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Stevie Ray Vaughan: Die Hintergründe zum tragischen Tod der Blues-Legende

Vaughan wurde am 3. Oktober 1954 in Dallas, Texas, geboren. Inspiriert durch seinen älteren Bruder Jimmie, nahm er im Alter von 10 Jahren eine Spielzeug-Gitarre aus Plastik in die Hand und brachte sich das Spielen bei. Das Notenlesen lernte er nie, aber Stevie Ray Vaughan bewies früh, dass er ein außergewöhnliches Ohr besaß. Dieses Talent unterschied ihn um Längen von anderen Gitarristen. Es war das gewisse Etwas, das ihm neben seinen technischen Fähigkeit zur Seite stand und seinen Ruf formte. Im High-School-Alter hatte er bereits mit mehreren Bands in der gesamten Clubszene von Dallas gespielt.

Als Vaughan ein Stammgast in den Nachtclubs von Dallas wurde, verzichtete er auf eine typische College-Karriere, obwohl er ein kleines Stipendium von der Southern Methodist University erhielt. Mit diesen Mitteln zog er nach Austin, das bis heute das Zentrum der texanischen Musikszene ist. Trotz allem war das Geld knapp. Im Rotationsprinzip schlief er auf den Sofas seiner Freunde, kratzte jeden Penny zusammen, den er kriegen konnte, spielte in kleinen Bars und träumte gleichzeitig von Ruhm und Aufmerksamkeit als Gitarrist. In diesen Belangen war er sicherlich keine Ausnahme.

Bergauf

Die harte Arbeit zahlte sich aus. 1982 hatten sich Vaughan und seine Band Double Trouble in Texas größere Bekanntheit erspielt. So sehr sogar, dass Mick Jagger über sie stolperte, der Stevie und seine Bandkollegen zu einem privaten Konzert nach New York einlud. Noch im selben Jahr traten Double Trouble auf dem renommierten Montreux Blues & Jazz Festival in der Schweiz auf. Der Ruhm ließ nicht mehr lange auf sich warten. Insbesondere ein spezieller Zuhörer jener Show am Rande der Alpen beschleunigte den Prozess. David Bowie sah Double Trouble in der Schweiz und lud die Gruppe ein, auf seinem kommenden Album „Let’s Dance“ zu spielen – der Rest ist Geschichte.

Double Trouble unterschrieben einen Plattenvertrag mit Epic und kamen ab diesem Zeitpunkt unter die Fittiche von John Hammond Sr., dem legendären Talentcout, der unter anderem für die Karrieren von Aretha Franklin, Bruce Springsteen, Bob Dylan und Count Basie verantwortlich war.

Die Schattenseiten

Vaughan erzielte Mainstream-Erfolge und gewann zwei Grammys, aber sein persönliches Leben geriet allmählich ins Wanken. Er litt unter Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Nach einem Zusammenbruch während einer Tournee in Deutschland 1986 wies er sich selbst in die Reha ein. Stevie Ray Vaughan kämpfte sich durch seinen Entzug und spielte weiterhin mit Künstlern wie Robert Plant, Eric Clapton und Buddy Guy. Der Sommer 1990 war der Höhepunkt seiner Karriere, auf dem er sich dazu entschied, mit seinem Bruder Jimmie ein Album aufzunehmen.

Stevie Ray Vaughan 1983.

Stevie Ray Vaughans Tod in den Hügeln von Wisconsin

Im selben Sommer begannen Vaughan und Double Trouble eine Tour mit Eric Clapton durch die Vereinigten Staaten. Nach einem Konzert in Wisconsin am 26. August 1990 bestieg Stevie Ray einen Hubschrauber, der ihn nach Chicago fliegen sollte. Tau ließ sich auf den Windschutzscheiben der vier Maschinen nieder, die auf die Künstler warteten. Stevie Ray, sein älterer Bruder Jimmie Vaughan und Jimmies Ehefrau Connie machten sich auf den Weg zu ihrem reservierten Hubschrauber, einem Bell 206B Jet Ranger, Registrierung N16933. Er wurde von Omniflight Helicopters gebucht und von Jeff Brown, einem 42-jährigen erfahrenen Piloten, gesteuert.

Peter Jackson, einer der Tour-Manager von Eric Clapton, ließ Vaughan wissen, dass drei Plätze für ihn, Jimmie und Connie reserviert waren. Bei ihrer Ankunft entdeckten sie jedoch, dass ihre Sitze von Mitgliedern von Claptons Crew, Agent Bobby Brooks, Leibwächter Nigel Browne und stellvertretendem Tour-Manager Colin Smythe besetzt wurden. Stevie Ray Vaughan tauschte einen Platz und ließ seinen Bruder und dessen Frau zurück. Dass sie den Helikopter nicht gemeinsam betraten, war reiner Zufall.

