Soul-Sänger Bobby Bland ist tot


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UNSPECIFIED – JANUARY 01: Photo of Bobby BLAND; Posed portrait of Bobby ‚Blue‘ Bland (Photo by Gilles Petard/Redferns)

Der unter dem Künstlernamen Bobby „Blue“ Bland berühmt gewordene Soulsänger Robert Calvin ist im Alter von 83 Jahren in Memphis, Tennessee, im Kreise seiner Familie gestorben. Dies teilte sein Sohn (und Drummer) Rodd gestern der Öffentlichkeit mit.

Bland zog bereits in jungen Jahren in die Musik-Metropole Memphis und wurde dort von B.B. Kings Chauffeur zu seinem musikalischen Kollegen – gemeinsam absolvierten sie viele denkenswerte wie sympathische Auftritte. „Wenn ich wie Bobby Bland singen könnte, wäre ich ein glücklicher Mann“ sagte B.B. King später über seinen Bruder im Geiste.

Mit Songs wie „Cry, Cry, Cry“, „I Pity the Fool“, „Turn on Your Love Light“ oder „That’s the Way Love Is“ feierte Bland bald eigene Erfolge, in denen er Gospel, Soul und Blues leidenschaftlich verschmolz. Sein Markenzeichen war dabei der „Squall“, ein rauer Schrei, der die Intonation anderer Soul-Sänger nachhaltig prägte. „Die Idee kam eigentlich von Rev. C.L. Franklin, Aretha Franklins Vater“, sagte Bobby Bland später dem ROLLING STONE. „Ich musste lange daran feilen, bis es perfekt klang“. 

Richtig berühmt ist Bland allerdings nie geworden, obwohl seine Songs von Jay-Z und Kanye West gesamplet („Ain’t No Love in the Heart of the City“) und von Eric Clapton und David Bowie („I Pity the Fool“) gecovert wurden. Als großer Einfluss wird er aber trotzdem bis heute immer wieder genannt, so zum Beispiel von Mick Hucknall und Van Morrison. 1992 nahm man ihn, auch durch die Anregung seines alten Freundes B.B. King in die Rock ’n‘ Roll Hall Of Fame auf. Und auch ROLLING STONE hat ihn unter die 100 besten Sänger aller Zeiten gewählt.

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