Highlight: So wurde Discogs zur größten Plattenbörse der Welt

The Black Keys sprechen über ihre Plattensammlung

Ab sofort stimmen wir uns täglich mit einem Artikel auf die Plattenladenwoche ein, die vom 15. bis zum 20. Oktober in ganz Deutschland stattfinden wird und die, wie schon im letzten Jahr, von unserem Magazin präsentiert wird. Alle Infos über Termine, Sonderveröffentlichungen und über die teilnehmenden Läden findet man unter www.plattenladenwoche.de.

Für das Vinyl-Special unserer aktuellen Ausgabe zeigten uns die Black Keys ihre privaten Plattensammlungen. Lesen hier nun einen Auszug aus dem Interview dazu – in dem wir sie logischerweise über ihre Sammlung ausfragten.

Welche Platte haben Sie zuletzt gekauft?

Dan Auerbach: Ein polnisches Soul-Album, das in Cleveland aufgenommen wurde, eine Polkaband, die Soul spielt. Es heißt „Polish Soul“ und ist aus den 60er-Jahren. Alle haben den gleichen Polyester-Anzug an und stehen vor einer laminierten Holzwand.

Wie groß ist Ihre Sammlung?

Pat Carney: Ich habe vielleicht 1500, 2000 Alben, die ich auch tatsächlich höre. Ich trenne mich schnell von Sachen, wenn ich sie nicht wirklich mag und sie nur aus Coolness-Gründen rumstehen. Aber vor allem habe ich eine Singles-Sammlung, so 500 Stück, und jede einzelne ist irre. Ich habe zu Hause eine 64er Wurlitzer-Jukebox, ich glaube, das erste Stereomodell, das Ding ist laut wie fuck, wie ein Marshall-Verstärker, und man kann es doppelt füllen und dann 200 Singles reinpacken. Am stolzesten bin ich auf „Victoria“ von den Kinks, weil es praktisch unmöglich ist, die in den USA zu bekommen. Aber es gibt eine Single, die ich wirklich suche: „Diddy Wah Diddy“, eine Promosingle von Captain Beefheart, seine erste von 1965. Ich hab sie auf Ebay für 300 Dollar gesehen, was ich auch zahlen würde – aber ich muss sie eben selbst finden, im Plattenladen.

Worin liegt der größte Unterschied zwischen Vinyl und anderen Tonträgern?

Dan Auerbach: Vermutlich in einer Art Nostalgie. Schallplatten erinnern mich an zu Hause und meine Kindheit. Ich habe viel Musik das erste Mal auf den Platten meines Vaters gehört.



The Name Of This Band Is Talking Heads: Alle Alben der Talking Heads bewertet

Eine amateurhafte Aufnahm des frühen „I Feel It In My Heart“ (1976) zeigt die allerliebste Tina Weymouth mit gescheitelter Kurzfrisur an ihrer großen Bassgitarre, die sie ja bediente wie kein anderer Mensch - sie gab stets das Muster für das Bassgitarrespielen überhaupt. Der nervöse David Byrne singt dieses zarte, verzweifelte Lied über jemanden, der gern Freude an seiner Arbeit hätte und der Familie ein Sonnenschein wäre. Er müßte es halt nur noch entschiedener versuchen, glaubt er. https://www.youtube.com/watch?v=ewY34GqbRkA Damit war der Ton vorgegeben, der die Studien in Soziopathie auf „77“ (★★★★★) bestimmt. Zum trockenen Groove besingt Byrne die Nöte und Wonnen…
Weiterlesen
Zur Startseite