„Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“: Die Stars im ROLLING-STONE-Interview


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Am Freitag (02. Dezember) erscheint die zweite Staffel von „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“ auf Apple TV+. ROLLING STONE hat mit Gary Oldman, Saskia Reeves, Kristin Scott Thomas, Jack Lowden, Rosalind Eleazar, Dustin Demri-Burns und Christopher Chung über die Dreharbeiten zu den ersten beiden Staffeln der Serie gesprochen.

Staffel eins wurde bereits im April 2022 unter der Regie von James Hawes veröffentlicht, in der zweiten Season übernahm Jeremy Lovering die Leitung. Die Serie wurde bereits für eine dritte und vierte Runde verlängert.

Achtung, Spoiler: Sowohl im Video-Interview als auch im Artikel werden Inhalte aus der ersten und zweiten Staffel thematisiert.

Hier gibt es unser virtuelles Zusammentreffen mit den Stars:

Die „Slow Horses“ des MI5

Im „Slough House“, einer Untereinheit des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, arbeiten die Spion*innen, die sich im Laufe ihrer Karriere Fehler geleistet haben und vorerst nicht mehr bei den ganz Großen mitspielen dürfen. Die Mitglieder der Truppe, unter Kolleg*innen belächelnd auch „Slow Horses“ genannt, fühlen sich im dunklen Hinterhof-Büro ihrer Einheit nicht wertgeschätzt. Daher strebt der Großteil der Gruppe an, zukünftig wieder zurück zu ihrem ursprünglichen Posten beim MI5 zu gelangen.

Insgesamt lebt die Produktion von einem Kontrast zwischen Komik und Spannung. Das Besondere dabei ist, dass sich die beiden vermeintlich konträren Elemente in der Serie gegenseitig verstärken. Besonders die Rolle von Jackson Lamb (Gary Oldman) personifiziert diese Kombination: Der unsympathische und ungepflegte Chef bringt seine „Slough House“-Angestellten immer wieder in unangenehme Situationen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und interessiert sich nicht dafür, was Andere von ihm denken.

Gleichzeitig ist Lamb durch seine langjährige Berufserfahrung ein gerissener Spion, der, wenn es darauf ankommt, schnell handelt. Über den schmalen Grad zwischen Witz und Spannung erzählte Oldman im Interview: „Zum Einen haben wir großartige Bücher, auf denen die Serie basiert. Und zum Anderen hatten wir wunderbare Autor*innen, vor allem Will Smith, der mit dem Drehbuch für uns als Schauspieler*innen die Grundlagen geliefert hat. Wir mussten dem nur noch folgen und dies verkörpern.“

Saskia Reeves, die Lambs Sekretärin Catherine Standish spielt, fügte hinzu: „Gary ist einfach von Natur aus witzig. Und gleichermaßen ist er ein Schauspieler mit großer Hingabe. Wenn man diese beiden Attribute kombiniert – ich meine, ich habe dich (wendet sich an Oldman) dabei gesehen, wie einmalig du deine Rolle verkörpert hast. (…) Was ich damit meine: Du machst einfach Dinge, weil sie sich intuitiv richtig anfühlen.“

Der Kampf gegen eine rechte Organisation und das Codewort „September“: Wie politisch ist „Slow Horses“?

Besonders River Cartwright (Jack Lowden), der in den ersten Folgen der Serie aufgrund eines Fehlers während einer Übungseinheit ins „Slough House“ beordert wurde, versucht mit all seinen Kräften, wieder seine alte Position im MI5 zu erlangen. Während der gesamten ersten Season sucht Cartwright nach dem passenden Moment, um endlich sein Können unter Beweis zu stellen. Schließlich gelingt es Cartwright, dem rechtsradikalen Kidnapper des britisch-pakistanischen Studenten Hassan auf die Spur zu kommen.

In der Serie kommen immer wieder brisante gesellschaftliche und politische Themen auf. Jack Lowden formulierte eine klare Meinung, als es um den politischen Gehalt von Serien ging: „Ich bin Schauspieler geworden, um verschiedene Rollen einzunehmen. Den Großteil des Lebens damit zu verbringen, eine Person zu sein, die nicht ich ist, ist eine wunderbare Sache (lacht). Ich denke jedoch nicht, dass es meine Aufgabe als Schauspieler ist, Politik zu vermitteln. Meiner Meinung nach liegt es im Auge der Zuschauer*innen, wie sie Dinge verstehen. Wenn Inhalte dann politisch werden: Großartig. Aber wenn es sich einfach nur um Unterhaltung handelt: Ebenso Großartig. (…) Kurz gesagt: Ich denke darüber nicht nach – auch, wenn ich mir dessen natürlich bewusst bin. Dennoch betrachte ich dies insgesamt nicht als meinen Job (…).“