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YouTube löscht Trump-Video und sperrt seinen Kanal für sieben Tage


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Der Angriff auf den US-Kongress in der vergangenen Woche zeigte: Auf die Worte Donald Trumps können Taten folgen und zwar schneller und gravierender, als viele es vielleicht für möglich hielten. Die Plattformen Twitter, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitch zogen schließlich ihre Konsequenz daraus und sperrten Trumps Konten auf unbestimmte Zeit.

Diesem Schritt folgt nun auch YouTube. Nachdem der noch amtierende US-Präsident ein Video teilte, das aus Sicht von YouTube zur Gewalt aufrief und somit gegen ihre Richtlinien verstieß, blockierte das Unternehmen kurzerhand seinen Kanal für die kommenden sieben Tage.

Besorgnis über das anhaltende Gewaltpotential

YouTube begründete diese Entscheidung am Dienstag (12. Januar) mit einer Pressemitteilung via Twitter: „Nach Überprüfung und angesichts der Besorgnis über das anhaltende Gewaltpotential haben wir neue Inhalte entfernt, die wegen Verstoßes gegen unsere Richtlinien auf den Kanal von Donald J. Trump hochgeladen wurden.“

Doch falls Donald Trump nach den sieben Tagen erneut gegen die Richtlinien verstoßen sollte (was sich bei Twitter und Co. bereits zeigte), dürfte wohl auch seinem YouTube-Konto mit insgesamt 2,7 Millionen Followern eine Sperre auf unbestimmte Zeit bevorstehen.

Trump droht endgültige Sperrung

Die Regeln des Videoportals sind klar formuliert: Wer auf YouTube gegen eine der Richtlinien verstößt, erhält zunächst eine Verwarnung. Verstoßen User ein zweites Mal, blockiert das Unternehmen den Kanal für eine Woche.

Wenn in den 90 Tagen nach Freischaltung des Kanals die Richtlinien erneut nicht eingehalten werden, folgt eine zweiwöchige Sperrung. Wenn in den 90 Tagen nach dieser Sperrung wieder ein Verstoß stattfindet, wird der Account endgültig von YouTube gelöscht.


Jamiroquai-Sänger äußert sich zu Ähnlichkeit mit Kapitol-Stürmer

Am vergangenen Mittwoch (06. Januar) drangen Trump-Anhänger im US-Kongress in Washington D.C ein. Die Bilder gingen um die Welt, doch es war insbesondere ein Unruhestifter, der vielen im Gedächtnis blieb: Jake Angeli, ein „QAnon-Schamane“ aus dem US-Bundesstaat Arizona, der nicht nur inzwischen zum Twitter-Meme wurde, sondern von vielen auch mit Jay Kay, Frontmann der britischen Band Jamiroquai, verwechselt wurde. Eine weitere Parallele sahen viele in dem Jamiroquai-Albumcover „Emergency On Planet Earth“ aus dem Jahr 1993. Darauf ist die Silhouette einer Figur abgebildete, die (ähnlich wie der Randalierer) Hörner trägt. Zur Sicherheit klärte der Musiker die Sache selbst auf. Kay machte…
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