Robert Forster Songs To Play

Tapete

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Mit „Songs to Play“ konnte Robert Forster schon Rolling-Stone-Redakteur Arne Willander begeistern.

Wenn es jemanden gibt, der die Gemächlichkeit für sich gepachtet hat, dann ist es Robert Forster, der mit einer Weste zur Welt gekommen sein muss. Forster macht keine Musik für junge Leute, er macht keinen Rock’n’Roll, er setzt den Groove mit dem Spazierstock. Die ohnehin langsamen Songs anderer Leute auf „I Had A New York Girlfriend“ verlangsamte er noch: „It’s. Nature’s. Way. Of. Telling. You.“

Nach sieben Jahren wären auch Coldplay vergessen, aber Forster weiß, dass ihn nur Menschen mit langem Gedächtnis hören. „Learn To Burn“ ist seine Version der Rolling Stones oder von David Byrne auf dem Land, die Gitarre triggert, eine Geige schmiert. Dann kommt der gemütliche Forster, er spricht-singt: „Please don’t twitter/ Let me imagine you.“ Wenn die Platte jetzt zu Ende wäre, hätte er schon gewonnen. Aber es kommt eine fein ziselierte Kostbarkeit nach der anderen, Stücke, die atmen, die auf Zehenspitzen gehen. Und dann spaziert der Dichter: „And given two choices, two clear choices, I take both.“
Geige, Trompete, „Hu-hu“. Graziös.

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