„The Mandalorian“: Rechte Fans starten Petition für Gina Caranos Rückkehr

In der Petition, die auf Change.org geteilt wurde, heißt es: „Disney muss den Trend stoppen, Schauspieler wegen kontroverser Tweets zu feuern.“

Nachdem die „The Mandalorian“-Schauspielerin und MMA-Kämpferin Gina Carano aufgrund von antisemitischen und verschwörungstheoretischen Instagram-Posts von Disney und Lucasfilm gefeuert wurde, haben sich ihre Fans aus dem rechten und rechtsextremen Spektrum versammelt und mit einem Twitter-Hashtag zum Boykott von Disney+ aufgerufen. Doch das ist noch nicht alles: Nun haben sie eine Petition gestartet, mit der sie dazu auffordern, die Schauspielerin zurückzuholen.

Darin legen sich die Verfasser*innen jedoch nicht fest, ob das Verhalten der 38-jährigen Schauspielerin nun „richtig oder falsch“ war und bezeichnen es stattdessen als ein „bisschen extrem“. Das Hauptargument des Textes ist jedoch keine große Überraschung: So sind ihre Unterstützer*innen der Meinung, Carano sei das Opfer der sogenannten „Cancel Culture“ geworden.

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Disney müsse „Trend stoppen“

In der Petition, die auf Change.org geteilt wurde,  heißt es unter anderem: „Was sie sagte, mag ein wenig extrem gewesen sein, und ich kann sogar verstehen, warum einige Leute beleidigt waren, aber ihr Tweet sollte keine Gewalt schüren oder Diskriminierung oder Hass jeglicher Art auf eine bestimmte Gruppe ausdrücken. Und jetzt – wieder einmal – wurde eine geliebte Schauspielerin gefeuert, weil sie ihre Meinung gesagt hat.“ Weiterhin meinen die Verfasser*innen: „Diese Petition geht an die leitenden Angestellten bei Disney. Bitte, warum können Sie nicht einfach die Politik aus der Branche herauslassen und weitermachen?“ Daraufhin richten sich die Autor*innen an die Fan-Gemeinde der Sci-Fi-Westernserie: „An die Fans von ,The Mandalorian‘, bitte: Sagt eure Meinung! Disney muss den Trend stoppen, Schauspieler wegen kontroverser Tweets zu feuern, und den Fans einfach weiterhin eine tolle Serie bieten. Stellt Gina Carano wieder ein. Sie zu feuern, ist nicht gerecht.“

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Filmstudio hat kein Interesse daran, Carano zurückzuholen

Während die Petitions-Schreiber*innen wohl noch immer auf eine Rückkehr von Carano hoffen, scheinen jedoch weder die Filmstudios noch die Schauspielerin selbst daran Interesse zu haben. So soll Gina Carano bereits kurz nach ihrer Entlassung einen Filmdeal mit der rechten Webseite „The Daily Wire“ unterzeichnet haben, berichtet das US-amerikanische News-Portal „Uproxx“. Zudem sei sie mehr als glücklich darüber, ihre „Stimme zu nutzen, die jetzt freier ist als je zuvor“, so Carano in einem Statement an „Deadline“. Lucasfilm wiederum äußerte sich zu dem Umstand in einer Erklärung gegenüber der Zeitschrift „Variety“. In dieser heißt es: „Gina Carano ist derzeit nicht bei Lucasfilm angestellt und es gibt keine Pläne, dass sie das in Zukunft sein wird. Dennoch sind ihre Social-Media-Posts, in denen sie Menschen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität verunglimpft, abscheulich und inakzeptabel.“

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Gina Carano: Diese Aussagen führten zum Rauswurf

Die Kündigung erfolgte, nachdem Carano einen Beitrag tweetete, in welchem sie das aktuelle politische Klima in den USA mit dem nationalsozialistischen Deutschland verglich. In dem Text schrieb die Schauspielerin: „Juden wurden auf der Straße verprügelt, nicht von Nazi-Soldaten, sondern von ihren Nachbarn … sogar von Kindern. Weil die Geschichte bearbeitet wird, wissen die meisten Menschen heute nicht, dass die Regierung, um an den Punkt zu gelangen, an dem die Nazi-Soldaten leicht Tausende von Juden zusammentreiben konnten, zuerst ihre eigenen Nachbarn dazu brachte, sie zu hassen, nur weil sie Juden waren. Wie unterscheidet sich das davon, jemanden für seine politischen Ansichten zu hassen.“ Auch teilte Gina Carano ein Bild einer Person, die mehrere Masken über Gesicht und Kopf trug und schrieb: „Unterdessen in Kalifornien.“ Disney+ schickte noch am selben Tag, an dem die Posts erschienen, die Kündigung.

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Dies war nicht das erste Mal, dass Gina Carano durch ihre politischen Social-Media-Posts auffiel. 2020 entfachte sie eine Kontroverse bezüglich Genderpronomen in Biografien wie Twitter und Instagram. Des Weiteren hatte sie diesbezüglich sogar ein persönliches Gespräch mit Schauspiel-Kollege Pedro Pascal, der den Mandalorianer in der Disney-Serie spielt. Auch im November 2020 hatte Carano eine umstrittene Meinung zum Thema Behelfsmasken. Über diese spottete sie trotz der Faktenlage zur COVID-19-Pandemie.

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+++Dieser Artikel erschien ursprünglich auf musikexpress.de+++

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