Queen Forever


Virgin/Universal

Da ist er wieder. Und er klingt noch so euphorisch und getrieben wie damals. Nur: Seit 1991 lebt Freddie Mercury nicht mehr. Seine Stimme erklingt auf den 36 Tracks dieses Doppelalbums, aber zusammengestellt haben es andere. Vor allem Brian May, Pathos-affinster Gitarrist der Rockwelt, und Drummer Roger Taylor engagierten sich für das „neue“ Queen-Album „Forever“. Kein schnödes Best-of sollte es werden, vielmehr Ungehörtes enthalten und die Entwicklung der Band darstellen.

Geworden ist es dann doch eher eine übliche Compilation der größten Hits – von denen Queen nun einmal eine ganze Menge produziert haben. Angereichert ist das Album allerdings mit Bonusmaterial, das es in sich hat. „There Must Be More To Life Than This“ vereint die Stimmen gleich zweier Superstars, die man nie wieder live erleben wird: Neben Mercury singt Michael Jackson. Von dessen Erben die Rechte für die Veröffentlichung des Stücks zu bekommen habe das Projekt mehrere Monate aufgehalten, ließ Brian May anklingen. Und obwohl Jackson neben dem machtvollen Organ des Queen-Frontmanns wie ein schüchterner Chorknabe klingt, ist die Kombination dieser beiden tragischen Superstars doch ungemein berührend.

Ebenso wie das Jackson-Duett in den Archiven verschollen war „Let Me In Your Heart Again“, das die Band seinerzeit zwischen Stücken wie „I Want To Break Free“ oder „Radio Ga Ga“ live im Studio einspielte. Eine herrliche Ballade, so kitschig, wie May nun einmal Stücke schreibt, und geerdet durch Mercurys Gesang. Außerdem bisher ungehört: „Love Kills“, das Mercury mit Giorgio Moroder aufnahm. Fraglos ein Höhepunkt, und überraschend modern produziert.

Der Rest von „Forever“: mehr oder weniger bekannte Perlen einer legendären Band, die für Queen-Neulinge ein exzellenter Einstieg in die Materie, für Fans aber größtenteils ein alter Hut sind. Doch was soll’s – die kaufen dieses Album selbstverständlich trotzdem.


Depeche Mode: Vince Clarke gibt Auskunft über Teilnahme an „Rock and Roll Hall of Fame“-Feier

Werden auch Alan Wilder und Vince Clarke zur Aufnahme von Depeche Mode in die Rock and Roll Hall of Fame 2020 erscheinen? Fans hoffen, dass sowohl Arrangeur Wilder (1982-1995), als auch Gründungsmitglied Clarke (1980-1981) der Zeremonie, zu der oft ehemalige Bandmitglieder der Ausgezeichneten kommen, beiwohnen werden. Zumindest im Fall Vince Clark sieht es jedoch düster aus. Das jedenfalls berichtet „Slicing Up Eyeballs“, eine Musikseite, die im Kontakt zu Erasure bzw. dem Betreiber des Erasure-Newsletters „Erasure Information Service Newsletter“ steht. Von dort hieß es: „Vince freut sich für seine Kumpels, aber – bevor Sie fragen! – es ist unwahrscheinlich, dass er…
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