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Warum Billy Porter der perfekte Host für den IMA 2019 ist

Das ist ein Ding: Der erste International Music Award wird von einem der schillerndsten US-Schauspieler überhaupt moderiert. Billy Porter führt am 22. November durch die spektakuläre IMA-Show! Nicht nur die zahlreichen Preise (Tony Award, Grammy, Emmy), die der Schauspieler, Regisseur und Sänger bisher für seine Arbeiten erhalten hat, machen Billy Porter zum perfekten Gastgeber des IMA 2019.

Vor allem sind es die Kategorien des International Music Award selbst, für die er steht wie kaum ein anderer Entertainer, und die die Musikwelt so abbilden, wie wir sie lieben: Divers, facettenreich, mutig und immer wieder überraschend. Und in eben jenen Kategorien hat sich Billy Porter selbst verdient gemacht. Wie und warum? Das haben wir hier für euch zusammengefasst.

STYLE

Porter ist bekannt für seinen schillernden und extravaganten Style, den er insbesondere auf dem roten Teppich gerne trägt und in denen er in der großartigen TV-Serie „Pose“ zu glänzen weiß. Ob als goldener Engel, mit riesigem Hut in Gießkannen-Form oder mit ausuferndem Smoking-Kleid.

PERFORMANCE

Lange bevor Billy Porter mit Rollen in Erfolgsserien wie „Pose“ oder „American Horror Story“ seine Fans begeisterte, spielte er vor allem eines: Musicals. Zehn Jahre sang er auf dem New Yorker Broadway in „Miss Saigon“, parallel dazu hatte er mehrere Jahre eine Rolle in „Grease“. 28 Jahre ist es nun her, dass Porter seine erste Rolle am Broadway spielte, doch in Sachen Theatralik und glamouröser Bühnenpräsenz scheint er seinen Höhepunkt noch lange nicht überschritten zu haben – was diese spontane, improvisierte Karaoke-Show in einer Werbepause der Tony-Award-Verleihung sehr eindrucksvoll beweist:

SOUND

Als in Musicals erprobter Sänger ist es nicht verwunderlich, dass Billy Porter eine gute Stimme hat. Doch Porters Interpretationen sind derart herausragend und einzigartig, dass er inzwischen auch einige Platten mit seinen Versionen von bekannten Musical-Hits veröffentlicht hat. Und nicht nur das: er schreibt auch eigene Songs. Zum Beispiel „Love The Pain Away“ – eine künstlerische Aufarbeitung der Schrecken des Columbine-Amoklaufs.

VISUALS

Wie soll eine Serie aussehen, die die Welt der LGBTQ+ Community in ihrer ganzen Vielfalt darstellt? Schillernde Farben dürfen nicht fehlen, aber auch die dunkleren, ernsten Bilder sind wichtig. Und Darsteller, die mit ihrer Präsenz und ihrem Style einfangen, was die Szene ausmacht. Die gute Nachricht: Die im Juni 2018 erstausgestrahlte TV-Serie „Pose“ schafft genau das. Die noch bessere Nachricht: Billy Porter spielt eine tragende Rolle. Als Pray Tell veranstaltet er die sogenannten Balls – Wettbewerbe, in denen die Community gemeinsam feiert und in verschiedensten Kategorien, wie zum Beispiel Tanz, gegeneinander antritt. „Was genau ist ein Ball?“ wird bereits im Trailer zur Serie gefragt. Die Antwort: „Balls sind ein Zusammentreffen für Leute, die zusammen sonst nirgendwo willkommen sind“. Eine der besten Fernsehserien der vergangenen Jahre – und Billy Porter hat daran einen gewaltigen Anteil.

FUTURE

Der „Erste“ zu sein, hat ja an sich schon etwas Zukunftsträchtiges. Denn wo es einen „Ersten“ gibt, da folgt in der Regel irgendwann auch ein „Zweiter“. Und erst vor kurzem war Billy Porter einmal mehr der „Erste“ – der erste offen homosexuell lebende Afro-Amerikaner, der einen Emmy als „Outstanding Lead Actor“ gewann. „Ich bin froh, dass ich diesen Tag noch erlebe“ freute sich Porter in seiner Dankesrede. „Ich, du, wir alle haben das Recht uns auf dieser Erde zu bewegen“. Kaum einer demonstriert dieses Recht mit so viel Eleganz und Selbstverständlichkeit wie Billy Porter.

COMMITMENT

Alleine durch seine Präsenz hat Billy Porter viel bewirkt. Doch er trägt auch ganz aktiv zur Akzeptanz der LGBTQ+ Szene bei. Gerade in den Momenten, in denen er die größte Aufmerksamkeit bekommt, spricht er deutliche Worte. So setzte er sich im Rahmen der Verleihung der 73. Tony Awards für das Recht auf Abtreibung ein. Im Frühjahr 2019 veröffentlichte Porter gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Schauspieler Matt Zarley, den Song „You Gotta Be“. Die gesamten Erlöse spendete das Duo an ein Heim für Obdachlose aus der LGBTQ+ Szene. Denn, wie Billy Porter auf einer Verleihung sagte: „Ich bin ein Anwalt für alle, denen ihre Rechte abgesprochen werden. Niemand von uns ist frei, bevor wir nicht alle frei sind!“

BEGINNER

Billy Porters Karrierestart war geprägt von Mut und einem unbeirrbaren Willen. Bereits als Elfjähriger hielt er in der Kirche seiner Heimatstadt Pittsburgh eine Predigt. Mit 15 arbeitete er als Entertainer in einem Freizeitpark. Mit 17 verließ er schließlich endgültig sein Zuhause – es folgte eine atemberaubende Karriere auf Musicalbühnen, bei Auftritten auf Galen, im Kino und TV. Trotz Talent und Individualität ließ die große Anerkennung in der Öffentlichkeit fast dreißig Jahre auf sich warten. Nun ist Porter angekommen wo er hingehört – ganz oben. Denn, wie der „Esquire“ zusammenfasst: „Nicht Porter entwickelte sich zu diesem Phänomen – es ist die Welt, die dreißig Jahre brauchte,  um ihm hinterherzukommen“.

HERO

Seit über dreißig Jahren lässt Billy Porter nun also große und kleine Bühnen zu den „Brettern, die die Welt bedeuten“ werden. Von seinen Auftritten in den 80er-Jahren in einem Vergnügungspark bis zur Serie „Pose“, die viele Millionen Zuschauer erreicht: Immer war er laut und stolz, nie verbog oder versteckte er sich. Seine Outfits und legendären Auftritt bei Preisverleihungen und Galen ziehen die Blicke der Welt auf sich. Das alles macht Billy Porter zu einem „Hero“ unserer Zeit – und zu dem denkbar besten Gastgeber eines neuen Musikpreises, der Diversität, Individualität, Haltung und Lebensfreude auszeichnet.

Am 22. November wird der International Music Award 2019 verliehen – moderiert von Billy Porter. Mehr zum IMA erfahrt ihr hier. Tickets für den International Music Award 2019 findet ihr in Kürze hier

 

 

 


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VISUALS: Die Nominierten 2019 auf einen Blick

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