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COMMITMENT: Sting und der Kampf um den Regenwald

ROLLING STONE dokumentiert den Aufruf, den Sting auf seiner Facebook-Seite teilte:

Es heißt, Nero habe auf der Geige gespielt, als Rom in Flammen aufging. Unabhängig von der fragwürdigen These, dass ein schrecklicher Mensch wie er gleichzeitig auch Musiker gewesen sein soll, kann sich keiner von uns aus der Verantwortung stehlen: Die Katastrophe, die sich dieser Tag am Amazonas abspielt, hat eine Tragweite, der sich absolut niemand entziehen kann. Amazonien brennt in nie gekanntem Ausmaß: bereits 80 Prozent mehr Waldbrände als im vergangenen Jahr, außerdem 39 Prozent mehr kontrollierte Abholzung.

Ob sie sich nun hinter nationalistischem Säbelrasseln verstecken oder den Klimawandel komplett als Schwindel diffamieren: Die populistischen Politiker unserer Zeit machen sich nicht nur der Untätigkeit schuldig, sondern demonstrieren strafbare Fahrlässigkeit in globaler Größenordnung. Auf einem Planeten, auf dem alle die gleiche Luft atmen, haben nationalistische Plattitüden nun einmal ausgedient. Wir alle werden die Konsequenzen gemeinsam tragen müssen.

Ungebremste Feuer im Amazonas – für Sting eine Katastrophe mit weltweiten Auswirkungen

Amazonien als „die Lungen der Erde“ zu bezeichnen, mag anatomisch fragwürdig sein, beschreibt aber doch treffend die Tatsache, dass es sich beim Regenwald um ein unersetzliches Glied einer Kausalkette handelt. Die klimatischen Spielräume, die das menschliche Leben auf diesem Planeten zuallererst ermöglichen, werden zunehmend enger. Wir können es uns nicht erlauben, dieses existenzielle Glied schulterzuckend abzuschreiben. Wir sind an dem Punkt, an dem sich die Feuer – wenn sie jetzt nicht gelöscht werden – ungebremst ausbreiten werden.

Wir appellieren an die brasilianische Regierung, die politischen Rahmenbedingungen zu revidieren, die der Ausbeutung Amazoniens erst Tür und Tor geöffnet haben. Es war die nationalistische Rhetorik, die jene Flammen entzündet hat, die nun das größte Laboratorium auf dem Planeten bedrohen. Zahllose Spezies stehen vor ihrer unmittelbaren Ausrottung.

Sting kritisiert Bolsonaro – „Gibt keinen Grund, alte Fehler zu wiederholen“

Jair Bolsonaro, der brasilianische Präsident, hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, den Ureinwohnern seines Landes wenig Sympathie entgegenzubringen. Er versucht sogar, bereits unterschriebene Verträge rückgängig zu machen, um neue Regionen zur kommerziellen Nutzung freizugeben. Brasilianische Wissenschaftler und Human Rights-Organisationen werden an ihrer Arbeit gehindert oder mundtot gemacht, um diese Politik ungehindert voranzutreiben. Er warf auch den G7-Staaten Scheinheiligkeit vor, weil sie ihre eigenen Wälder bereits in der Vergangenheit abgeholzt hätten. Selbst wenn das in einzelnen Fällen zutreffen mag: Es gibt keinen Grund, alte Fehler zu wiederholen. Wir alle müssen dazu beitragen, ein allgemeinverträgliches Wirtschaftsmodell zu entwickeln, das die Abholzung des Regenwaldes überflüssig macht.

Bei der Rainforest Foundation arbeiten wir seit drei Jahrzehnten mit der Urbevölkerung zusammen, um ihr Land und ihre Rechte zu schützen – nicht nur in Brasilien, sondern in ganz Südamerika. Es ist vorrangig ihr Leben, das auf dem Spiel steht, ihr Lebensraum, der beschützt werden muss. Mehr denn je zuvor müssen wir ihnen helfen, ihr Überleben zu gewährleisten.

Natürlich wäre es in Mr. Bolsonaros eigenem Interesse, sich mit der Materie so weit zu beschäftigen, dass er die Fakten nachvollziehen und akzeptieren kann. Wir appellieren an ihn, seine Perspektiven zu überdenken, seine Entscheidungen zu revidieren und seine Brandreden zu beenden, bevor es zu spät ist. Die Zeit, noch nonchalant auf der Geige zu fiedeln, ist jedenfalls unwiderruflich vorbei. Die Welt steht in Flammen.


Metronomy: Sänger Joseph Mount über das Scheitern

Warum so mürrisch? Joseph Mount, der Kopf hinter Metronomy, beschwert sich, dass alle immer reden, glotzen, fummeln, während er doch nur seine Ruhe haben will. Dabei spielt „Whitsand Bay“, einer der Songs ihrer neuen Platte „Metronomy Forever“, im wunderschönen Cornwall. Auch die ­Musik klingt mürrisch, auf eine einfache, fast rockige Melodie reduziert. Erst das fluffige „Salted Caramel Ice Cream“ hüpft heiter über die Tanzfläche, meint eine „she“ und gibt sich angemessen schlüpfrig. Metronomy begann Mitte der Nullerjahre als clubbegeistertes Bedroom-Project, erreichte seinen Höhepunkt mit dem superben, die New Wave neu erfindenden Album „The English Riviera“, wurde in der Folge wieder…
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