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10 Jahre Grand Hotel van Cleef: Alles Gute!


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Es gibt ja nix schlimmeres, als Musikjournalisten, die immer heraushängen lassen, sie seien dabei gewesen, als Künstler X noch nicht Mainstream war, sein erstes Konzert gab, oder die Show spielte, die seine Karriere definierte. Oder so ähnlich. Wenn ich nun aber ein paar Zeilen zu dieser Themenseite schreibe, kann ich es mir an dieser Stelle nicht verkneifen, zu erwähnen, dass ich beim konstituierenden Konzert von Kettcar im Jahr 2001 im Münsteraner Gleis 22 anwesend war. Natürlich nicht, weil ich da ein Fanzine-Musikjourno-Topchecker erster Güte war und wusste, was passierte, sondern weil das Gleis 22 nunmal die erste Adresse für Osnabrücker mit einem Faible fürs Indie-Genre war – und weil Tomte das Hauptprogramm bestritten, die gerade mit „Eine sonnige Nacht“ ein Album abgeliefert hatten, das nicht mehr aus meiner Stereoanlage wollte. Tja, und Kettcar haben wir eben „mitgenommen“, weil mein Konzertkumpel und ich den Namen irgendwie interessant fanden – und beide in der Kindheit viel Zeit in diesem Tretpedalgefährt verbracht hatten.

Eigentlich ein wenig peinlich: Immerhin stand das … But Alive!-Gesamtwerk ebenfalls im heimischen Regal. Da hätte man das mit „der neuen Band von Marcus Wiebusch“ ja irgendwie mitbekommen sollen. Hatte ich aber nicht. Und wunderte mich munter, als mir auf dem Weg vom Parkplatz zum Gleis schon fünf … But Alive!-Shirt-Träger entgegenkamen. Die CD, die am Eingang verteilt wurde – eine EP mit dem schon ganz geilen Titel „So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende“ – nahm man freundlich nickend mit, um dann plötzlich die Stimme vom Wiebusch zu hören, in Liedern, die viel von „Hallo Endorphin“ hatten, zumindest von den langsameren Stücken wie „Beste Waffe“ oder „Entlassen (vor der Winterpause)“. Natürlich wäre es jetzt ein leichtes, die Show total zu verklären, aber tatsächlich dachte ich am Ende so was wie „Hallo Euphorie“, was vor allem an dem Song „Ausgetrunken“ lag, der meiner Erinnerung nach zum Schluss gespielt wurde. Und an dem grandiosen „Hauptsache Glaube“, dessen Refrain gar nicht mehr aus meinem Kopf wollte.



Thees Uhlmann: „Corona-gerechte“ Tour diesen Sommer

Von einem Open-Air-Sommer können viele dieses Jahr nur träumen, denn das Corona-bedingte Veranstaltungsverbot machte vielen Künstler einen Strich durch die Rechnung. Musiker Thees Uhlmann lässt sich davon aber nicht unterkriegen: Er habe, wie es heißt, eine Corona-gerechte Lösung gefunden, diesen Sommer doch noch vor Live-Publikum spielen zu können. Insgesamt fünf Termine im Juli und August stehen für Uhlmann bisher fest. Unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften möchte er in Trio-Version mit seiner „Songs & Stories“-Tour den Open-Air-Sommer doch noch möglich machen. Sommer, Songs und Stories Die Open-Air-Locations bieten genügend Platz, um den benötigten Sicherheitsabstand einzuhalten, sowie Schlangenbildung der Zuschauer zu verhindern. Und…
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