kompilation des Londoner Labels Honest Jons finden […] mehr…

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    The Cesarians – The Cesarjans

    Ein britisches Sextett, das den Geist des Berlins der Weimarer Republik heraufbeschwört. Dreigroschenoper revisited? Seventies-Revival (Lou Reed etc.), Eighties-Revival (Nick Cave, etc.)? Oder ein Kommentar zur wirtschaftlichen Lage – Dekadenz im Angesicht des Untergangs? The Cesarians verstehen sich jedenfalls auf große Gesten, Variete und Halbwelt. Ein verstimmtes Barpiano klimpert. Klarinetten klezmern, die Blechbläser meckiemessern. Sänger […] mehr…

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    Möbius - Gebirge

    Man muss gleich bei den ersten Tönen von „Gebirge“ an Thom Yorkes Soloalbum „The Eraser“ denken. So wie der Radiohead-Sänger sucht auch Möbius auf seinem neuen Werk nach einer Verbindung zwischen menschlichem Körper, Klangkörper und Maschine. Als eine Art stimmlichen Lead-Lautmaler hat er dafür Andreas Gogol alias Go:Gol engagiert, dessen Sounds er zu elektronischem Noise. […] mehr…

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    Götz Alsmann – Engel oder Teufel

    Auch auf seinem zweiten Album für Blue Note beschwört der Haubentaucher unter den Musikarchäologen wieder die goldene Zeit des deutschen Schlagers. Golden war die ja vor allem, weil damals allerlei fremdländische Musiken ins deutsche Liedgut flössen – Bossa Nova, Swing -, die selbst die Dichter- und Denkersprache leichtläufig klingen ließen. Und bei einer deutschen Version […] mehr…

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    A.J. Croce – Cage Of Muses

    Vielleicht trägt er nicht so schwer am Vater wie andere Söhne dieser Zunft. Oder gerade doch? Adrian James war jedenfalls keine zwei Jahre jung, als Jim Croce in Louisiana mit einem Flugzeug vom Himmel fiel. Dabei war der Papa nach langem Anlauf mit Hits wie „Bad Bad Leroy Brown“ doch gerade erst durchgestartet. AJ. verliert […] mehr…

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    Leeroy Stagger – Everything Is Real

    Die Rock-Songs des Kanadiers laden zu zahllosen Vergleichen ein. Tom Petty wird oft genannt und John Mellencamp. beide nicht ganz von ungefähr. Der Pressetext zum aktuellen Album treibt es freilich auf die Spitze. „Petrified World“ sei „keine unveröffentlichte Springsteen-Nummer“ und. welch Frevel: „Sorry Bruce, aber sowas Gutes hast Du leider schon länger nicht mehr geschrieben.“ […] mehr…

  • Dave Alvin And The Guilty Women - Dave Alvin And The Guilty Women

    Dave Alvin And The Guilty Women – Dave Alvin And The Guilty Women

    Nach dem Tod seines langjährigen Weggefährten und Guilty-Men-Akkordeonisten Chris Gaffney stürzte sich Dave Alvin in Austin in die Sessions zu diesem Album, an seiner Seite sieben hochgeschätzte Musikerinnen. Christy McWilson sang, Cindy Cashdollar spielte Steel, Laurie Lewis Fiddle, Nina Gerber Gitarre, Amy Farris Viola, Sarah Brown Bass und die hinreißende Lisa Pankratz Schlagzeug. Sie hatten […] mehr…

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    The Blockheads – Staring Down The Barrel

    Derek Hussey ist nicht so vermessen, lan Dury ersetzen zu wollen, bolzt jedoch mit ähnlich kehliger Stimme, unterhält mit burleskem Charme und bedient sich, da aus Fulham gebürtig, desselben Cockney-Akzents. Und wenn er auf „gangsters and bankers and various wankers“ schimpft und die Band in ihren heiter-schlüpfrigen Pub-Funk fällt oder in einen besonders schmutzigen Street-Groove, […] mehr…

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    My Latest Novel – Deaths & Entrances

    Dem Debüt von My Latest Novel aus Greenock, Schottland konnte man alles Mögliche nachsagen. Viele wollten es der Herkunft wegen in der Nachfolge von Belle & Sebastian sehen, andere machten treffender ein Gemisch aus Tindersticks, Velvet Underground und Beach Boys aus. Auch Folklore steckte in den vielstimmigen Gesängen und formalen Akkordstrukturen. Für ihr zweites Album […] mehr…

  • Duffy - Stay With Me Baby

    Duffy – Stay With Me Baby

    Duffys heftig tremolierende, adäquat dramatisierte Version des alten Lorraine Ellison-Hits aus der Feder von Jerry Ragovoy ist einzeln vorläufig nicht zu haben, nur in einem Box Set mit vier weiteren 7″-Singles anderer Interpreten. Als Teil des Soundtracks von „The Boat That Rocked“, der im UK erfolgreich laufenden Klamotte über das ach so frivole Leben an […] mehr…

  • Palm Springs - Free Atlas

    Palm Springs – Free Atlas

    Ein weiteres Geschenk von den Melancholikern aus Brighton, wieder mit Liebe verpackt in akustischem Samt und lyrischer Seide, doch schultert der Inhalt das Leid wie Atlas einst die Welt. „Hold me when i’m weak/ Now hold on to you/ To your arms l’ll retreat/ To hide and heal my wound“, barmt D.C. Cane, umtost von […] mehr…

  • Jane Bartholomew - Fiery Son

    Jane Bartholomew – Fiery Son

    Gar noch berückender und entzückender ist die erste Single von Jane Bartholomew, die geografisch wie musikalisch demselben Biotop entstammt, sich vom Palm-Springs-Cellisten Mark Jesson kongenial begleiten lässt und auf jenem Band-eigenen Label veröffentlicht, dessen Name vertrauensbildendes Programm ist. Janes dunkler Minimalismus kontrastiert wundersam mit ihrer hellen Stimme, Stina Nordenstam evozierend, ist melodisch jedoch generöser und […] mehr…

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    The Disciplines – Smoking Kills

    Die Disciplines, das sind drei Norweger, die sich früher Briskeby nannten, und Ken Stringfellow. der sich hier etwas mehr austoben kann als einst bei R.E.M. oder heute noch bei den Posies. „l’m yours for the taking“, bietet sich die Band gleich zu Beginn an, und das Zugreifen lohnt sich: Gemeinsam fabrizieren die melodieseligen Musiker charmanten, […] mehr…