Der Hubschrauber hob um 00:50 Uhr in der Nacht vom Boden ab. Nur wenige Minuten später, etwa einen Kilometer nach dem Start, stürzte der Hubschrauber mit Vaughan und den übrigen Insassen in einen Berg in der Nähe des Skigebiets Alpine Valley. Weder Feuer noch eine Explosion begleiteten den Crash. Die Körper und Trümmer waren über eine Fläche von 200 Quadratmetern verstreut. Erst als der Hubschrauber am nächsten Tag nicht am Zielort ankam, bemerkte man, dass etwas nicht stimmte. Für Stunden wusste niemand, dass Stevie Ray Vaughan tot war.

Stevie Ray Vaughan auf der Bühne mit Double Trouble.

Ungewissheit

Beamte kamen um 7:00 Uhr morgens an der Absturzstelle an. Der Hubschrauber hatte einen Hang nur wenige Meter von seinem Gipfel entfernt getroffen. Der Bericht über den Unfall gab an, dass keine Drogen oder Alkohol Schuld an der Tragödie und alle Opfer Sicherheitsgurte angelegt hatten. Auch mechanische Ausfälle und Fehlfunktionen wurden ausgeschlossen. Die us-amerikanische Verkehrsbehörde kam zu dem Schluss, dass Nebel der entscheidende Faktor für den Crash gewesen war. Durch die schlechte Sicht sah der Pilot nicht, wohin er flog, und sorgte damit für einen der dramatischsten Tode der Musikwelt.

Alle Personen an Bord von Vaughans Hubschrauber starben sofort, laut Autopsiebericht durch die Einwirkungen des Aufpralls. Stevie Ray Vaughan wurde nur 35 Jahre alt.

Der Traum

Am Tag vor seinem Tod erzählte Vaughan seiner Band und seinen Crew-Mitgliedern von einem schrecklichen Albtraum, den er zuvor gehabt hatte. In dem Traum war er auf seiner eigenen Beerdigung, die von tausenden Trauernden besucht wurde. „Verängstigt und doch fast friedlich“ habe er sich gefühlt. Backstage nach der Show an diesem Abend sprachen die Musiker lange darüber, mehr Konzerte gemeinsam zu spielen, insbesondere mit Eric Clapton für eine Reihe von Terminen in der Londoner Royal Albert Hall im Februar und März 1991 als Hommage an Jimi Hendrix. Wenige Augenblicke später betrat Peter Jackson den Raum und sagte, dass das Wetter schlechter werde und sie bald aufbrechen müssten. Laut Double-Trouble-Schlagzeuger Chris Layton waren Vaughans letzte Worte an ihn: „Ich liebe dich“.

Das Vermächtnis

Tribute und Trauerbekundungen folgten dem Tod aus der ganzen Welt. Die Songs, die Stevie und Jimmie für das Album „Family Style“ vor der Tour aufgenommen hatten, erschienen posthum im Oktober 1990. Sie wurden zu einem riesigen finanziellen Erfolg. Studios veröffentlichten Tribut-Alben, Outtakes und bisher unbekanntes Material, um die Karriere der Blues-Legende zu würdigen.

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Am Nachmittag des 27. August 1990 bestätigten Radio- und Fernsehsendungen, dass Vaughan an Bord des Unglückshubschraubers gestorben war. Zahlreiche Fans trafen sich im Zilker Park in Austin, Texas, um den Lieblingssohn der Stadt zu betrauern. Viele betrauerten insbesondere die tragische Sinnlosigkeit von Vaughans Tod vor dem Hintergrund seiner Genesung vom Kampf mit Drogen und Alkohol vor einigen Jahren. Stevie Ray Vaughan wurde im Laurel Land Memorial Park in Dallas, Texas, begraben. Mehr als 1.500 Menschen, darunter Jimmie und die Freunde Stevie Wonder, Bonnie Raitt, Dr. John, Buddy Guy und Jackson Browne, nahmen an der Beerdigung teil. Eine Stevie-Ray-Vaughan-Gedenkstatue wurde an den Auditorium Shores am Lady Bird Lake eingeweiht. Vaughan hatte dort während seiner Karriere eine Reihe von Shows gespielt.

Paul Natkin Getty Images
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