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Prince gab seinen Protegés klare In­struktionen für die von ihm komponierten Stücke. Das hatte Vor- und Nachteile. Zwar blieb seine Vision dadurch erhalten, aber seine Stimme fehlte dann halt auch. Es ist bezeichnend, dass die beste, freiheitlichste Umsetzung eines Prince-Songs, „Nothing Compares 2 U“ in der Version von Sinéad O’Connor, gänzlich ­ohne seine Mitarbeit entstand.

Diese 15 aus dem Archiv geholten Lieder dokumentieren, wie überlegen Prince’ Fassungen gegenüber denen seiner Schützlinge waren. Martikas dünner Pop-Version von „Love … Thy Will Be Done“ lag ein berührender Gospel zugrunde; diese Interpretin ist beispielhaft dafür, dass Prince bei der Vergabe seiner Werke oft nach Sympathie, nicht nach Fähigkeiten entschied. Dafür konnten die Bangles „Manic Monday“ nahezu eins zu eins umsetzen, der Hit war offenkundig. Schade nur, dass hier „The Screams Of Passion“, damals von The Family aufgenommen, fehlt.

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Mit „Rave Un2 The Joy Fantastic“ plante Prince 1999 sein Comeback, wechselte noch unter dem „Love Symbol“-Namen mit viel Tamtam zum Majorlabel Arista, dessen Chef Clive Davis ihm „angesagte“ Partnerinnen zur Seite stellte, die nicht mit ihm harmonierten: Sheryl Crow, Gwen Stefani, Ani DiFranco. Eine unangenehme Mischung aus Neosoul und MOR, die verglichen mit den „Originals“ so klingt, als würde Prince deren Songs covern.
Immerhin brachte er mit dieser Platte auch den Titelsong „Rave Un2 The Joy Fantastic“ heraus, der seit 1988 auf Bootlegs kursierte, also in glorreichen Zeiten entstand. Das Reissue enthält neben einem überflüssigen Remix-Album ein unterhaltsames Silvesterkonzert aus dem Paisley Park.

Prince spielte 1999 verschollen geglaubte Perlen („She’s ­Al­ways In My Hair“), holte Lenny Kravitz und George Clinton auf die Bühne und kämpfte mit Hydraulik-Effekten am Piano. Lediglich seine Techno-Einlage am DJ-Pult deutet den Horror jener Musik an, mit der er uns in den Nullerjahren oft konfrontieren würde.


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