So rechtfertigt Nena jetzt ihr Treffen mit Querdenkern: „Entscheidung für die Liebe“


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Nena verteidigt ihre Teilnahme an einer Feier mit Protagonist*innen der „Querdenker“-, Reichsbürger- und QAnon-Szene. Nachdem die Sängerin am 13. August 2021 auf einer Party am Katzbachsee in in Baden-Württemberg erschienen war, zu der unter anderem auch Verschwörungstheoretiker Bodo Schiffmann erschienen war, versucht die 61-Jährige Kritik mit einem Social-Media-Posting zu beschwichtigen.

Dabei beginnt Nena ihr Posting mit einer Relativierung. „Ihr Lieben, ich folge keiner Ideologie und lehne alles ab, was Hass, Angst und Spaltung bringt“, so die Musikerin. „Ich bleibe offen für Begegnungen mit Menschen, unvoreingenommen, aus dem Herzen heraus. Und auch weiterhin werde ich nicht in die Abspaltung gehen und Menschen ausgrenzen, nur weil sie vielleicht anders sind, anders denken oder anders fühlen als ich“, heißt es in ihrem Statement weiter.

Nenas etwas schwammige Argumentation

Danach wird ihr Posting etwas blumig: „Wir haben nie gelernt, uns an der Andersartigkeit eines Jeden zu erfreuen. Das können wir in diesem Moment ändern und uns genau jetzt für die LIEBE entscheiden. Mögen wir wieder zueinander finden und unser Miteinander als Menschenfamilie ganz neu gestalten. Das wünsche ich mir. Und ich weiß, wir können das“, so die Sängerin.

Nenas Auftritt auf der Querdenker-Party

Ein vom Bündnis „Filderstadt Nazifrei“  veröffentlichtes Video des Festes zeigt, wie der Veranstalter Friedemann Mack die Musikerin begrüßt. Nena begrüßt daraufhin das Publikum mit den Worten „Hallo ihr Süßen, schön hier zu sein“. Anschließend übernimmt wieder Mack das Wort. „Wir begrüßen die liebe Nena! Sie ist zu uns gekommen, um mit uns zu feiern“, so der Veranstalter. „Sie kommt nicht zum Singen, sondern zum mit uns glücklich sein. Die neue Welt genießen, lustig und fröhlich sein.“ Medienberichten zufolge soll Nena geplant haben, auf der Party zu übernachten.

Konzerte von Nena abgesagt

Die Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Gabriele Kerner heißt, sah sich zuletzt mit mehreren Konzertabsagen konfrontiert. Nachdem die Sängerin bei einem Konzert in Brandenburg ihre Fans indirekt dazu animierte, die Hygienebestimmungen zu missachten, wurden ihre Konzerte in Wetzlar und Bad Segeberg abgesagt. Der Veranstalter des Open Airs in Wetzlar distanzierte sich in einem Statement „von den Aussagen und dem Auftreten der Künstlerin“, für die Absage in Bad Segeberg wurde seitens der Verantwortlichen kein offizieller Grund genannt.