Für Keith Richards sind Synthesizer im Rock einfach nur billiger Kitsch


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Hätte jemand eine andere Antwort erwartet? Auf die Interview-Frage, wie er denn den Einsatz von Synthesizern in der aktuellen Rockmusik finde, reagierte Keith Richards leicht mokiert: und verdammt sie als „billig und kitschig“.

Der US-Ausgabe des ROLLING STONE antwortete er klipp und klar: „Es gibt keinen neuen Rock’n’Roll!“ Die Hoffnung, das Genre mit Mitteln der elektronischen Musik zu erneuern, sei „sinnlos“.

Richards: „Es gibt fantastische Musiker und einige großartige Sänger und so weiter. Unglücklicherweise ist Rock für mich mit Synthesizern zu Brei gespielt worden. Wenn man erst einmal damit anfängt, bekommt man nicht mehr das, was man eigentlich gesucht hat.“

Mehr wolle er dazu aber auch nicht sagen, als dass es eben ein ziemlich schundiger Sound würde, wenn der Einsatz von Synthesizern Überhand nimmt, so der 76-Jährige.

Keith Richards über Anti-Rassismus-Proteste in den USA

In dem Interview mit ROLLING STONE betonte Richards im Zusammenhang mit der „Black Lives Matter“-Bewegung auch erneut, wie sehr die Stones von Künstlern der Black Music geprägt wurden. Zugleich deutete er an, wie wichtig es nun für Amerika sei, die Proteste ernst zu nehmen.

„Es ist verdammt noch mal an der Zeit“, sagte er. „Ich meine, in den USA spitzen sich die Dinge zu. So ist es nun einmal. Man muss damit fertig werden. Es ist schwierig für mich, darüber zu sprechen, denn ich bin kein Amerikaner.“

Die Rolling Stones feierten zuletzt mit einer Deluxe-Edition ihr Album „Goats Head Soup“ und veröffentlichten dazu einige bislang unbekannten Stücke, darunter auch einen Song mit Jimmy Page.

Zugleich bekräftigten sie, dass sie zur Not auch Corona-Konzerte unter verstärkten Hygiene-Bedingungen und vor weniger Zuschauern als üblich geben würden, wenn sich die Lage im kommenden Jahr nicht bessern würde.